Liebe Leser,
seit geraumer Zeit leben wir in interessanten Zeiten.
Das kommende Jahr 2009 verspricht ebenfalls sehr interessant zu werden.  „Ich wünsche dir, in einer interessanten Zeit zu leben” lautet ein chinesischer Fluch.

Nach dem chinesischen Kalender geht das Jahr der Ratte zu Ende, das Jahr des Büffels steht bevor.

 

 Wohl wissend, dass  das europäische und ostasiatische Neujahrsfest zeitlich nicht ganz übereinstimmen , möchte ich mit diesem Hinweis einem Kulturkreis huldigen, dem im Zuge der unvermeidlichen  Globalisierung eine dramatische Bedeutung zukommt.

http://www.chinakalender.de/bueffel-rind.html

Wir alle erleben  jetzt die dramatischen Verschiebungen des globalen Machtgefüges, deren Zeugen wir sind, deren Folgen und Auswirkungen aber die wenigsten noch erfassen können. 

Unsere Zeit macht uns zu Chronisten einer Welt im Aufbruch, aber auch einer Welt in Auflösung.

Diese Entwicklung enthält Chancen und Risiken. 

Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorherzusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein“,  lautet ein Zitat von Perikles.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

 

Sylvester 2007/2008 von Ihnen.

Herzlichst

Ramon Schack

 

 

 

54

Advertisements

Welche Religion ich bekenne? Keine von allen,
die du mir nennst. – Und warum keine? –
Aus Religion.

  Friedrich von Schiller

 

Do The Hustle

Der Kampf um Gaza eskaliert.In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe gezielt die Ministerien der Hamas bombardiert und zerstört.

Unterdessen wächst die Wut der sogenannten“Arabischen Straße“, also der brodelnden Volksmassen in den sogenannten „moderaten arabischen Staaten“, die von George W. Bush, als Krönung seiner ruhmreichen Amtszeit, geradezu mit Waffen überschüttet werden.

FOTO:Geld regiert die Welt:Bush und die Wahabiten

Es ist nur bedauerlich, dass diese autokratischen und feudalen Regime, in absehbarer Zukunft, zusammenbrechen werden.

Hauptsache die merkantilen Interessen von Dick Cheney und seiner Erdölplutokratie waren und sind gesichert. 

 

Man kann nur hoffen, dass die neue US-Regierung eine dringende Neuorientierung der bisherigen  amerikanischenNahost-Politik einleitet. Berater vom Schlage eines Robert Baer, des ehemaligen CIA-Agenten, wären dafür empfehlenswert.   

Lesen Sie dazu auch:

https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa/

Ägypten, unter der Dauerherrschaft Hosni Mubarraks stagnierend, gerät dabei zum Hassobjekt der arabischen Volksmassen. 

Unterdessen schwingt sich sich Gaddafi, der neue Darling des Westens, zum Anwalt der Palästinenser auf, obwohl in Lybien der jahrzehntelang propagierte „Panarabismus“ inzwischen einem diffusen „Panafrikanismus“ als ofizielle Staatsdoktrin abgelöst hat.

Muammar el Gaddafi ist im Westen schon immer weit überschätzt worden. Er war nie ein großer arabischer Volksheld, als der er gern gegolten hätte. Ein paar einfältige Sensationsreporter konnte er mit seinen theatralischen Beduinenauftritten beeindrucken. Der inzwischen verstorbene Jörg Haider, der in seiner Heimat ja nur zu gerne xenophobe Tendenzen instrumentalisierte wenn es ihm nützte, war ja auch ein enger Freund der Gaddafis. 

In den übrigen Staaten der arabisch-islamischen Welt wurde dieser unberechenbare Paranoiker als „Mahbul“, als Verrückter,bezeichnet. Gaddafi mag für seine Untertanen ein weniger blutrünstiger veranlagter Despot sein, als Sadam Hussein es war. Aber harmlos ist dieser Autokrat nicht. Im Gegensatz zu Sadam Hussein, der die eigene Bevölkerung drangsalierte und zahllose Morde im Inland befahl, sich aber niemals als internationaler Terrorist betätigt hat.

