Bin gestern nach einer schlaflosen Nacht todmüde in die S-Bahn am Ostkreuz gestiegen.
Kaum hatte sich das Fahrzeug in Bewegung gesetzt fiel ich in einen tiefen , traumlosen Schlaf.
Nach einiger Zeit wachte ich ruckartig auf und schaute schlaftrunken aus dem Fenster.
Schnell wurde mir klar das ich in der falschen Bahn saß.
Draußen rauschten Felder und Wiesen ,Plattenbauten und Einfamilienhäuser vorbei.
Biesdorf, Wuhletal, so oder so ähnlich hießen die vorübereilenden Stationen.
Ich befand mich im fernen Osten Berlins, irgendwo zwischen den Bezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, auch „No-Go Area“ genannt.
Mir gegenüber saß ein schlafender junger Mann.
„Ruhm und Ehre der Wehrmacht“, stand auf seinem T-Shirt zu lesen.
Irgendwann stieg ich aus ohne den „No Go Area“ Bewohner zu wecken und wartete an der Station auf den nächsten Zug in die andere Richtung.
Es war schon hell, die No Go Area präsentierte sich friedlich und mich überfiel ein plötzlicher Kaffedurst.
Beim örtlichen MC Döner gönnte ich mir eine Dosis Koffein und unterhielt mich mit einer Bundesbahn-Stewardess über das angekratzte Image der Gegend.
Wir fuhren gemeinsam zurück zum Ostkreuz und plauderten über dies und das.
Die Bundesbahn-Stewardess war auf dem Weg zur Schicht und verriet mir noch niemals in Spandau gewesen zu sein.
Auch nach Mitte komme sie sehr selten.
Am Bahnhof Lichtenberg stieg sie aus und winkte mir zum Abschied freundlich zu.
Dieser unfreiwillige Besuch in der No Go Area hatte mich neugierig gemacht.
Weltweit findet man in den verbotenen Vierteln die nettesten und kommunikativsten Menschen.
Vor Jahren bin ich am Broadway in einen Bus gestiegen und bis nach Harlem gedüst.
Auf der Straße traf ich einen Einwanderer aus Guinea der mich spontan in sein Restaurant
zu geschmorter Banane einlud.
Wir unterhielten uns auf Französisch und die Menschen auf der Straße, es war offensichtlich ein von frankophonen Afrikanern bewohntes Viertel, sagten freundlich „Bonjour“ und „Comment Ca Va“?
Ich werde sicherlich bald wieder einen Trip in die No Go Area machen.

Engelen-Kefer

Mai 23, 2006

Was für eine gute Nachricht!
Engelen-Kefer, die politische Gebrauchsdirne des DGB, ist von ihrer eigenen Bagage aufs Altenteil geschickt wurden.
Natürlich mit üppigem Rentenanspruch und wahrscheinlich feudalen Übergangsgeldern.
Die beste Entscheidung dieser diskutablen,,Arbeitsplätze vernichtenten, völlig überflüssigen Institution seit Menschengedenken.
Glückwunsch!
Noch besser wäre es ,der DGB würde die Konsequenz aus seiner jahrzentelangen Mißwirtschaft
und Erfolglosigkeit ziehen und sich selbst auflösen.
Das Vermögen ,dieser semi-kriminellen Vereinigung, sollte jungen Existenzgründern als Startkapital zur Verfügung gestellt werden.
Durch diese Maßnahme würde man mehr Arbeitsplätze schaffen als jemals durch eine Forderung des DGB.

