Shai Agassi-Ein Mann mit Visionen

Juli 24, 2008

Shai Agassi ist ein Unternehmer nach meinem Geschmack. Ein Mann mit Visionen.

Agassi hat einen Traum. Wenn alles so läuft, wie er es sich vorstellt, fahren bald nur noch Autos durch die Welt, die kein Benzin mehr brauchen und mit einer Batterie betrieben werden.

Weltweit stößt seine Idee auf großes Interesse. Weltweit, bis auf Deutschland. Ist natürlich auch kein Wunder. Die deutsche Angst vor Risiken, vor Veränderungen, vor kühnen Projekten, grault ja schon die eigenen Leistungsträger aus dem Land. Bei uns dominieren halt Amtsschimmel und Bedenkenträgerei.

Lesebefehl:http://www.ftd.de/unternehmen/autoindustrie/:Agenda_Antrieb_aus_der_Steckdose/389606.html

Agassi ist übrigens Israeli iranischer Herkunft. Die iranische Einwanderung nach Israel ist eine Erfolgsgeschichte.

Vor einigen Jahren habe ich mich mit David Menashri, einem der führenden Iran-Experten weltweit, über dieses Thema unterhalten.

Lesebfehl:http://www.nahost-politik.de/iran/juden-1.htm

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3 Responses to “Shai Agassi-Ein Mann mit Visionen”

  1. Nicolao Coelho Says:

    Mein Zitat des Tages:

    Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen

    von H.S.

    „Bei uns dominieren halt Amtsschimmel und Bedenkenträgerei.“

    Diesen Satz kann man leider nicht so stehen lassen:

    Sicherlich ist die deutsche Methode Innovationen anzuschieben und umzusetzen eine etwas andere als die US-Methode.

    Man macht in Deutschland auch weniger “ Lärm um viel „.

    Unternehmen , wie z.B. Continental/Schaeffergruppe oder auch Bosch sind im Bereich Elektroauto schon viel weiter als in der Öffentlichkeit bekannt.

    Es ist auch vielfach nicht bekannt, dass z.B. in der Autoherstellung die Automobilhersteller z.T. wie beim Smart nur noch 30% der Wertschöpfung bei der Produktion erreichen, soll heißen die vielfache unbekannte Zulieferer gewinnen immer mehr an Bedeutung und verfügen bereits über ein hohes Innovationspotential.

    Daher nur auf VW/Daimler/BMW zu schauen und deren vermeintliche “ Angst “ vor Veränderungen zu konstatieren, schränkt den Blickwinkel, auf dass was derzeit in Deutschland passiert erheblich ein.

    Das Projekt von Agassi ist sicherlich interessant, aber wenn ich Konkurrent von Agassi wäre, ist es doch wohl selbstverständlich, dass ich nicht unbedingt wohlwohlend auf seine Ideen reagieren, wenn ich meine innovativen Produkte auch an den Kunden bringen will.

    Und damit hier die Bodenhaftung nicht verloren geht, hier ein Zitat aus dem FTD Artikel von einem Consultant von Booz und Company (ein US-Unternehmen):

    „Doch der Einsatz beim Aufbau der Infrastruktur ist zu hoch, als dass ein Imagegewinn als Rendite ausreichte. Experten haben Zweifel, dass sich die Aufwendungen rechnen: „Es ist vor allem fraglich, ob der Aufbau von Batteriewechselstationen sinnvoll ist. In drei bis fünf Jahren gibt es angesichts der technischen Entwicklung der Akkus keine Probleme mehr mit der Reichweite“, sagt Rolf Adam von der Unternehmensberatung Booz & Company. „Die massiven Investitionen in die Infrastruktur werden sich aber so kaum schnell bezahlt machen.“

    In leichter Veränderung des bekannten Werbezitates für Baden-Württemberg:

    Wir können alles außer Hochdeutsch

    kann man vielleicht für Deutschland den Slogan prägen:

    Die Deutschen können alles außer sich in der Öffentlichkeit zu verkaufen.

    Da Sie lieber Ramon PR-Experte sind, würden Sie diesen Satz sicherlich voll unterschreiben.

    Dennoch

  2. Nicolao Coelho Says:

    dieser Satz wurde abgeschnitten:

    Dennoch der Ansatz von Agassi ist sehr interessant.

    Vielleicht gelingt es auch die Elektroautos analog den “ call-a-bike “ Fahrrädern der DB anzubieten, à la car-sharing

  3. ramonschack Says:

    Lieber Nico,

    danke für Ihren interessanten, wie immer qualifizierten, Kommentar.

    „Unternehmen , wie z.B. Continental/Schaeffergruppe oder auch Bosch sind im Bereich Elektroauto schon viel weiter als in der Öffentlichkeit bekannt.“

    Mit solchen Bemerkungen machen Sie mich eugierig. Plaudrn Sie doch bitte einmal aus dem Nähkästchen.

    Ich finde es schmeichelhaft, von Ihnen als PR-Experte tituliert zu werden.

    Unabhängig davon, die Kunst der PR ist in Deutschland nahezu unbekannt.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

    Geht es bald in den Jahresurlaub, in die Sommerfrische?

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