Zitat des Tages

April 30, 2007

“ Unser Neid dauert stets länger als das Glück derer, die wir beneiden…“

Francois de La Rochefoucauld

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Mick Jagger findet sein Leben langweilig.

 http://de.news.yahoo.com/30042007/3/mick-jagger-findet-leben-langweilig.html

Mick Jagger als Mensch fanden auch schon andere Zeitgenossen langweilig. Zum Beispiel Truman Capote. Siehe Blogeintrag vom 20.02.07:

 https://ramonschack.wordpress.com/2007/02/page/3/

Auf den Straßen im Wrangelkiez ist die Polizei omnipräsent. Einige Anwohner werden genötigt ihre Personalausweise zu präsentieren. Drollige Straßenkinder laufen auf und ab, bieten der Polizei ihre Mithilfe an und machen auf verdächtige Elemente aufmerksam.

Gelegentlich ertönt eine sächselnde Stimme, aus dem Manschaftswagen, per Megaphon:“Der Volvo fährt bitte weiter!“.So , oder so ähnlich präsentiert sich die Staatsmacht, am Vorabend des 20ig jährigen Jubiläums der Krawalle von 1987. Wie immer ist das Straßenleben bunt, vielfältig, anregend. Wie immer, ohne zu Sozialromantik neigend, bin ich fasziniert von dem Umgang der Menschen hier miteinander.Fast möchte ich den abgedroschenen, ideologisch mißbrauchten Begriff „Solidarität“ verwenden. Und Solidarität ist ja bekanntlich, auch ohne die politischen Gebrauchsleiche Ernesto Che Guevara, die Zärtlichkeit der Völker.  

  

Morgen, am 29.04.07 um 10:00 Uhr, findet eine Demo gegen den Völkermord in Dafur statt. Die perversen Pazifisten, der sog. Friedensbewegung, haben dieses Ereignis völlig verschlafen. Nun ja, diesesmal kann man ja auch keine Ami-Flaggen verbrennen. Macht heute Abend nicht zu lange, seit morgen dabei. Die Menschen in Dafur werden es Euch danken.

Weitere Infos entnehmt Ihr bitte dem Link:

www.dafurgruppe.org

Ein alter Herr lief heute stockend über eine Straßenkreuzung in Schöneberg.An der Ampel geriet er ins taumeln und fiel zu Boden.Einige Passanten liefen achtlos vorbei.Ich rannte quer über die Straße und half dem Mann auf die Beine. Er bedankte sich, gemeinsam überquerten wir die Straße ,hinüber zum Bürgersteig. “   Ich dachte jetzt wäre es soweit. Der Tod wäre gekommen.Ich bin 89 Jahre alt, von meinen Freunden und Verwandten ist niemand mehr am Leben. Der Tod ist schon bei mir, ganz dicht, ich schmecke ihn jeden Morgen wenn ich aufwache. Der Tod schmeckt nach Olivenöl!“

Unruhen in Estland

April 27, 2007

In Estland kam es zu den schwersten Unruhen seit der Unabhängigkeit 1991. Ein Mensch kam ums Leben, dutzende wurden verletzt, der Sachschaden geht in die Millionenhöhe.

Auslöser, für diesen Ausbruch eruptiver Gewalt, war die Entfernung, bzw. die Verlegung ,eines stalinistischen  Denkmals aus sowjetischer Zeit.Ursache dürften die unterschwelligen Spannungen zwischen den Esten und der russophonen Minderheit sein.

Im vergangen Jahr habe ich Estland zweimal bereist. Unter Anderem habe ich eine Reportage über die Situation der Staatenlosen angefertigt. Lesebefehl:

 http://www.das-parlament.de/2006/15-16/Ausland/002.html

http://www.nzz.ch/2007/04/27/al/newzzF108Y27J-12.html

Zitat des Tages

April 26, 2007

“ Gedanken ,die gut sichtbar sind, sind oft nicht gern gesehen.“

 Stanislaw Jerzy Lec

Der amerikanische Starjournalist David Halberstam ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Seine Bücher und Berichterstattungen über den Vietnamkrieg, den 11. September 2001 und Michael Jordan waren und sind Meilensteine der literarischen Reportage.

http://en.wikipedia.org/wiki/David_Halberstam

In Äthiopien kam es heute zu einem blutigen Überfall auf eine chinesische Firma.

http://www.nzz.ch/2007/04/24/al/newzzF0WEI32O-12.html

Anbei mein Interview , mit dem senegalesischen Schriftsteller Adama Gaye, zu diesem Thema.

 http://www.das-parlament.de/2006/46/Ausland/002.html

Spießer sind eine Plage. Linke Spießer eine Geißel Gottes.Heute machte ich ein paar Fotos in Kreuzberg, imWrangelkiez. Plötzlich raste eine Kreatur, ein überaltert wirkender langhaariger Hippietyp ,auf mich zu.„Lösche sofort das Foto!“, schnautze er mich an.“Ich denke gar nicht daran!“, gab ich ihm zur Antwort. “ Die Gestalt kam jetzt drohend auf mich zu, so nahe, das ich einen fauligenMundgeruch vernahm. „Gib mir Deine Kamera, sonst gibt es  Ärger“ raunzte der Idiot. „Ich dulde keine Fotos von mir„. Ich sah mir den Kerl genauer an, studierte die unvorteilhaften Gesichtszüge, die schlampige Kleidung, das agressive Verhalten. Bei dem Herren handelte sich eindeutig um einen Apo-Opi, schon seit 40Jahren in Berlin, früher Hausbesetzer, sich selbst als revolutionäre Avantgarde betrachtend, alles bestreitent ,außer den eigenen Lebensunterhalt.   „Sorry, ich muß Sie leider enttäuschen. Sie sind gar nicht auf dem Bild zu sehen“  erwiederte ich höflich.“Du Yuppie-Arsch!“ grunzte er zurück. „Ich werde das ganze Straßenkollektiv gegen Dich  mobilisieren. Du kommst hier nicht raus!“ zischte der alte Sack. „Und ich werde Dich dahin treten wo Du hingehörst. Auf den Schrotthaufen der Geschichte! Und jetzt verpiss Dich!“, sagte ich im vorbeigehen, während der Alte ,nach Luft ringend, mir entgeistert hinterherblickte.