Zitat des Tages/Song des Tages
November 30, 2008
Toleranz ist eine Frage der Geduld, Geduld eine Frage der Nerven.
Graham Greene
Snoop Dogg ft. Pharrell Williams-Beautiful Musik Video
Commercial Classics
November 30, 2008
Levis Commercial
Zitat des Tages/Song des Tages
November 27, 2008
Peter Scholl-Latour“Die Welt ist verrückt geworden“
November 27, 2008
Ein neues Buch von Peter Scholl-Latour ist dieser Tage erschienen.
“Der Weg in den neuen Kalten Krieg“
Es handelt sich um eine Chronik der Ereignisse seit dem 11. September 2001, den man in den USA kurz 9/11 nennt.
Peter Scholl-Latour hat die aktuellen Ereignisse, das Zerwürfnis zwischen Russland und der NATO, schon seit langem- mit bestechender Klarheit- vorausgesehen.
In einem von mir geführten Interview, warnte Deutschlands erfahrenster Kommentator des Weltgeschehens, schon im Jahr 2006, vor einer Isolation Russlands und einer Überdehnung der westlichen Kräfte:
Lesen Sie dazu: http://www.das-parlament.de/2006/48/DaspolitischeBuch/001.html

Er hat mal wieder Recht behalten..Scholl-Latours Urteile sind scharf, die Begründungen fundiert.”, schreibt der Spiegel, ein Medium welches Scholl-Latour nicht gerade wohlgesonnen ist.
“Die Welt ist verrückt geworden“, sagte Peter Scholl-Latour in einem interessanten Interview mit dem Fokus.
Dieses Gespräch, aus dem Januar 2008, ist in dem neuen Buch auch abgedruckt.https://www.d-a-g.org/Library/DAG-Dokumente/Interview%20Focus%20mit%20DAG-Pr%C3%A4sident%20Herr%20Prof.%20Dr.%20Peter%20Scholl%20Latour/Focus-PSL.pdf
Zwischen den Fronten – Die neuen Achsen der Macht Teil 9
Terror in Bombay/ 5 Tage in Colaba
November 27, 2008
Vor rund 10 Jahren streifte ich durch die Straßen von Bombay, heute Mumbai.
Unser Hotel lag in dem berühmten Stadteil Colaba, dort wo sich die meisten Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen der Megapolis befinden.
Nach einer mehrwöchigen, ausgedehnten Reise durch den Subkontinent, verfiel ich schnell dem Charme dieses- gräßlich übervölkerten- 20 Millionen Schmelztiegels.


In Colaba, an den Palmengesäumten Ufern des „Arabischen Meeres“, befindet sich das Gateway to India, die Fährverbindung nach Elephante, eines der berühmtesten Luxus-Hotels der Welt, das legendäre Taj Mahal.

Britische Kolonialbauten, himmelstürmende Wolkenkratzer,Slums, unbeschreibliches Elend, Lebenshunger, Dekadenz,Gewalt, märchenhafter Reichtum und ein babylonisches Sprachengewirr, aller 700 Idiome und aller unzähligen Dialekte, dieses Milliardenvolkes, prägen das öffentliche Bild der indischen Metropole.



Weltbürgertum und Rassismus, Toleranz und religiöser Fanatismus, sind dort ebenso anzutreffen, wie die größte Filmindustrie der Welt-BOLLYWOOD.

Bombay war niemals ein Paradies. Der Überlebenskampf ist erbarmungslos. Aber wer immer Dehli oder gar Kalkutta gesehen hat, der weiß Bombay zu schätzen.
Die hindufaschistische Shiv Shena Partei, im Verbund mit ihren rechtsradikalen Schlägertruppen, besitzt einen starken, unguten Einfluß auf die Lokalpolitik.

