Meine neue Homepage

Oktober 28, 2006

Meine alte Homepage erstrahlt im neuen Glanz.

Dank an den Webmaster des Jahrtausends, Mr. Daniel Fallenstein.

Daniel nimmt auch gerne neue Aufträge entgegen.

Wenn Ihr auch so eine schöne Homepage haben möchtet, dann meldet Euch bei Ihm.

Fallenstein.daniel@gmail.com
http://e-pluribus-unum.info

Germaschka

Oktober 20, 2006


Germaschka, so titulierte der ukrainischen Schriftstellers Jury Andruchowytsch in seinem Buch „Das letzte Territorium“, vor einigen Jahren die Bundesrepublik Deutschland.

Ich habe mich dieser Tage ,anläßlich der aktuellen Pseudodebatte innerhalb der akademisch-publizistischen Kunstlandschaft über die sogenannte neue Unterschicht, wieder an diesen Neologismus erinnert und umgehend bei
Andruchowytsch nachgeschlagen.
In seinem Essayband schreibt der freigeistige Gallizier folgendes.
INTERVIEW MIT JURY ANDRUCHOWYTSCH.
BRESLAU/POLEN, OKTOBER „2003
„Warum erinnert Deutschland immer mehr an Germaschka? Warum ist es zehn jahre später soviel weiter nach Osten gerutscht? Warum hat es seinen westlichen Glanz verloren, ohne von der Wärme des Ostens dazugewonnen zu haben?“

Besser kann man diese Frage eigentlich nicht formulieren.
Manchmal ist der Blick von Außen eben doch erfrischender als die inzestiöse innenpolitische Debatte!

Jury Andruchowytsch
Das letzte Territorium
Essays
edition suhrkamp
2003


Heute , im Laufe des Tages, hat irgendwo zwischen San Diego oder Bangor/Maine, zwischen Seattle oder Miami,
der 300 millionste US-Bürger das Licht der Welt erblickt.
Die USA sind und bleiben , gemessen an der Bevölkerungszahl, die drittgrößte Nation des Erdballs.
Sie sind noch die führende Supermacht .
Politisch, Militärisch und Ökonomisch.
Auch der kulturelle Einfluß dieser Tochter Europas, wie De Gaulle es einmal ausgedrückt hat, ist und bleibt unangefochten.
Der American Way of Life hat bisher nichts an seiner Ausstrahlung-und Anziehungskraft verloren.
Selbst pathologische US-Hasser nutzen bei der Verbreitung Ihres manischen Yankee-Bashings,
die technologischen Errungschaften dieses Lebensstils, wie beispielsweise das Internet.
Millionen von Neueinwanderern strömen jährlich in das Land.
Sie kommen als Illegale über den Rio Grande, als Spitzenwissenschaftler mit Arbeitsvisa, oder
aber als Greencardholder, aus Gründen die so unterschiedlich sind wie die Herkunfstländer und die betreffenden Personen selbst.
Unter diesen Neueinwanderern gibt es Hindus, Muslime,Juden Budhisten, Katholiken, Protestanten, Agnostiker und Atheisten.