Habe gestern Abend ,im letzten ICE Richtung Haupstadt, die Heimreise aus Hamburg angetreten.
Abfahrt 21:26 Uhr.
Habe ein wirklich nettes Wochenende mit guten Freunden verbracht.
K. war eine fantastische Gastgeberin.
Am Sonntag haben wir uns zusammen mit Steffi Tatort im Grünen Jäger angeschaut, zusammen mit dutzenden Fans dieser bekannten deutschen Krimiserie.
Der Ehemann war der Täter!
Zuvor gönnten wir uns eine bisweilen regnerische Hafenrundfahrt, einmal Finkenwerder und zurück und einen ausführlichen Bummel durch die Schanze.
Alles im typischen hamburger Nieselregen.
Am Samstag gab es mir zu Ehren ein fürstliches Diné bei San und Dan( dem jungen Glück), in deren luxuriöser Penthousewohnung am Hafen.
Sie gebürtge Dessauerin, Er Sohn einer ägyptischen Koptin und eines Hamburger Reeders.
Dan ,Oxford-Absolvent,wird bald nach Rumänien gehen und in die Firma seines Vaters einsteigen.(Schiffahrtbranche) .
Man hatte einige interessante Gäste geladen.
Drei Halb-Perser(innen), ein gebürtiger Burmese,eine Halb-Ungarin, eine Dessauerin und ein Halbägypter(schon erwähnt), hatten sich zu Tisch versammelt.
Kosmopoliten dieses Formats gibt es in Deutschland nur in Hamburg .
Man fragte nach Berlin, nach Non Go Areas etc.
7 Jahre habe ich in Hamburg gelebt und fahre immer wieder gerne hin.
Leben könnte ich heute wohl dort nicht mehr.
Obwohl ich eine der besten Zeiten meines Lebens dort verbracht habe.
Aber vorbei ist vorbei.
Blitzbesuch in B.O.
Schönes Gespräch mit meiner Mutter, wie immer viel zu kurz und längeres Telefonat mit meiner Schwester.
Kurz vor Abfahrt noch ein Treffen mit C.H. meinem guten Freund aus wilden Jugendjahren.
C.H ist dabei seine Karriere als MaleModel an den Nagel zu hängen und plant sich vorläufig in Hamburg niederzulassen.
Er ist kürzlich aus London zurückgekehrt.
Lange Gespräche über alte Zeiten:
Über unsere WG in London, geprellte Zechen, Modelparties, Phillippinen, das älter werden, etc.
Viel gelacht!!
Ein dicker Pickel am Mundwinkel und einen eckligen weißen Fleck auf meinem Jacket habe ich als Reisesouvenir mitgebracht.
Beim Betreten meiner Wohnung empfing mich mein glühendes Bügeleisen.
Gott sei Dank hatte ich es hochkant auf der Spüle stehengelassen.

Hamburg, ich komme….

Mai 19, 2006

.. und werde die alte , ehrwürdige Hansestadt mit einem Besuch beehren.
Jawohl, ich gebe mir die Ehre……..

Die Ankunftszeit bleibt allerdings geheim.
Paparazzi und aufdringliche Fans, sowie militante Gegner sind von diesem Trip ausgenommen.
Freue mich ein paar gute Freunde wieder zu sehen und ein paar Tage abzuschalten.
Bleibe telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Letters from London

Mai 18, 2006

Und wieder Ärger mit der Strumpfhose.
R. hatte heute wieder einen sehr erfolgreichen Tag im Büro.
Der BigBoss hatte Sie ausdrücklich gelobt und ihr eine goldene Zukunft prognostiziert.
„Babe, wenn Du ein bischen nett zu mir bist, geht es auf der Karriereleiter steil bergauf, lechz!“

Wie dem auch sei.
Nach diesem erfolgreichen Tag, verließ R. mit geradem Kreuz und hoher Nase die Firma und hopste beschwingt zur Tubestation.
Unterwegs begegneten ihr viele Menschen.
Beim Überqueren einer Kreuzung, bemerkte R. grinsende Blicke der wartenden Autofahrer
und schob dieses Faktum der Ausstrahlungskraft ihres neuen Seidenrocks zu.
Ein ganz raffinierter Fummel.
Neckisch, einem kleinen Flirt nicht abgeneigt, grinste R. zurück und dachte bei sich: „Erfolg macht doch sexy“
Kurz vor der Station tippte eine junge Dame R. auf die Schulter.
„Entschuldigen Sie“, sagte die Dame mit hochrotem Kopf, “ Ihre Strumpfhose !
Äh ,Ich meine Sie haben sich wohl ausversehen Ihre Strumpfhose über den Rock gezogen,
zumindest von hinten!
R. wurde schlagartig übel und sie erinnerte sich wie sie kurz vor Feierabend das WC aufgesucht hatte, wobei ihr dieses Missgeschick wohl unterlaufen sein könnte, und das sie sich heute morgen mit einem Tanga-Strip bekleidet hat.

