Empfehlenswerte Blogs
Dezember 20, 2006
Anbei ein Link zum Webblog von Jörg Lau.
Sehr interessante Themengebiete, überwiegend zum Iran, Islam,Jugendgewalt etc.
Sehr interessant sind hierbei auch die Beiträge einiger Blog-Diskutanten, besonders die einer Person die sich Toutrams nennt. Toutrams ist hierbei so etwas , wie der Sudel-Ede dieses Blogs. Seine Beiträge haben die Qualität eines Hasspredigers, wobei dieses Individuum vorgibt die „Offene Gesellschaft“ verteidigen zu wollen. Gab es früher Marktschreier,Denuzianten, Stammtisch-Partisanen und Blödbacken, wahrscheinlich gibt es die heute immer noch, penetrieren Blogger - wie der erwähnte Toutrams-heute diverse Foren und versuchen so aus dem Schatten ihrer unbeachteteten Existenz auszubrechen.Handelt es sich dabei um eine Demokratisierung des Meinungsbilungsprozesses oder um einen Niedergang?
Nun, wahrscheinlich um beides. Am Ende wird sich doch wieder Qualität durchsetzen.
Zitat des Tages
Dezember 18, 2006
„Gott hat die einfachen Menschen offenbar geliebt, denn er hat so viele von ihnen geschafffen!“
Abraham Lincoln
Neulich bei S./ Die Betrachtungen einer Ex-Sozialdemokratin
Dezember 17, 2006
Neulich habe ich S., die Traumdozentin, aufgesucht. Sie empfing mich schon an der Eingangstür ihrer mondänen Stadtwohnung. „Hallo, lange nicht mehr gesehen!“ sagte sie , lässig am Türrahmen lehnend, zur Begrüßung. „Schätze Du könntest einen Drink vertragen. Ich übrigens auch!“ , fügte Sie hinzu, während sie am silbernen Vorhang zog, der den Tag vom Nichts trennt und ihr Wohnzimmer vom Rest des Appartements. S. wirkte angespannt, während sie uns beiden einen ihrer Coktails mixte und ich mich anschickte mich, auf einen der „Designerstühle,zu setzen. Auf dem Tisch entdeckte ich einen größeren Haufen von Papierschnitzeln. „Mein SPD-Parteibuch!“ antwortete S., nachdem sie meinen Blick bemerkt hatte. “Ich habe es zerrissen! Auch aus dem Bund der sozialdemokratischen Pädagogen bin ich ausgetreten!“, fügte sie schnell hinzu. S. die noch vor wenigen Jahren eine glühende, ja fast fanatische, Anhängerin von Gasprom-Kanzler Schröder gewesen ist, wirkte ernsthaft verbittert. „Dieses Schwein, er hat mich und all die anderen unbedarften Sozis getäuscht.!“
S. hatte kürzlich eine Reportage über den Völkermord in Tschetschenien gesehen und war zutiefst erschüttert.“35.000 tausend tote Kinder, kannst Du Dir das vorstellen?“ fragte sie mich. Und Schröder spricht immer noch von einem „Lupenreinen Demokraten!. Es ist unglaublich, von seinem Job bei Gasprom mal ganz abgesehen.!“
An diesem Abend sprachen wir noch lange über den bisher miesesten Bundeskanzler in der Geschichte der Republik.S. bekräftigte mich in meiner Absicht, einen „Offenen Brief“ an den Ex-Kanzler zu schreiben.“Er muss zur Verantwortung gezogen werden, je früher um so besser! Und seine ehemaligen Wähler sollten jeweils 100 Euro für den Wiederaufbau Tschetscheniens spenden. Das wäre das mindeste was wir tun könnten!. Ich war ja so dumm, so ahnungslos!“ bemerkte S. zum Abschied.
Das Comeback der Reformer
Dezember 17, 2006
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/6188207.stm
Eine hohe Wahlbeteiligung und ein recht klares Resultet. Gemessen an dem beschränktem Spielraum, welches die Theokratie ihren Bürgern im Iran immerhin einräumt, hat Achmedinedschad heute eine deutliche Ohrfeige erhalten. Jetzt hat der iranische Präsident wenigsten einen Grund für seinen verkniffenen Gesichtsausdruck.. Ach, es gibt auch noch gute Nachrichten.
