Die am Erfolge scheitern. Die meisterhafte Truman Capote Biographie von Gerald Clarke.
August 30, 2007
Truman Capote,der Godfather des New Journalism, das literarische Wunderkind des Jetsets, fasziniert die Öffentlichkeit noch immer.Gerald Clarke hat eine neue Capote-Biographie geschrieben.
Die Veröffentlichung von”In Cold Blood“, dieses Meisterwerkes , leitete den Sterbeprozess Capotes ein. “Answered Prayers” das nie vollendete Werk, schon der Vorabdruck im New Yorker löste einen gesellschaftlichen Skandal aus”, gab ihm den Rest.”Answered Prayers” eine hasserfüllte, subjektive Abrechnung mit der Welt des Jet Sets, der Stars, der Happy Few”, einem Milieu zu dem er seit frühester Jugend uneingeschränkten Zugang hatte, er der Sohn einer Alkoholikerin, mit dem Geburtsort New Orleans, diesem verdächtigen , anrüchigem Mix aus Indianern, Schwarzen und Franzosen, zumindest aus der Perspektive der US-Ostküsten-Elite. Plötzlich knallten die Türen zu , die ihm fast ein Leben lang offen gestanden haben .Einsamkeit und gesellschaftliche Isolation waren der Preis.“Ich bin schwul, ich bin süchtig, ich bin ein Genie“, diese Selbstbeschreibung seiner Persönlichkeit galt auch noch am Ende seines Lebens, als er sich hemmungslosen Orgien im Studio 54 hingab und zu einer lebenden Karikatur mutierte.Capote im Original zu lesen ist- bis heute -wie der Genuß von frischem Quellwasser.Capote schaffte nicht nur Weltliteratur,sein Leben war gelebte Literatur. Truman Capote war ein Genie.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/feuilleton/682167.html
TRUMAN CAPOTE (ENG)










September 2, 2007 at 8:51
Es macht mich immer wieder traurig, dass Genies erst dann als Genies “anerkannt” werden wenn sie tot sind, während man im gleichen Atemzug behauptet, das Genie bereits zu Lebzeiten erkannt zu haben, es aber seiner Zeit weit voraus und deshalb noch nicht “reif” war. Wie schön wäre es doch den Begriff Genie als das verwenden zu dürfen und auch auszudrücken, was den menschlichen Genius am besten beschreibt; nämlich seine Einzigartigkeit und die Fähigkeit Aussergewöhnliches zu schaffen. Im positiven wie im negativen Sinne. Aber das würde der modernen Marktwirtschaft nicht ins Konzept passen. Lässt sich doch mit dem Mythos zehnmal mehr verdienen als mit nackten Tatsachen
September 2, 2007 at 8:59
Eine sehr schöne Analyse!
Bist halt ein g´scheites Madel!!
September 3, 2007 at 5:51
[...] Ramon Schack – Ein Reisender durch´s Leben. Gebildet und voll Tiefgang. Und mit einem Faible für Zitate. [...]
September 3, 2007 at 5:54
LOL…was soll ich DAZU noch sagen?
November 10, 2007 at 6:13
[...] http://ramonschack.wordpress.com/2007/08/30/847/ [...]