Zur Stunde denkt R. darüber nach, zukünftig nur noch in Hosen zur Arbeit zu erscheinen.

Das ich zu viele Schuhe besitzen würde ist einer dieser zahlreichen Mythen die sich um meine Person ranken.
S. kolpotiert dieses Gerücht regelmäßig.“ Hast Du schon wieder neue Schuhe!“
Wie dem auch sei.
Neulich habe ich mir ein neues paar Schuhe gegönnt.Sportlich, elegant, so wie ich ..kleiner Scherz!
Diese Schuhe sind von einem hellen Grundton und mit den Farben der italienischen Trikolore dekoriert. Keine Ahnung warum ich mir diese gekauft habe.
Es gehört zu meinem Schicksal häufig für einen Italiener gehalten zu werden, sowohl von Italienern als auch von anderen Individuen.
Noch häufiger als für einen Spanier übrigens, besonders wenn ich meinen Namen noch nicht
genannt habe.
In London wurde ich ständig auf italienisch nach dem Weg gefragt.
In Berlin werde ich ständig von Italienern gegrüßt“Ciao Come stai?“, besonders wieder seit ich diese neuen Schuhe habe.
Vor 10 Jahren bin ich in Hamburg aus einem Sportclub geflogen.
Weil der Italiener- ich war gemeint- ,nach Aussage des Besitzers, die weibliche Bedienung von der Arbeit abgelenkt hätte.
Bei meinem Aufenthalt in Spanien im Januar, sagte jeder Kellner Alora zu mir, vermutlich um so etwas wie eine mediterrane Solidarität oder romanische Verbrüderung zum Ausdruck und bringen .Vielleicht auch weil sie glaubten, nur ein Italiener würde so ein merkwürdiges Spanisch sprechen.
In diesem Zusammenhang fällt mir auch Dr. Capitelli ein, der italienische Kommunist, mit dem ich vor einigen Jahren in Hamburg Tür an Tür gewohnt habe.
Immer wenn Dr. Capitelli mich auf einen Teller Spaghetti in seine Bude einlud um mich vom Marxismus-Leninismus zu überzeugen oder mit mir die italienische Version der Internationale anzuhören, fing er nach einer Zeit an zu grinsen und sagte „you are dressed like a sicillian“.
Wobei er mißbilligend meine damals überwiegende schwarze Kleidung mit römischer Überheblichkeit musterte.
Gestern besuchte ich D.S am Prenzlauer Berg.
In der Straßenbahn schaute mich eine ältere Dame mitfühlend an.
„Find ick jut das Sie sich noch hier her trauen, wa“, sagte die Dame zu meiner Verwunderung.
„Wir haben hier überhaupt nischt jejen Italiener“, fügte Sie hinzu.
Die Dame spielte offensichtlich auf den kurz zuvor verübten und medial breitgestreuten Überfall auf einen italienischen Koch an.
„Wie kann man auch nur wat jejen Italiener haben, wa.Ihr macht doch so jutes Essen wa, mangare, wa!, rief mir die Dame , unter den zustimmenden Blicken der anderen Straßenbahngäste, beim Ausstieg zu.
„Grazie Bella!“, gab ich ihr als Antwort zurück.

Hommage an K.

Mai 17, 2006

Habe heute eine Postkarte in meinem Briefkasten gefunden.
Sie kam von K. aus Hamburg.
„Wer die Wahrheit sagt, sollte ein schnelles Pferd haben“, steht auf der Karte. Ein Zitat von
Wiliam Cody.