Gary Kasparow
Dezember 16, 2006
http://www.wams.de/data/2005/12/04/812822.html
Im November vergangenen Jahres , habe ich ein Interview mit Gary Kasparov geführt.Das weltweit bekannte Schach-Genie, mit Geburtsort Baku, sagte mir damals“Putin ist eine Gefahr“!
Heute war Kasparow Teilnehmer und Initiator einer Demonstration auf dem Roten Platz in Moskau. Mehr als 8000 Polizisten umringten die rund 2000 Demonstranten, darunter auch die noch verbliebenen unabhängigen Abgeordneten des Parlamentes.Kasparow zeigt seit geraumer Zeit politische Ambitionen und ist Mitbegründer des Komitees 2008, welches sich zum Ziel gesetzt hat eine weitere Amtszeit Putins zu verhindern.Gary Kasparow habe ich als einen Mann fester Prinzipien und starker Grundüberzeugung kennengelernt.Winston Churchill sei eines seiner politischen Vorbilder, sagte mir Kasparow damals nachdem ich mein Diktiergerät ausgeschaltet hatte. Kasparow wurde in Baku, der Hauptstadt Aserbaidjans geboren. Er ist Armenisch-Jüdischer Herkunft, was ihm an seinem guten Aussehen und seinem bemerkenswerten Intellekt anzumerken ist. Für eine geplante und möglicherweise erfolgreiche Kandidatur bei der nächsten Präsidentschaftswahl, dürfte ihm dieser ethnische Backround jeder realen Chancen berauben. Trotzdem halte ich eine Kandidatur für wünschenswert. Der Niedergang Russlands, beziehungsweise der Aufbau eines neuen Totalitarismus dort, vollzieht sich in einem atemberaubenden Tempo. Und hierzulande gibt es immer noch Leute, die Putin öffentlich preisen und als „lupenreinen Demokraten“ titulieren. Es ist eine Schande.
Über die Dummheit!
Dezember 15, 2006
Woran erkennt man einen dummen Menschen? Natürlich an seinen Gedanken, Äußerungen und Verhaltensweisen. Die Dummheit ist universell. Sie gab es zu allen Zeiten und ist unter allen Völkern vorhanden. Es gibt die dreiste Dummheit(Gerhard Schröder),die agressive Dummheit(Putin, Achmedinedschad) und die dumpfe Dummheit(Landbevölkerung weltweit).
Alle Menschen sind manchmal dumm. Einige Menschen sind nur dumm.Schon seit Jahrtausenden zeigt man sich vom Thema der Dummheit fasziniert. Schon die alten Griechen, Perser, Babyloner haben sich mit diesem Phänomen beschäftigt.Wie sieht ein dummer Mensch aus, erkennt man an seinem Aussehen die Dummheit eines Menschen?
Bei Kapuschinsky , fand ich folgende Definition über das Aussehen von dummen Menschen. „Ein dummer Mensch ist ein Mensch, der von keinem inneren Licht erhellt wird.“ Ganz besonders dumm finde ich persönlich politisierende Schauspieler. Sogar noch dümmer als schauspielernde Politiker
Zwei „strahlende Freunde“!
Dezember 14, 2006
http://www.dmko.info/putinparty.jp
Gasprom-Gerd und Poluniom-Putin, auch als „Friedenskanzler“ und als „Lupenreiner Demokrat“ bekannt.