Gaddafi hingegen hat Verschwörer, Attentäter, Aufständische und Bombenleger weltweit unterstützt-von Nordirland bis zu den südlichen Philippinen. 

In diesen Tagen entblödet sich eindrucksvoll die völlig verfehlte Nahost-Politik des Westens im Allgemeinen, bzw. der USA im Speziellen.

http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E1B8615E2EC9E4C0B8816F0BB14F46C17~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Der Kampf um Gaza eskaliert.In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe gezielt die Ministerien der Hamas bombardiert und zerstört.

Unterdessen wächst die Wut der sogenannten“Arabischen Straße“, also der brodelnden Volksmassen in den sogenannten „moderaten arabischen Staaten“, die von George W. Bush, als Krönung seiner ruhmreichen Amtszeit, geradezu mit Waffen überschüttet werden.

FOTO:Geld regiert die Welt:Bush und die Wahabiten

Es ist nur bedauerlich, dass diese autokratischen und feudalen Regime, in absehbarer Zukunft, zusammenbrechen werden.

Hauptsache die merkantilen Interessen von Dick Cheney und seiner Erdölplutokratie waren und sind gesichert. 

 

Man kann nur hoffen, dass die neue US-Regierung eine dringende Neuorientierung der bisherigen  amerikanischenNahost-Politik einleitet. Berater vom Schlage eines Robert Baer, des ehemaligen CIA-Agenten, wären dafür empfehlenswert.   

Lesen Sie dazu auch:

https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa/

Ägypten, unter der Dauerherrschaft Hosni Mubarraks stagnierend, gerät dabei zum Hassobjekt der arabischen Volksmassen. 

Unterdessen schwingt sich sich Gaddafi, der neue Darling des Westens, zum Anwalt der Palästinenser auf, obwohl in Lybien der jahrzehntelang propagierte „Panarabismus“ inzwischen einem diffusen „Panafrikanismus“ als ofizielle Staatsdoktrin abgelöst hat.

Muammar el Gaddafi ist im Westen schon immer weit überschätzt worden. Er war nie ein großer arabischer Volksheld, als der er gern gegolten hätte. Ein paar einfältige Sensationsreporter konnte er mit seinen theatralischen Beduinenauftritten beeindrucken. Der inzwischen verstorbene Jörg Haider, der in seiner Heimat ja nur zu gerne xenophobe Tendenzen instrumentalisierte wenn es ihm nützte, war ja auch ein enger Freund der Gaddafis. 

In den übrigen Staaten der arabisch-islamischen Welt wurde dieser unberechenbare Paranoiker als „Mahbul“, als Verrückter,bezeichnet. Gaddafi mag für seine Untertanen ein weniger blutrünstiger veranlagter Despot sein, als Sadam Hussein es war. Aber harmlos ist dieser Autokrat nicht. Im Gegensatz zu Sadam Hussein, der die eigene Bevölkerung drangsalierte und zahllose Morde im Inland befahl, sich aber niemals als internationaler Terrorist betätigt hat.

Gaddafi hingegen hat Verschwörer, Attentäter, Aufständische und Bombenleger weltweit unterstützt-von Nordirland bis zu den südlichen Philippinen. 

In diesen Tagen entblödet sich eindrucksvoll die völlig verfehlte Nahost-Politik des Westens im Allgemeinen, bzw. der USA im Speziellen.

http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E1B8615E2EC9E4C0B8816F0BB14F46C17~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Zitat des Tages

Dezember 29, 2008

Den Menschen sollte es genügen, wenn ihnen Unglück erspart bleibt, wenn keiner einen anderen wie eine Laus zerquetschen und dazu behaupten kann, dies sei höhere geschichtliche Notwendigkeit, lediglich ein Übergangsstadium zu künftiger Vollkommenheit oder aber gar nicht wahr und nur feindliche Propaganda.

Stanislaw Lem

Gaza-Tage und Nächte in einem besetzten Land“  lautete der Titel des Buches   der israelischen Journalisten Amira Hass.

Amira Hass lebt in Gaza und berichtet von den Folgen der israelischen Luftangriffe in der linksliberalen Tageszeitung Haaretz/Das Land.

http://www.haaretz.com/hasen/spages/1050688.html

Diese Berichterstattung ist nicht nur dem persönlichen Mut von Frau Hass zu verdanken, sondern auch der Pressefreiheit in Israel.

