Der Kaukasuskrieg aus der Perspektive des Völkerrechts

August 17, 2008

  

Während meines Studiums des Völkerrechts, der Politikwissenschaft und der Osteuropäistik, an der Universität Hamburg, besuchte ich auch die Vorlesungen von Prof. Dr. Luchterhandt.

Diese Vorleseungen gehörten zu den Highlights meiner akademischen Laufbahn.

Otto Luchterhandt ist nicht nur ein brillianter Jurist, mit dem Schwerpunkt Völkerrecht, sondern auch ein herausragender akademischer Lehrkörper, welcher heute an deutschen Hochschulen eher die Ausnahme als die Regel darstellt.

Luchterhandt verstand es, uns Studenten damals in den 1990er Jahren, auch die politischen, kulturellen, ethnischen und geographischen Gegebenheiten, auf akademisch höchstem Niveau, vor allem aber unterhaltsam, zu erläutern.     

Prof. Dr. Luchterhandt war an der Ausarbeitung der Verfassungen diverser osteuropäischer Staaten beteiligt, nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. 

Anbei ein interessantes Interview mit Prof. Dr. Luchterhandt, zum aktuellen Kaukasus-Konflikt, aus der Perspektive des Völkerrechts:

Lesebefehl:http://www.tagesschau.de/ausland/voelkermord100.html

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3 Responses to “Der Kaukasuskrieg aus der Perspektive des Völkerrechts”

  1. markusoliver Says:

    Das Völkerrecht ist Quatsch, es ist und war immer die Willkür der Mächtigen. Dem Völkerrecht fehlt auch jeder materielle Gehalt, der es zum Recht macht. Was unterscheidet denn bitte Recht von Willkür?

    Es ist die causa, die Beziehung von Ursache und Wirkung, die der Vernunft folgt und die Willkür zu Recht werden lässt.

    Dem Völkerrecht fehlt jede Vernunft. Es ist der Versuch das Politische „gerechter“ zu machen und es damit zu depolitisieren. Das hat noch nie geklappt und wird auch nie klappen. Es ist eine Farce.

    Die Urteile des Internationalen Gerichtshofes werden nicht ohne Grund ständig ignoriert.

  2. ramonschack Says:

    Lieber Markus,

    es ist jetzt Deine Aufgabe, das Völkerrecht auf eine solide Grundlage zu stellen.An die Arbeit. Anmut spare nicht, noch Mühe..“

  3. markusoliver Says:

    Das ist eine unmögliche Aufgabe. Es ist genauso unmöglich wie die Politik durch das Recht zu ersetzen.

    Mehr „Recht“ führt doch nicht zu mehr „Gerechtigkeit“, das ist ein gewaltiger Irrglaube. Mehr „Recht“ führt höchstens zu mehr Willkür, jedenfalls wenn man politische Institutionen zu verrechtlichen Versucht. Die Völkerrechtler hören das nicht gerne, werden aber immer und immer wieder auf Neue beim Internationalen Gerichtshof von der Realität eingeholt.

    Die Politik kann sich dem „Völkerrecht“ gar nicht unterordnen, weil es Sachzwänge gibt die dagegen sprechen.

    In Deutschland ist der Hang zum „Völkerrecht“ besonders ausgeprägt, weil man Deutschland in Nürnberg damit überzogen hat. Andere Staaten wie die USA oder Russland sehen das zu Recht ganz anders.

    Im Buch von Ulrich Haltern: Europarecht – Dogamtik im Kontext (meiner Meinung nach das beste juristische Buch überhaupt, noch besser als das legendäre Buch von Roxin im Strafrecht, des Nobelpreises würdig), hat Haltern das Zusammenspiel von Recht und Politik eindrucksvoll dargelegt. Wer das gelesen hat, sieht die „Verrechtlichung“ der politischen Systeme mit weit größerer Skepsis.

    Völkerrechtler können die „Fehler“ in ihrer Denke nicht eingestehen, weil sie dann auch eigenes mangelhaftes Verständnis darlegen würden. Die Ergebnisse des Internationalen Gerichtshofes sprechen aber eine deutliche und unmissverständliche Sprache.

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