Pi-News.net:Der Anti-Islamisierungskongress in Köln:“Karneval der ewiggestrigen Knallköpfe“

September 19, 2008


Die Stadt Köln erlebt dieser Tage einen Karneval der besonderen Art, außerhalb der sog. „Fünften Jahreszeit“.

Statt einer heiteren Grundstimmung, einer ausgelassenen, jecken, Atmosphäre, dominieren nun grießgrämige Gesichtszüge, herabhängende Mundwinkel, flackernde Augenlider. Die Gäste dieses Karnevals tragen auch keine Kostüme, Karikaturen kan man auch nicht karikieren, sondern Schilder.  

Diverse Gruppierungen, rechtspopulistischer, nationalkonservativer und rechtsradikaler Provinienz, treffen sich dort zu dem sogenannten „Anti-Islamisierungskongress“.
Gastgeber ist die Partei Pro-Köln, einst aus der völkischen Deutschen Liga für Volk und Heimat hervorgegangen, inzwischen in Fraktionstärke im Kölner Stadtrat vertreten, angereichert durch „Besorgte Bürger“ und diverse andere Restbestände eines verwirrten, entwurzelten Elektorates.

Unterdessen hat sich die berüchtigte Website PI zu einer Art Werbemedium für Pro-Köln entwickelt. Da wächst zusammen was zusammengehört.

http://www.pi-news.net/2008/09/im-gespraech-joerg-uckermann/

Neben ideologischen Schnittmengen, haben beide Gruppierungen mit dem Verfassungsschutz zu tun. Pro Köln wird von dem Verfassungsschutz in NRW beobachtet, PI gilt als vermeintlich verfassungsfeindlich.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,556292,00.html

Ich selbst habe mich ja vor einigen Monaten, im Deutschen Bundestag, mit dem MdB SPD Sebastian Edathy, über die Aktivitäten von PI unterhalten.

Foto:Deutscher Bundestag:Ramon Schack im Gespräch mit dem MdB Sebastian Edathy, dem Vorsitzenden des Bundestagsinnenausschusses. All Rights Reserved.

Pi ein Fall für den Verfassungsschutz?Das kann man begrüßen, man kann es auch ablehnen. Es bleibt ein Faktum.

Diese Entwicklung kommt für mich allerdings nicht überraschend.

In den vergangenen 12 Monaten hatte ich persönlich reichlich Gelegenheit, mich über die politische Kompetenz, die moralische Integrität und die Aufrichtigkeit von Stefan Herre, seinen Mitstreitern,bzw. von einigen seiner Leser, zu überzeugen. Verleumdungen und Morddrohungen inklusive. 

Insbesondere nach dem Erscheinen meines Artikels- über PI- in der Netzeitung. http://www.netzeitung.de/internet/753911.html

Nun, in der Angelegenheit ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Im Gegenteil!!

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich gerne an die Worte von Jens v. Wichtingen, dem ehemaligen PI-Mitarbeiter:https://ramonschack.wordpress.com/2007/11/05/politically-incorrectjens-von-wichtingen-steigt-ausein-gastbeitrag/ 

Man sollte diese Gruppierungen weiterhin intensiv beobachten, in naher Zukunft bricht dieses Kartenhaus sowieso zusammen, dem erwähnten Kongress, diesem Karneval der ewiggestrigen Knallköpfe,  aber nicht zu viel Aufmerksamkeit zuwenden.

Viel interessanter erscheint mir die Erklärung von Ralph Giordano:http://hpd.de/node/5304

 Ach übrigens, dieser Text wurde auch auf PI abgedruckt, mit dem Hinweis:“So haben wir uns entschlossen, der über seinen Verlag geäußerten Bitte zur Veröffentlichung des folgenden Textes ebenfalls nachzukommen …“.

Ich konnte mir es ehrlich gesagt nicht vorstellen. Das renomierte Verlagshaus Kiepenheuer und Witsch bittet eine vermeintlich verfassungsfeindliche Website, in deren Kommentarbereich zur „Endlösung der Moslemfrage aufgerufen wird“ und ähnliches, um die Veröffentlichung von Texten?

Ich führte daraufhin zwei Telefongespräche. Mit Ralph Giordano und mit der Pressestelle des Verlages. Ralph Giordano erhält dieser Tage einen Brief von mir.“Für E-Mails bin ich zu alt!“, sagte mir der Autor der Bertinis lachend. In diesem Brief werde ich Herrn Giordano ausührlich und detailliert meine Erfahrungen mit PI und mit Stefan Herre erläutern.

Der Cheflektor des Verlagshauses  schrieb mir in einer Mail, als Antwort auf meine Nachfrage, bezüglich der angeblichen Bitte an PI:“In Wahrheit haben wir PI – wie einer ganzen Reihe anderer Medien – auf die Bitte unseres Autors Ralph Giordano hin lediglich dessen Erklärung zur „Anti-Islamisierungskonferenz“ zugeschickt. „

Na ja, mit der Wahrheit nimmt man es bei PI halt nicht so genau.

Fast bin ich mir sicher, zukünftig wird man dort, gerade auf Bitte von Ralph Giordano, PI aus dem Verteiler entfernen.

Advertisements

4 Responses to “Pi-News.net:Der Anti-Islamisierungskongress in Köln:“Karneval der ewiggestrigen Knallköpfe“”

  1. Josh Says:

    Hat der Verlag nicht juristische Schritte gegen PI eingeleitet?

  2. TINA Says:

    Lieber Ramon,

    vielen Dank für die vorzügliche Aufklärungsarbeit, bezüglich PI,Islamophopie,Fanatismus. Sie haben damit viele Menschen für das Thema sensibilisiert.
    VERFASSUNGSFEINDE RAUS AUS UNSEREN, ÄMTERN,BEHÖRDEN UND DIENSTSTELLEN!


  3. […] Der Anti-Islamisierungskongress in Köln:”Karneval der ewiggestrigen Knallköpfe”Ramon zu den PI-Rassisten und die Brüder in Köln… […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s