Einer Pressefreiheit die gelegentlich zwar unter Einschränkungen leidet,aber niemals ernsthaft gefährdet war oder ist, gerade auch in Zeiten des Krieges.

Gaza ist heute kein besetztes Land mehr.  Vor einigen Jahren räümte Israel die israelischen Siedlungsenklaven, teilweise mit Gewalt.    

Der damalige Ministerpräsident Sharon hatte Klugheit und Standfestigkeit demonstriert, als er die jüdischen Siedler aus dem übervölkerten Gaza-Streifen evakuieren ließ. Eine Klugheit und Standfestigkeit die man diesem umstrittenen Mann nicht mehr zugetraut hätte.

Sharon war der eigentliche Verantwortliche für den desaströsen Libanon-Feldzug im Jahr 1982, um ihm haftete weiterhin die Schuldzuweisung am Massaker unter den Palästinensern in den Flüchtlingslagern von Sabra und Shatila an.

Damals begrüßte die schiitische Bevölkerung des Südlibanons die israelische Armee als eine Art Befreier vom palästinensischen Terror. Die PLO im Sdlibanon wurde damals ausgeschaltet, aber ein für Israel viel gefährlicherer Gegner, die schiitische und pro-iranische Hizbullah, wuchs heran. 

Sharon war es auch, der im Jahr 2000 durch seinen provozierenden Ausflug auf den Tempelberg von Jerusalem, als er wie ein Elefant im Porzelanladen auftrat, die zweite Intifada des palästinensischen Widerstandes auslöste.

Aber zurück zu den Ereignissen in GAZA.

Nicht nur die Hamas, auch die israelische Öffentlichkeit, wurde von den Luftschlägen überrascht. „Die Israelis würden wohl kaum an dem für alle Juden heiligen Shabatt losschlagen„, ließ ein Sprecher dieser Bewegung verkünden.

Aber genau das geschah. Unmittelbar nach der Beendigung der Gottesdienste in den Synagogen schlug die israelische Luftwaffe zu.

Seither wurde eine rekordverdächtige Anzahl von Bomben auf eines der dichtbesiedelsten Territorien der Erde abgeworfen.

Üner 300 Menschen kamen bisher ums Leben.

 Der von Korruptionsskandalen geplagte israelische  EX- Ministerpräsident Olmert sagte über sein Kriegsziel: „Wir wollen unseren Bürgern im Süden Israels Ruhe und Frieden verschaffen und die Möglichkeit, ein normales Leben zu führen.“

Dieses Ziel ist legitim. Kein Staat der Welt könnte es akzeptieren, wenn ein Teil seiner Bevölkerung einem permanentem Raketenbeschuss ausgesetzt ist.

Die israelische Regierung hat sich auch lange in Geduld geübt.

Über das Ziel soll hier auch gar nicht diskutiert werden, eher über die Mittel.   

Am Samstag hatte Olmert die Bürger im Gazastreifen beschworen, sich endlich nicht länger mit den dort herrschenden Islamisten zu solidarisieren. „Ihr seid nicht unsere Feinde, und wir kämpfen nicht gegen euch“, sagte er den Bürgern. Es seien schließlich die Terrorgruppen der Hamas, die das Unglück über die Bevölkerung brächten.“ 

