Skandal im Sperrbezirk

Nun ist es also zum zweiten Mal in kürzester Zeit passiert: Nach Christine Dietrich hat nun auch Jens von Wichtingen das Blog „Politacally Incorrect“ verlassen. Während Christine Dietrich allerdings nach kurzer Zeit wieder bei PI gelandet ist, wird man das bei Herrn von Wichtingen wohl nicht erwarten können.

Unter aufrichtigen Top-Journalisten mit hohen Ansprüchen, wie es Ramon Schack gern vorgibt zu sein, gilt PI ja als moralischer Sperrbezirk, in dem Blogbetreiber Stefan Herre und sein Team lediglich polarisiert, gegen den Islam und Muslime hetzt und der fast ausschließlich von einem politisch inkontinenten Mob heimgesucht wird, dessen „meiste Blogkommentare sich zwischen Stammtischniveau und offen rassistischen Parolen eingependelt haben“.

Der Abgang des Herrn von Wichtingen vollzog sich dann offensichtlich auch als eine Art „Erweckungserlebnis“ bei eben diesem Journalisten und zwar auf dem Weblog von Herrn Schack, um genau zu sein. Vor dem eigentlichen Gastbeitrag hebt Schack, als vermeintlicher Hüter der Moral, noch den mahnenden Finger und begrüßt Herrn v. Wichtingen gönnerhaft als reuigen Sünder, der in den Schoß der Familie der anständigen Bessermenschen zurückgekehrt ist. Warum es sich dabei allerdings um „mutige Worte“ handeln soll, erschließt sich dem Leser irgendwie nicht. Scheinbar fühlt sich Schack aber aus dem Umfeld der Islamkritiker irgendwie bedroht und so ist ihm der Kommentar von „#37 nonconformicus“ auch gleich die Überschrift „Politically Incorrect: Drohungen gegen Ramon Schack“ in einem weiteren Beitrag wert. Der Kommentator hatte darüber sinniert, ob man mit Herrn Schack wohl mal zwecks einer Erziehungstour bei Nacht und Nebel in den Wald fahren sollte. Zugegeben, nicht sehr geschmackvoll und sicherlich auch nicht besonders klug, aber eine direkte Drohung sieht dann wohl eher anders aus. Wie hätte Herr Schack wohl auf einen Kommentar der nachfolgenden Art reagiert?

HEY ihr scheiß deutsche kartoffeln haltet die fresse ihr stinkt, ihr habt nichts mehr zu sagen weil wir ausländer an der macht sind also fresse. TÜRKE ZU SEIN IST EIN GESETZT WER DAS VERLETZT WIRD GNADENLOS ZERVETZT: SICH MIT TÜRKEN ANZULEGEN IST RISKANT ALSO HALTET DEN RAND SONST WERDET IHR VERBRANNT: KILLER SIND KILLER TÜRKEN SIND SCHLIMMER.“

Ob er seinen Weblog wohl auch in diesem Fall mit einem äußerst überflüssigen Beitrag gefüllt hätte?

Nach der gönnerhaften Einleitung kommt dann auch der reuige Sünder v. Wichtingen endlich zu Wort und erklärt uns ganz im Stil der Selbstvorstellung bei den „anonymen Alkoholikern“:

Ich habe einen Fehler gemacht
Ja ich gebe es zu: ich habe als Autor bei PI Artikel geschrieben, die ich heute nicht mehr schreiben würde. Ich habe viel zu spät bemerkt, dass ich mit meinen Artikeln nicht dazu beitrage, unsere Welt besser zu machen – im Gegenteil. Ich hätte viel eher merken sollen, dass ich nicht das Richtige tue. Dies tut mir leid.“

Unwillkürlich möchte man aufstehen und dem bedauernswerten Mann die Hand zum Trost auf die Schulter legen. Wie dunkel und bedrückend muss es doch in der Welt der Islamophoben sein, in einer Welt, in der man sektenähnliche Strukturen findet und die die Welt in Gut und Böse, Schwarz und Weiß aufteilt? Nein, schlechte Menschen seien es nicht bei PI, man fühle sich eben als Hüter der Wahrheit dazu berufen, zu schreiben und aufzurütteln. Genauso sei es ihm eben bei PI auch ergangen und er habe sich „wie benebelt, wie im Rausch“ ausschließlich auf den einschlägigen Webseiten über die Horrormeldungen zum islamischen Jihad informiert. Man sei im Besitz der Wahrheit und man sei eben süchtig, diese zu verbreiten.

Nun ist es also raus, die ganze Islamkritik und das Sammeln von Fakten ist nichts weiter als ein pathologisches Problem! Um für PI schreiben zu können, muss man demnach nicht nur ein islamophober rechter Rassist sein, weit gefehlt, man muss auch noch an einer bipolaren affektiven Störung leiden und zumindest für eine nicht-stoffgebundene Abhängigkeit konditioniert sein. Das PI-Team um Stefan Herre ist also im Grunde genommen schwer krank, zumindest aber behandlungsbedürftig, was den PI-Tunnelblick erklären würde, den das PI-Team täglich vor dem rasenden Kommentatorenmob ausbreitet. Haben wir es nicht schon immer geahnt? Da wundert es dann natürlich nicht mehr, dass bei dem kollektiv vorherrschenden Wahn v. Wichtingen nicht mehr mit gut gemeinten Ratschlägen durchdringen konnte.