Es war vor über 12 Jahren als K. und ich uns zum ersten Mal begegnet sind.
Es war an einem Ort und unter Umständen die heute keine Rolle mehr spielen.
Sie war damals 17 und trat lachend in mein Leben.
Dieses Lachen war bemerkenswert, es war das Lachen ein sehr jungen Frau, lebensbejahend,
Energie versprühend.
Noch nicht getrübt von den Härten und Enttäuschungen des Lebens.
Bis heute hat sie sich dieses Lachen erhalten, diese positive Einstellung zum Leben und diese sensitive Ausstrahlung.
Ein Schuß Verführung liegt in Ihrem Blick, gepaart mit tiefer Wärme.
Es gibt nur wenige Frauen die über eine erfrischender Ausstrahlung als K. verfügen.
Ihre Stimme ist wahrscheinlich die erotischte Europas.
Wer immer diese am Telefon gehört hat, wird sie nicht vergessen.
K. genetische Mischung aus ungarischer Paprika, russischen Pirrogen und hamburger Schwarzbrot, hat sie mit einem attraktivem Äußeren ausgestattet, das jeden Mann mit gutem Geschmack verrückt werden läßt.
K. gehört zu der Sorte Frauen mit der man wilden Sex und ausschweifende Nächte erlebt.
Manchmal ist sie ein scheues Reh, manchmal ein durchtriebenes Luder, beides ohne sich zu verstellen.
K. und ich haben viel zusammen erlebt.
Sie ist meine Drei-Kontinente-Frau.
Ich erinnere mich gerne an die Nächte auf der Reeperbahn.
K. die begnadete Tänzerin im extravaganten Fummel, 5 angesagte Clubs in einer Nacht durchstreifend den Verlockungen und synthetischen Verführungen gegenüber nicht vollständig immun.
Das Konzert an Ihrem 20. Geburtstag, die Fischkate, die U1 nach Norderstedt.

Später dann, viel später , nachdem man sich etwas aus den Augen verloren hatte, die Reise nach Indien.
Nächtliche Irrfahrten durch Dehli,Affenplage in Shimla Badevergnügen in Goa(Vermißtenanzeige inklusive).
Durchgebrannt mit Good-Locking Johnny etc, etc.
Gemeinsame Zeit in New York City, das Loft in Brooklyn mit dem Blick auf Manhattan, das kleine Haus auf Long Island etc. etc., Pläne gemeinsam dort zu bleiben.
K. Rückkehr nach Hamburg, Friesen-Fimmel, Mein Umzug nach London, später nach Berlin,
gemeinsame Freundschaft mit S.

„Ich bin froh, dass es Dich gibt“, stand heute auf Ihrer Karte an mich.
Liebe K. ich habe mich sehr über die Karte gefreut. Sie kam genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ich bin auch froh, das es Dich gibt.
Vielen Dank!!!

So ein Scheißtag

Mai 15, 2006

Das Interview mit Henry Kissinger ist geplatzt.
Der gute Mann weilt schon heute in Berlin und fliegt irgendwann am Abend wieder zurück in den BigApple.
Na ja vorwärts immer , rückwärts nimmer.

Werde mich in den nächsten Tagen in die Bahn setzen und quer durch die Republik reisen.
Zwischendurch meine Steuererklärung anfertigen, Land und Leute beobachten und dem geneigten Leser meine Reiseeindrücke mitteilen.
Dank G. verfüge ich über diese zauberhaften MC Donalds Bahntickets, die allerdings nur noch bis Ende Mai gültig sind.
Außerdem versuche ich Ende des Monats noch ins Baltikum zu kommen.
Hoffentlich klappt es .

Seßhaftigkeit liegt mir nicht.