Im Gegensatz zu den alternden und stagnierenden Staaten des alten Europas, sind die USA immer noch die demographisch am schnellsten wachsende und jüngste Gesellschaft des Westens.
Trotz dieser demographischen Kennziffern sind immer noch weite Teile der Vereinigten Staaten unberührt.
Lediglich 31Menschen tummeln sich dort auf einem Km², in der Bundesrepublik beispielsweise 230.
In Mecklenburg-Vorpommern, dem dünnbesiedelsten Bundesland, leben ca. 76 Menschen pro Km², was man hirzulande schon als Menschenleer empfindet.
Die US-Bevölkerung ist in ständiger Bewegung, sowohl geographisch, als auch sozial und vor allem kulturell.
Schon seit Jahrzehnten zieht es die US-Bürger in den Süden und Südwesten, auf der Suche nach einem individuellen Platz an der Sonne.
Florida, Nevada, Kalifornien, Texas und Georgia zählen zu den am schnellsten anwachsenden Bundesstaaten.
Die hispanische Bevölkerung explodiert geradezu und verändert zusammen mit der asiatischen Einwanderung das ethnographische Gesicht der USA nachhaltig.
Die sogenannten Multi-Minoritäten Staaten werden immer zahlreicher, die meisten US-Metropolen sind schon überwiegend afro-hispanisch oder hispanisch-asiatisch geprägt.
Mobilität und Flexibilität, basierend auf einem nahezu lebenslangen und alle gesellschaftlichen Bereiche penetrierenden Konkurrenzkampf, sind dabei einige der Vorraussetzungen für dieses Phänomen.
Grundsätze wie der „Pursuit of Happiness“, also die Verfolgung des persönlichen Glücks, aber auch eine Mentalität die das Leben als Chance und nicht als Risiko betrachtet, einige andere.
1967 wurde der 200 millionste US -Bürger willkommen geheißen.
Damals hatte gerade Robert Kennedy die überkommenen Einwanderungsbestimmungen reformiert.
Einwanderungsbestimmungen mit denen Europäer bevorzugt wurden.
Die Tore wurden weit aufgestoßen für Millionen von Chinesen, Mexikanern, Indern, Iraner,
Phillipinos, Vietnamesen, Guatemalteken, Domenikanern , Koreaner etc.
Es hat knapp vierzig Jahre gedauert um die Bevölkerung auf weitere 100 Millionen anwachsen zu lassen.
Die US-Bevölkerung ist nicht nur einer der ethnisch und religiös vielfältigsten Gesellschaften der Erde, sie ist auch einer der Erfolgreichsten geblieben.
Gerade auch dann , wenn man sich mit deren Schattenseiten und erst recht mit der Geschichte der Menschheit auseinandersetzt.
Die Bereitschaft zur Veränderung ist in diesem Prozess schon angelegt.
In etwa 35 Jahren werden die USA 400 Millionen Einwohner zählen.
Das Land wird dann ein anderes sein als heute.
Die sog. Weißen werden dann nur noch die Hälfte der US-Bevölkerung ausmachen.
Sollten die USA dann nicht mehr die global Weltmacht sein, sondern beispielsweise die VR China, dann könnte es sein, das so manche Europäer mit Nostalgie den guten alten Tagen nachtrauern.
Den guten alten Tagen ,als der Wind noch vom Westen kam.

S. ist zurück aus Montenegro.
Endlich!
Zufällig hatte Sie meinen alten Kumpel P. aus Hamburg dort getroffen.
Er dreht aktuell dort unten einen neuen Film.
S. hatte also die Gelegenheit nicht nur die montenigrinische Gastfreundschaft, die Schönheiten
der Landschaft, sondern auch noch die Bekanntschaft mit Menschen vom Film zu machen.
Leider wurde Ihr bisher noch keine Rolle angeboten.
Nun gut .
Ihr Urteil über die Fimcrew fiel bescheiden aus.
Bis auf P. ,fand Sie die meisten seiner Kollegen langweilig und ungebildet.
Montenegro hat Ihr allerdings gut gefallen.
Lediglich die Tatsache ,das es sich bei dieser jüngsten Nation Europas um ein Urlaubsparadies
für die Angehörigen der russischen Mafia handelt , stieß Ihr bisweilen bitter auf.
Besonders deren architektonischer Geschmack, in Form von abstrusen Neu-und Hotelbauten an der unberührten Adria-Küste, störte das ästhetische Empfinden der Traumpädagogin.
Auf jeden Fall fand S. unter der Sonne Südslawiens Erholung und Entspannung.
Besonders nach Ihrem furchtbaren mecklenburger Intermezzo.
S. ,schön das Du wieder hier bist.


Letzte Woche ist jetzt endlich der Artikel über die NPD-Zentrale erschienen.
Im Rheinischen Merkur(Auf der Homepage einsehbar).
Ich kann mich nicht erinnern bisher an einer arbeitsintensiveren Story gesessen zu haben.
Wirklich bis zur letzten Minute.
Vor vier Monaten begannen D.S und ich mit der Recherche.
Anfangs sollte der Titel“Unser Nachbar NPD“ heißen.
Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen, nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, wurde die Reportage umgetauft.
Aber lest doch bitte selbst.
Es gab bisher schon einige interessante Reaktionen.
Auf Eure bin ich sehr gespannt.

UDO VOIGT Vor dem Gebäude des neuen NPD-Schulungszentrums auf dem Gelände der NPD-Bundeszentrale in Berlin-Köpenick.