Dieser Apell dürfte kaum Aussicht auf Erfolg haben. Der Hamas ist es seit ihrer Machtübernahme im Gazastreifen im Juni 2007 gelungen, die Opposition auszuschalten – vor allem die säkulare Fatah-Bewegung. Die anhaltende Blockade, mit der es Israel allemal seit Anfang November den Hilfsgruppen schwer macht, die darbende Bevölkerung zu versorgen, wird der Regierung in Jerusalem angelastet und nicht der Hamas, selbst wenn die Terroristen immer auch die Terminals der Warenübergabe im Visier ihrer Raketenwerfer haben. Schon vor Jahren sagte der später von Israel ermordete Hamas-Sprecher Rantisi: „Je schlechter die Lage für die Bevölkerung, umso besser für uns“
Ferner sei daran erinnert, wie die HAMAS an die Macht gelangte.
Durch freie Wahlen, dem angeblichen Wundermittel zur Errichtung von „Leuchttürmen der Demokratie „im Nahen Osten.
Der Westen wäre gut beraten, diesen exportierten Stimmzettelfetischismus endlich zu überdenken.
Hat schon einmal jemand die darüber nachgedacht, wie schnell die westlichen Werte wie Perlen vor die Säue geschmissen werden, bzw. welche psychologischen Folgen diese fatale Entwicklung mit sich trägt?
Man fordert freie Wahlen ein, um die Ergebnisse dieses „demokratischen Prozesses“ später militärisch zu revidieren.
Bei den engen Verbündeten, den angeblich „moderaten“ arabischen Staaten wie Ägypten und Saudi-Arabien beispielsweise, verzichtet man dann aber lieber doch auf diese Urnengänge, aus guten Gründen, und überschüttet diese autokratischen und feudalen Regime lieber mit Waffen, obwohl diese schon in 15-20Jahren, vom Druck der eigenen demographisch explodierenden Bevölkerungen, hinweggefegt sein werden. 
Welche militärischen Ziele verfolgt Israel?  Nun, in erster Linie die Vernichtung von HAMAS. 
Die Luftangriffe richteteten sich schwerpunktmäßig gegen die militärische Infrastruktir dieser islamistischen Bewegung.
In diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt, hat Ehud Olmert nichts aus dem Krieg im Sommer 2006 gelernt?
Mit Luftschlägen alleine ist Krieg nicht zu gewinnen. Das haben die maßlosen Verwüstungen im Libanon gezeigt. Die Kriegsführung Israels im Südlibanon war ein Fehlschlag, ja eine Niederlage.
Damals hatte Ehud Olmert beschlossen die Hizbullah physisch auszulöschen, wie heute die HAMAS. Die Israelis betrachteten ihre Luftwaffe, die mit modernsten amerikanischen Präzisionsaffen aufgerüstet ist, als das geeignete Instrument , um jenseits ihrer Nordgrenze aufzuräumen.
Aber die gigantische Bombardierung, die in keinem Verhältnis zu der Entführung von zwei Soldaten stand und die von US-Präsident Bush zweifellos abgesegnet war, hat zwar grauenhafte Verwüstungen und hohe Verluste unter der libanesischen Zivilbevölkerung bewirkt, das erwartete militärische Resultat blieb jedoch aus.
Die  Hizbullah ist heute stärker denn je.   
Sollte es in GAZA zu einer Bodenoffensive kommen, wie angedroht, sei auch an den jüngsten Libanon-Feldzug erinnert.
Die israelische Bodenoffensive kam nicht vom Fleck, obwohl das Aufgebot an Panzerkräften die Ausmaße der Schlachten an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg erreichte.
Der israelische Nachrichtendienst Mossad  hatte auf verblüffende Weise versagt und gar nicht wahrgenommen , dass die Hizbulah in unmittelbarer Grenznähe Verteidigungsbunker und Stollen ausgebaut hatte, die die israelischen Zeitungen  mit der französischen Maginot -Linie verglichen.
Dazu gesellte sich auch die Fähigkeit der Schiiten, täglich unzählige Katjuscha-Raketen auf Israel, bis nach Haifa, niedergehen zu lassen, deren militärische Wirkung zwar begrenzt war, deren psychologische Auswirkungen, auf die dortige Bevölkerung, allerdings enorm waren.
Hier erstellt sich auch die Parallele zu den aktuellen kriegerischen Ereignissen :    

Zitat des Tages

Dezember 28, 2008

Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorherzusagen,
sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein…

Perikles

Commercial Classics

Dezember 28, 2008

levis commercial pamela anderson

Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.

Joachim Ringelnatz

Boney M. – Sunny (1977) HQ

Samuel P.Huntington 1927-2008

Dezember 27, 2008

Samuel P. Huntington, einer der bekanntesten und umstrittensten Politologen weltweit, ist tot.

Seine These vom „Kampf der Kulturen“ sorgte 1993 für Aufsehen und wird bis heute leidenschaftlich diskutiert.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,598522,00.html