Gesprächsfetzen

Februar 26, 2007

Wir unterhielten uns über Kunst. Eine Kulturredakteurin fragte, welche künstlerische Darstellungsform ich heute in der deutschen Literatur vermisse?

Die Kunst des „Epater les Bourgeois“, verköpert von Schriftstellern wie Oscar Wilde und Jean Cocteau, in deren Mittelpunkt das Bestreben steht, dem Spießbürger eins auf die Schnauze zu hauen. Im 20 . Jahrhundert ist diese Tradition in den USA zum neuen Leben entdeckt wurden, durch Norman Mailer, Hunter Thompson, Truman Capote und Gore Vidal. Allerdings wurden dadurch die Oberschicht, die High Society das Zielobjekt des Spotts und der Entlarvung, was ja nicht falsch sein muß.In der heutigen deutschen Literaturszene gibt es niemanden der ,auch nur Ansatzweise, über solche Fähigkeiten verfügt. Im besten  Fall eignen sich  Gestalten wie Günther Grass, Botho Strauß und Martin Walser als Schießbudenfiguren, nicht aber als literarische Bannerträger.Jeder dieser Schreiberlinge hätte es verdient, eins auf die Schnauze zu bekommen. Ob nun literarisch oder auch in anderer Form.“ 

One Response to “Gesprächsfetzen”

  1. leonope Says:

    …ich denke es ist heute einfach verlockender sich wo „hin“zuschreiben als es die angeführten „Grössen“ je getan haben, bzw. es überhaupt vorhatten…gesellschaftspolitisch betrachtet wundert es aber auch nicht, wenn man sich die Entwicklung der letzten 50, 60, 100 Jahre ansieht…am Ende wird es aber wieder „Schreiberlinge“ geben, die wahres Gewicht in ihrer Stimme haben…so, oder so ;)

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