Anbei ein passendes Zitat zum Bild:
“ Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotze möchte!“
Max Liebermann 1933
Die Tragödie der Tamilen/Die Tragödie Sri Lankas
Dezember 14, 2006
Habe gerade einen sehr interessanten Artikel in der besten deutschsprachigen Tageszeitung, der Neuen Züricher Zeitung, gelesen. http://www.nzz.ch/2006/12/14/al/articleEPVW3.html
Aufruhr gegen Achmedinedschad
Dezember 11, 2006
In Teheran wurde Achmedinedschad, während einer Rede in einer Universität, massiv unterbrochen und mit Protesten von Seiten einiger Studenten konfrontiert. „Tod dem Diktator“ solche und ähnliche Slogans erklangen im Angesicht des Präsidenten. Es gab Schlägereien und vor dem Gebäude wurden Bilder des Präsidenten verbrannt. Im Iran mehren sich die Proteste. Die Proteste der ethnischen Minderheiten, der Akademiker, der Arbeiter und ganz langsam auch der einflußreichen Bazaris, deren Unmut bisher jedes Regime in Schwierigkeiten brachte. Die Ausschreitungen kommen zu einem sehr ungünstigen Augenblick für das Achmedinedschad-Regime . Die sog. Holocaust-Konferenz, die ich nicht weiter kommentieren möchte, findet gerade statt. Achmedinedschad erlebt eine Demütigung. Die Weltöffentlichkeit eine Lektion. Ein Land, indem ein jüdischer Parlamentsabgeordneteter sich über diese Konferenz beschwert, in der Studenten protestieren, zeugt von einer Vielschichtigkeit und einem kritischen Geist, den die Gesellschaften in der unmittelbaren Nachbarschaft nicht hervorbringen. Das korrupte Wahabiten-Regime in Riad und die autokratische Militärdiktatur in Pakistan, beide Allierte des Westens im „War against Terror“, haben weder jüdische Abgeordnete noch ein Parlament und schon gar nicht eine Protestkultur dieser Art. Die im Iran schon vorhandene Zivilgesellschaft ist in Bewegung. Hunderttausende von Frauen studieren an den Universitäten, Millionen von Iranern haben Verwandte im Ausland und kennen die Welt aus eigener Anschauung. Vielleicht erlebe ich ja noch den Tag, an dem Iran/Persien wieder dem Westen zugeordnet werden kann.Ich würde es mir sehr wünschen.
„Eine türkische Olle im Fummel“
Dezember 10, 2006
Gestern unterhielt ich mich mit A.A über die verwobenen Strukturen des iranischen Regierungssystems. Präsident Achmedinedschad ist ja nicht, wie häufig kolpotiert ,der Kandidat der Mulllahs, sondern wurde ja als deren Gegner aufgestellt. Die formale Macht, in der „Islamischen Republik“ liegt in den Händen des Revolutionsführers Chamenei, dem Nachfolger von Ruholla Khomeini. Zu dessen Aufgaben zählt es darüber zu wachen ,ob sich die Politik des jeweils amtierenden Präsidenten im Einklang befindet, mit den religiösen Dogmen der islamischen Revolution und der Shia.Chamenei ist Azeri und gehört damit zur zweitgrößten ethnischen Minderheit im Iran. Dieses Turkvolk macht heute rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung des Irans aus.Khomeini, der sich zu Beginn seiner Amtszeit weigerte vor einer iranischen Flagge fotografieren zu lassen, wählte seinerzeit bewußt den Angehörigen einer ethnischen Minderheit aus, um seperatistischen Tendenzen entgegenzuwirken.
Aufgrund seiner Herkunft,seines politischen Credos und seiner totalitären Amtsausübung, ist Chamenei seit Jahren Zielscheibe des Spotts , besonders seitens der dekadenten, säkularen persischen Oberschicht, die sich zunehmend einem ethnisch definierten Arierkult hingibt. Zur Erinnerung ,Iran heißt auf Deutsch „Das Land der Arier“. „Aryameh“/“Die Leuchte der Arier, nannte sich der letzte Sha Reza Pahlewi. Diese ethnologische Definition ist übrigens fast so alt wie die Menschheit und hat nichts mit der Deutung des Begriffes durch die Nazis zu tun.
Ich fragte A.A wie lange Chamenei das geopolitische Pokerspiel des Präsidenten dulden wird.“Nun so lange es ihm nützt!“ gab sie mir zur Antwort.“Sollte das Regime, durch Achmedinedschads Spielereien, ernsthaft in Gefahr geraten, wären die Tage Achmedinedschads wohl gezählt.“ Ich erkundigte mich ob Chamenei in der iranischen Bevölkerung eine größere Popularität besitze als Achmedinedschad, wohl wissen das es nicht so ist.“Überhaupt nicht!“, gab sie mir zu verstehen. „Für uns ist das ein ganz fauler Kunde. Eine türkische Olle im Fummel!“