Das organisierte Verbrechen, ebenso die Korruption, sind allgegenwärtig.
Die größte Stadt Indiens ist eine Hoffnung, ein Anziehungspunkt, für die Bewohner dieses demograhischen Riesenreiches, indem fast jeder fünfte Mensch der Erde lebt.
„Go West young Men„, lautet ein bekannter Spruch in den armen, ländlichen Bundesstaaten,dort wo Indien nahezu in den Fäkalien seiner überschüssigen Bevölkerung zu versinken droht.
Täglich kommen sie, zu tausenden, manchmal nur mit einer Schlafdecke und ein paar Rupien in den Taschen, auf der Hoffnung nach einem Job, einer geregelten Mahlzeit.
Nirgendwo sonst ist der „Indische Traum“ so lebendig, nirgendwo sonst ist der Mythos“vom Tellerwäscher zum Millionär“, spürbarer als in Bombay.
Heute erreichen uns schlimme Bilder aus Bombay, aus Colaba. Terroranschläge haben Bombay heimgesucht, das erwähnte Hotel Taj Mahal steht in Flammen.

Zum wiederholten Male hat der dschihadistische Terror eine Metropole getroffen.
Tel Aviv, New York City, Madrid, London, Beirut und Bombay. Wie so oft, in den vergangenen verflixten 7 Jahren, folgt der Terror mir auf den Spuren meiner bisherigen Biographie, schlägt an den Plätzen zu, in denen ich einmal gelebt habe oder mit denen mich Erinnerungen verbinden.
Eines Tages werden wir solche Bilder auch in Hamburg, München oder Berlin zu sehen bekommen. Dieser anhaltende asymetrische Weltkrieg, gegen das Urbane, Säkulare, Westliche und Weltoffene, dieser Aufstand der pervertierten uralten Mythen, im Verbund mit Massenvernichtungswaffen, Blutrausch und Todeskult, getragen auf Wellen von jugendlichen, überschüssigen Energien, wird uns nicht verschonen.
Warum schlagen die Dschihadisten bevorzugt in Metroplen zu? Lesen Sie dazu auch mein Interview mit Avisha Margalit: http://ramonschack.files.wordpress.com/2008/09/margalit1.pdf
Lesen Sie dazu auch:
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/verheerende_terroranschlaege_in_mumbai_1.1319715.html
Detroit-Eine Stadt macht dicht!
November 26, 2008
Detroit, einst eine der wichtigsten und größten Industrie-Metropolen der Welt, ist am Ende.

In Detroit, im US-Bundesstaat Michigan, lag die Geburtsstätte der modernen Autoindustrie.
Dort, an den windigen Gestaden der Großen Seen, in unmittelbarer Nähe zu Kanada, enwickelte und praktizierte Henry Ford seine angewandte Wirtschaftstheorie des Fordismus, gestützt auf einem scheinbar nicht abreißenden Strom von billigen Arbeitskräften, in Form von Zuwanderern aus allen Winkeln der USA und der Welt.
Detroit war auch eines der Zielorte der sogenannten Great Migration, als zwischen 1916 und 1930 ca. 7 Millionen Afro-Amerikaner ihre klassischen Siedlungsgebiete im alten Süden verließen, auf der Flucht vor Armut, Rassismus und Chancenlosigkeit.

Dort schrieb Ford auch seine antisemitisches Pamphlet „Der ewige Jude/The eternal Jew“, welches später auch den Nazis als literarische Grundlage für ihren Völkermord diente.
Der 1933 in die USA geflüchtete deutsche Schriftsteller Oskar Maria Graf erinnert sich in seiner Autobiographie im Winter 1920/21 Adolf Hitler in einer Münchner Kneipe getroffen zu haben, der von Ford schwärmte: „Da“, sagte er und hielt mir Henry Fords Buch „Der Internationale Jude“ hin: „Das müssen Sie lesen. Es gibt auch ehrliche Amerikaner, die ganz so denken wie wir. Ford ist der größte Automobilfabrikant in Amerika und reiner Arier…. Lesen Sie das einmal.“
Später wurde in Detroit das wohl erfolgreichste Musik-Label aller Zeiten gegründet“Motown“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, mit dem Aufstieg der USA zur globalen Supermacht, begann der beispiellose Niedergang von Detroit.
Das Lebensgefühl dieser gebeutelten Stadt wurde vor einigen Jahren in dem zweitklassigen Streifen 8 Mile dargestellt, mit dem Rapper Eminem in der Hauptrolle.

