Artikel des Tages:FTD:Die Crème de la Crème verlässt Deutschland

Juni 24, 2008

Ich habe mich ja schon öfter mit dem Phänomen beschäftigt. Der steigenden Auswanderung von qualifizierten Leistungsträgern aus Deutschland.

Auf dem Weg ins Ausland? Die deutsche Bildungselite.

Heute ist in der FTD folgender Artikel zu finden:

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Auswanderer%20Umfrage%20Cr%E8me%20Cr%E8me%20Deutschland/377278.html

Anbei mein Beitrag zu der Debatte:

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Auswanderer%20Umfrage%20Cr%E8me%20Cr%E8me%20Deutschland/377278.html

 

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6 Responses to “Artikel des Tages:FTD:Die Crème de la Crème verlässt Deutschland”

  1. Klabautermann Says:

    Einige unserer ehrenwerten und verantwortungsvollen Politiker versuchen aber, diesen Negativsaldo wenigstens zahlenmäßig wieder auszugleichen: 😉

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Analphabeten-Sprachtests;art122,2553172

  2. ramonschack Says:

    Hallo Klabautermann,

    es freut mich das Sie hier immer noch mitlesen.

    So ein Saldo kann man nicht ausgleichen.Das ist eine Milchmädchenrechnung.

    In Deutschland ist man weder in der Lage das einheimische, noch das zugewanderte Humankapital zu nutzen.

    Welche schlimmen Folgen ein Braindrain anrichtet, können Sie ja alltäglich im PI-Kommentarbereich erkennen. Wenige Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

    Es besteht kein Grund auf
    Menschen ohne Bildung herabzuschauen. Vielen Menschen weltweit bleibt der Zugang zu Bildungswegen verschlossen.Intelligenz und Bildung sind ohnehin zwei Paar Schuhe.
    Es gibt unglaublich viele gebildete Menschen, ohne Intelligenz und umgekehrt.
    Allerdings,da stimme ich Ihnen möglicherweise zu, ist es in unserem Interesse endlich eine vernünftige Einwanderungspolitik zu etablieren. Ob das gelingt bleibt fraglich.

    Übrigens, wissen Sie eigentlich welches die erfolgreichste Einwanderungsgesellschaft weltweit ist?
    Nein, dann möchte ich es Ihnen verraten. Die Iranische. Das gilt sowohl für die USA, Kanada, Schweden und Israel.
    Bei Bedarf sende ich Ihnen gerne Info-Material.

    Wenn Ihnen unsere Politiker nicht gefallen, weshalb engagieren Sie sich nicht politisch?
    Das ist nicht so einfach wie bei PI zu posten und dort Dampf abzulassen, aber es eröffnet vielleicht neue Horizonte.

    Ich bedanke mich für Ihr Interesse.
    Gruß
    Ramon Schack

  3. Viola Says:

    Ihr Artikel gefällt mir wesentlich besser, Ramon!
    Wie war es denn auf der Palästina-Konferenz?

    LG
    Viola

  4. Klabautermann Says:

    Hallo Herr Schack,

    „Es besteht kein Grund auf
    Menschen ohne Bildung herabzuschauen. Vielen Menschen weltweit bleibt der Zugang zu Bildungswegen verschlossen.Intelligenz und Bildung sind ohnehin zwei Paar Schuhe.
    Es gibt unglaublich viele gebildete Menschen, ohne Intelligenz und umgekehrt.“

    Damit haben Sie vollkomen recht. Das kann ich nur unterschreiben.

    Das Problem ist aber, dass unsere Politiker offenbar zuwenig dafür tun, um diese gut ausgebildeten Menschen im Lande zu halten und scheinbar glauben, dieses Problem durch verstärkte Zuwanderung lösen zu können. Ups – bin ich wegen dieser Äußerungen schon „rechts“ oder „rechtsradikal“?

    „Übrigens, wissen Sie eigentlich welches die erfolgreichste Einwanderungsgesellschaft weltweit ist? Nein, dann möchte ich es Ihnen verraten. Die Iranische.“

    An welchen Kriterien messen Sie denn den Erfolg einer Einwanderungsgesellschaft?