Berlin und Ich

Mai 14, 2006

Etwas merkwürdiges ist passiert.
Ich fühle mich momentan recht wohl in Berlin.
Rund drei Jahre nach meinem Umzug nach Berlin, habe ich aktuell so etwas wie eine zärtliche
Romanze mit dieser Stadt.
Ich weiß nicht genau ob diese Emotion von mir ausging oder doch eher von dieser
abgetakelten, durchtriebenen Schlampe Namens Berlin.
Hatte ich bisher meine Ohren immer auf Durchzug geschaltet, wenn beispielsweise S., oder auch anderer Freunde und Bekannte, hymnisch von Berlin schwärmten oder demonstrativ eine Hasskappe bei Gesprächen dieser Art aufgesetzt, so bin ich aktuell sehr milde gestimmt und
trage eine rosarote Brille.
Nicht das Berlin auf einmal schöner geworden wäre, die allgegenwärtigen Spannungen erträglicher oder die Anzahl der alltäglich zu beobachteten unschönen Szenen geringer.
Trotzdem ist auf einmal der Knoten geplatz und es scheint so , das ich mich hier
aktuell zu hause fühle.

Berlin war für mich immer weiblich.
Eine abgetakelte, garstige verlebte Schlampe, mit zu viel billiger Schminke, zu süßlichem Parfüm, zu heiserem Lachen und zu dreisten Umgangsformen.
Eine Dame die zu viel billigen Fusel getrunken und mit zu vielen Männern namenst Wilhelm, Adolf, Walter etc. geschlafen hat.
Männer die ihr alles versprochen haben, große Pläne mit ihr hatten und sie schließlich doch
blutig zusammengeschlagen auf dem Badezimmer-Fußboden liegenließen.
Berlin ist aber immer wieder aufgestanden, hat die Zähne zusammen gebissen und ist wieder von vorne angefangen.
War ihr guter Ruf auch ruiniert, ihr Image angekratzt, Berlin gab nicht auf.
Gelegentlich blinzelt noch die verflossene Schönheit unter ihrer zerstörten Fassade hindurch und vielleicht habe ich plötzlich ihre verzweifelte Einsamkeit, ihr Wissen von den Gefahren der Verführung und Ihr großes Herz erkannt.

S. ist eine sehr attraktive Dame in den besten Jahren mit vielen beneidenswerten Charaktereigenchaften.
Mir ist Sie außerdem eine liebe Freundin und treue Weggefährtin.
Zu ihren Schwächen zählt allerdings ihr schlechter Männergeschmack. Sie schwärmt
für den Tschetschenenmörder Wladimir Putin und den Gaspromfürsten und Bundeskanzler a.D.Gerhardt Schröder.
S. ist Dozentin an einer privaten Hochschule, nach Aussage der IHK einer der Besten ihres Faches und bei ihren Schülern als eine kompetente und disziplinierte Fachkraft bekannt.
Zu S. Grundprinzipien gehört es berufliche und private Belange strikt von einander getrennt zu halten.
Am vergangenen Wochenende besuchte S., im leicht angeheiterten Zustand, mit einigen Freundinnen eine bekannte berliner Edel-Diskothek .
Schon nach kurzer Zeit begegnete sie einigen Schülern ihrer Klasse .
Vor Schreck erstarrt und um ihren guten Ruf besorgt warf sie, den erstaunten und erfreuten Schülern, nur ein flüchtiges Hallo entgegen und begab sich umgehend auf die Flucht in Richtung Tanzfläche.

Dort angekommen wurde S. schnell bewußt das ihr erhöhter Alkoholpegel nur bedingt mit den schnellen Rythmen der in diesem Club angesagten Musik harmoniert.
Nur Mühsam gelang es ihr das Gleichgewicht zu halten, während sie gleichzeitig von einer Meute alternden Playboys bedrängt wurde.
Unter den neugierigen Blicken ihrer Schüler, die es sich auf einer über der Tanzfläche befindlichen Balustrade bequem gemacht hatten, war S. , im grellen Discolicht, in einen verzweifelten Zweifrontenkrieg verwickelt und mußte gleichzeitig den anstürmenden Testosteronangriff abwehren und sich zusätzlich darum bemühen ihren Hüftschwung den Launen des DJ´s anzupassen.
Bis jetzt ist mir noch nicht bekannt ob sich diese delikate Szene auf S. Reputation und Autorität als Pädagogin ausgewirkt hat.