Spiegel Online berichtet heute über Detroit, in Form einer Fototrecke.
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-37408.html
the Motown Sound
Zitat des Tages/Song des Tages
November 25, 2008
“Warum auf den Erlöser warten? Erlöse dich und dann wird auch dein Erlöser kommen. “
Aus:B.Traven:Die Rebellion der Gehenkten
A Taste of Honey – Boogie oogie oogie (1978)
Innenpolitik:Wolfgang Clement verlässt die SPD
November 25, 2008

FOTO:CLEMENT VERLÄSST DIE SPD
Es hätte so schön werden können.
Kaum hatte die alte Tante SPD -dem ehemaligen Spitzengenossen Wolfgang Clement- die Eskapaden verziehen, da verlässt der EX-Superminister die Partei.

Dumm gelaufen. Na ja, dafür hat die SPD ja Frau Ypsilanti, mit der sich bestimmt noch einige Wahlkämpfe erfolgreich bestreiten lassen. Oder?
Lesen Sie dazu auch: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,592537,00.html
Zitat des Tages/Song des Tages
November 24, 2008
„Alle anziehenden Leute sind immer im Kern verdorben. Darin liegt das Geheimnis ihrer sympathischen Kraft.“
Oscar Wilde
M.F.S.B. T.S.O.P. The sound of Philadelphia (Complete vid)
RAF:Christian Klar kommt frei!“Bewährung für einen Reuelosen
November 24, 2008
Als Christian Klar seine verdiente Gefängnisstrafe antreten mußte, stand noch die Mauer in Berlin, gab es noch die DDR, die Sowjetunion, die D-Mark.
Die Menschen kommunizierten noch nicht per E-Mail, gingen zum Tefonieren noch in Telefonzellen und hielten Sushi für eine Insel in der Südsee.
Christian Klar, eines der führenden Köpfe der linksnationalistischen Terrorgruppe RAF, angeklagt wegen 9 fachen Mordes, kommt frei.

Wie die meisten seiner Mordkumpanen, entstammt Klar aus dem bildungsbürgerlichen Milieu der Wirtschaftswunderjahre.
Einige seiner frühen Weggefährten, die angeblich gegen ein faschistisches Regime zu kämpfen glaubten, kamen schon 1969 auf die Idee, jüdische Altersheime in West-Berlin in die Luft zu sprengen.
Andere, wie Horst Mahler, sind heute die Vordenker der NPD.
Mit der Freilassung von Klar geht ein bewegendes Kapitel der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte zu Ende. Das Kapitel RAF.
Der Terror der Gruppierung erreichte seinen Höhepunkt in den späten 70iger jahren.

Sehen Sie dazu auch die Tagesschau vom 06.09.1977: http://de.youtube.com/watch?v=q_30RyEceqM&feature=related
1977, während des „Heißen Herbstes“, äußerte sich der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt in einer TV-Aufzeichung über den anwachsenden Terror, welcher die Eliten aus Politik und Wirtschaft traf.
Bitte den Link anklicken : http://de.youtube.com/watch?v=aMxJ0Kn1r6o
Ich erinnere mich noch sehr gut, welche unheimliche Faszination die damals auf allen Behörden, Ämtern und Diensstellen anzutreffenden RAF-Fahndungsfotos, als Kind in den späten 1970er Jahren, auf mich ausübten.

Ich möchte mich über die Freilassung von Klar nicht erschöpfend äußern. Aber eine kritische Anmerkungen sei erlaubt.
Wenn die Bundesrepublik ein faschistisches Staatswesen wäre, wie die RAF-Propaganda stets behauptete, wäre Herr Klar sicher nicht vorzeitig freigelassen wurden. Man hätte ihn dann genauso erbarmungslos abgeknallt, wie die RAF es mit ihren ausgewählten Opfern tat.
Lesen Sie dazu auch:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,592276,00.html
Günter Gaus im Gespräch mit Christian Klar – 01/05










