Robert Enke wählte den Freitod
November 11, 2009
@Ramon Schack
Vor knapp 2 Jahren erlebte ich folgendes:
Ich hatte mir gerade eine Zeitung gekauft, verließ das Geschäft.Da sah ich ihn.Einen Mann, mittleren Alters, er sprang über die Brüstung ins Untergeschoss. Er sprang in den Tod.Die Zeit stand still.Nach einigen Sekunden begannen die Menschen zu schreien, zu gestikulieren.Man schaute über die Brüstung, runter zum Untergeschoss.Dort am Gleis 6 lag er, wie ein geöffneter Koffer, in einer Blutlache. Erst jetzt begriff ich, begriffen die anderen Passanten, was wir gesehen hatten.Es war der erste Suizid am neuen Hauptbahnhof in Berlin.Meine Zeitung war mir vorher aus der Hand gefallen.Ich verließ das Gebäude.“Er hat doch noch gelächelt!“, schrie eine Frau.
„Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Eine Ausnahme ist beispielsweise dann zu rechtfertigen, wenn es sich um einen Vorfall der Zeitgeschichte von öffentlichem Interesse handelt.“Eine Richtlinie des Deutschen Presserates aus dem Jahr 1997
In unserer Gesellschaft, in der die Realität des Todes fast zwanghaft verdrängt wird, ist jeder Suizid nicht nur ein Schock, sondern fast auch ein Tabubruch.
Nationaltorwart Robert Enke hat sich das Leben genommen. http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/robert-enke-ist-tot/

Robert Enke:1977-2009
Robert Enke hält.









November 11, 2009 at 11:51
Es ist traurig und man ist fassungslos. Aber vielleicht kann seine Selbsttötung den Fokus auf das Problem erhöhen. Habe selber unter Depression, man schämt sich dafür und möchte es keine erzählen, aber ganau das ist falsch, denn es ist der einzige Weg. Jeder Sechser wird in seinem Leben eine Depression erleiden, aber die allerwenigsten sprechen drüber, dies muss sich ändern
November 11, 2009 at 7:17
Ich bin immer wieder fassungslos, wieviele talentierte, erfolgreiche Menschen sich das Leben nehmen.Schlimm, einfach schlimm.