Jens von Wichtingen holt zu einem substanzlosen Rundumschlag aus und verpasst die Chance, als ehemaliger Insider sachliche und konstruktive Kritik zu üben, denn fraglos sind manche Beiträge nicht gelungen, vielleicht auch überflüssig gewesen und gewisse Kommentare völlig jenseits des Akzeptablen. So sollte man sich zwar beispielsweise kritisch über die Aussagen eines Volker Beck äußern, aber ihn nicht ad personam wegen seiner Homosexualität diffamieren. Unbestreitbar zeigt PI in konzentrierter Form Fakten auf, die uns von anderen Medien gerne verschwiegen würden und so hat H. Broder Recht, wenn er das Weblog wesentlich differenzierter sieht. Auch in den “Mainstream Medien” beginnt man offensichtlich langsam zu erkennen, dass “Multi-Kulti” nicht nur bunte Vielfalt bedeutet, sondern auch massive Probleme mit sich bringt. Anders kann man sich dann auch die plötzliche Nennung von “Roß und Reiter” im Hinblick auf Intensivstraftäter im ZDF heute journal nicht erklären. In geradezu ungewohnter Offenheit werden Problemgruppen nebst Religion benannt. Vielleicht doch ein Anzeichen dafür, dass es in der Republik an einigen Stellen brennt. Auf jeden Fall ist es mit ein Verdienst von PI, dass solche Fakten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und vielleicht wird das häufig kritisierte Niveau mit dem Weggang von v. Wichting jetzt ja wieder besser?

Auf jeden Fall ein beachtlicher „Salto Mortale“ den der ex PI-Junkie und Neukritiker v. Wichtingen da hingelegt hat! Dieses mental-artistische Kunststück von Herrn v. Wichtingen scheint dann auch beim betroffenen PI-Team verständlicherweise auf Unverständnis gestoßen zu sein. Die Art des Abgangs wird es jedenfalls allen Beteiligten leichter machen künftig aufeinander zu verzichten! Jens von Wichtingen hat wohl den Weg des kalten Entzuges gewählt und ist gleich in die rettenden virtuellen Arme des Gründers der „anonymen PI-Abhängigen“ Ramon Schack gelaufen.

Machen wir es wie PI, verzichten wir auf Spekulationen und wünschen ihm künftig einen fruchtbaren interkulturellen Dialog und natürlich gute Besserung.

Quelle: http://parteigruendung.myblog.de/parteigruendung/art/221374400/Skandal_im_Sperrbezirk

Unter aufrichtigen Top-Journalisten mit hohen Ansprüchen, wie es Ramon Schack gern vorgibt zu sein,…”

Nun ,ich kann mich nicht erinnern, mich jemals so geäußert zu haben. Aber soviel ist sicher.Ich hätte es bestimmt nicht besser ausdrücken  können.

Wenigstens ein Körnchen Wahrheit in diesem “Artikel”.Vielen Dank liebe Kollegen von der rechtspopulistischen Front!

12 Responses to “Der Artikel der Woche:Skandal im Sperrbezirk.”Unter aufrichtigen Top-Journalisten mit hohen Ansprüchen, wie es Ramon Schack gern vorgibt zu sein,..””

  1. V.E Says:

    Fantastisch. Diese Formulierung sollten Sie sich merken, Ramon!
    lG
    V.E

  2. Mike Seeger Says:

    Ein gut geschriebener Beitrag, muss man zugeben. Unwissentlich wirst Du aber als “unerschrockener Held” dargestellt: “Scheinbar fühlt sich Schack aber aus dem Umfeld der Islamkritiker irgendwie bedroht und so ist ihm der Kommentar von „#37 nonconformicus“ auch gleich die Überschrift „Politically Incorrect: Drohungen gegen Ramon Schack“ in einem weiteren Beitrag wert.”
    Das kommt dabei raus, wenn man den Unterschied zwischen “scheinbar” und “anscheinend” nicht kennt.

  3. ramonschack Says:

    @V.E:

    Das habe ich mir gleich notiert!
    lG
    Ramon

  4. ramonschack Says:

    @Mike

    Der Artikel ist wirklich gut geschrieben.
    Wobei mir der Stil besser gefällt als der Inhalt.
    “Gründers der „anonymen PI-Abhängigen“ Ramon Schack…”

    Diese Formulierung sollte ich mir auch merken.Das hat mich gleich auf eine Idee gebracht..!
    Herzlichst
    Ramon

  5. Moritz Says:

    Du kommst von denen ja gar nicht mehr los. Vertue nicht allzuviel Zeit mit diesem Blog-Wahn, wenn auch ein gewisser Reiz davon ausgeht. Ich hoffe Du interpretierst das jetzt nicht als Drohung ;)

  6. Stubentiger Says:

    jetzt, wo der Ehrenwerte nicht mehr genügend Information kriegt, spuckt er auf denjenigen, der hier zuvor auf seiner Seite ein Statement abgegeben hat, und tritt nach.
    Vor so viel Charakter und Respekt gegenüber dem Mitmenschen kann man ja nur den Hut ziehen!

    Herzlichst
    Stubentiger

    PS: Grüße auch an die hiesige Fangemeinde :-D

  7. EWA Says:

    @Stubentiger,

    ganz ruhig.Ab ins Körbchen!!

  8. EWA Says:

    @Stubentiger!

    Bist Du aus dem Labor von Dr. Beate Klein ausgebrochen?

  9. ramonschack Says:

    9
    Stubentiger:
    Sie schreiben wie üblich viel.Viel Mist!

  10. ramonschack Says:

    10.
    Moritz:
    Seh weise Worte, von einem sehr jungen Mann!


  11. Hi Ramon,

    ich schreib Dir auch gleich nochmal eine EMail. Wollte hier jetzt einfach nur mal klarstellen, dass ich nicht der “Moritz” bin, der hier kommentare verteilt…

    LG Moritz

  12. Moritz Says:

    Lieber M. E. K. Waldhauser,
    mich gibt es tatsächlich nur einmal. Das haben Sie ganz richtig erfasst.
    Es grüßt herzlichst aus Berlin-West:

    Moritz

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