    „Wenn Ihnen unsere Politiker nicht gefallen, weshalb engagieren Sie sich nicht politisch?“

    Da haben Sie recht. Bloß manche Leute müssen studieren, um sich ihr Geld anschließend mittels dieses erworbenen Wissens zu verdienen, während manche Politiker vor lauter Engangement um unser Land nicht dazu kommen. 😉

    http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,561115,00.html

    Leider gibt es häufig nur ein Entweder – oder.

    Gruß

    Klabautermann

  5. Nico Says:

    wenn wir die freie Marktwirtschaft wollen, dann müssen wir doch auch supply and demand akzeptieren.

    Wenn in der Schweiz die Löhne höher sind, warum soll dann nicht ein Facharbeiter Und/oder Manager dorthin auswandern??

    Die Diskussion um die Auswanderung sind für mich lauter Krokodilstränen….

    Haben wir nun eine Tendenz zur Globalisierung oder haben wir Sie nicht???

    Ein bisschen schwanger gibt es nicht…

    Ein anderer Aspekt ist die Einwanderungspolitik in Deutschland. Hier sollte man sicherlich die Gesetze ändern.

    Aber warum ruft man bei dem Thema Auswanderer nach der Politik:-)

    Da sind doch wohl die Unternehmer gefragt oder rufen die Neoliberalen nach der Planwirtschaft???

    Ein ausgewogener Beitrag mit ein ganzheitlichen Betrachtung ist von Straubhaar (selbst Schweizer Migrant in Deutschland 🙂 ) zu finden:

    „Grund zur Panik gibt es aber offenbar nicht: Zwar sei der Anteil der Hochqualifizierten unter den Auswanderern leicht gestiegen und höher als ihr Anteil an der deutschen Gesamtbevölkerung, so die neueste Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, aber die meisten kehrten wieder zurück. Vier Fünftel der deutschen Wissenschaftler hielten sich weniger als ein Jahr im Ausland auf. Den Trend zur Auswanderung auf Zeit bestätigt auch HWWI-Direktor Straubhaar. Jüngere Menschen verließen Deutschland, etwas Ältere kehrten zurück. „Auswandern bedeutet heute nicht mehr wie noch vor 50 Jahren eine Lebensentscheidung ein für alle Mal, sondern eher ein Mosaikstein einer lebenslangen Mobilitätsstrategie.“ Diese neue Mobilität der Deutschen findet der Wissenschaftler, selbst Schweizer Emigrant in Hamburg, eher ermutigend als Besorgnis erregend. „Seit Jahrzehnten sagen wir den jungen Menschen, wie wichtig es ist, ins Ausland zu gehen und Erfahrungen zu sammeln. Jetzt ist die Saat aufgegangen.“

    aus:http://www.focus.de/jobs/karriere/arbeitenimausland/auswandern-wir-sind-schon-weg_aid_219996.html

    Übrigens UK verzeichnet auch hohe Auswanderungsraten.

    Und was ist eigentlich mit den Polen in U.K. :

    Die kehren derzeit in Ihr Heimatland zurück….

    Ähnliche Wanderungsbewegungen gab es bereits in den neunziger Jahren als die Iren wieder in Ihr Heimatland zurückgekehrt sind.

    Ein bisschen mehr Fakten und Sachlichkeit wäre bei dem Thema Auswanderung zu wünschen.

    Aber da RTL und die anderen trash-Sender nach wie vor hohe Quoten bei den „Auswanderer-Soaps“ verzeichnen, bleibt das Thema immer noch „in „.

  6. Matsch Says:

    „die erfolgreichste Einwanderungsgesellschaft“

    Sie meinen vermutlich, wer die ‚erfolgreichsten Auswanderer‘ stellt.

    Da kommt es ja auch ganz entscheidend darauf an, welche Bedingungen im Heimatland herrschen, aus welchen Gründen Menschen ihr Land verlassen. Armutsmigration ist es sicherlich nicht, was die iranischen Eliten ausser Landes getrieben hat. Zum anderen tut das Aufnahmeland schon auch etwas zur Sache, ob es die nötigen Entfaltungsmöglichkeiten für leistungsbereite und leistungsfähige Menschen bietet. Ich habe nicht den Eindruck als hätten sich die iranischen Exilanten ihr neues Heimatland nach der Höhe der Sozialhilfesätze ausgesucht.

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