Kampf um Gaza/Die Wut der „Arabischen Straße“

Dezember 30, 2008

Der Kampf um Gaza eskaliert.In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe gezielt die Ministerien der Hamas bombardiert und zerstört.

Unterdessen wächst die Wut der sogenannten“Arabischen Straße“, also der brodelnden Volksmassen in den sogenannten „moderaten arabischen Staaten“, die von George W. Bush, als Krönung seiner ruhmreichen Amtszeit, geradezu mit Waffen überschüttet werden.

FOTO:Geld regiert die Welt:Bush und die Wahabiten

Es ist nur bedauerlich, dass diese autokratischen und feudalen Regime, in absehbarer Zukunft, zusammenbrechen werden.

Hauptsache die merkantilen Interessen von Dick Cheney und seiner Erdölplutokratie waren und sind gesichert. 

 

Man kann nur hoffen, dass die neue US-Regierung eine dringende Neuorientierung der bisherigen  amerikanischenNahost-Politik einleitet. Berater vom Schlage eines Robert Baer, des ehemaligen CIA-Agenten, wären dafür empfehlenswert.   

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https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa/

Ägypten, unter der Dauerherrschaft Hosni Mubarraks stagnierend, gerät dabei zum Hassobjekt der arabischen Volksmassen. 

Unterdessen schwingt sich sich Gaddafi, der neue Darling des Westens, zum Anwalt der Palästinenser auf, obwohl in Lybien der jahrzehntelang propagierte „Panarabismus“ inzwischen einem diffusen „Panafrikanismus“ als ofizielle Staatsdoktrin abgelöst hat.

Muammar el Gaddafi ist im Westen schon immer weit überschätzt worden. Er war nie ein großer arabischer Volksheld, als der er gern gegolten hätte. Ein paar einfältige Sensationsreporter konnte er mit seinen theatralischen Beduinenauftritten beeindrucken. Der inzwischen verstorbene Jörg Haider, der in seiner Heimat ja nur zu gerne xenophobe Tendenzen instrumentalisierte wenn es ihm nützte, war ja auch ein enger Freund der Gaddafis. 

In den übrigen Staaten der arabisch-islamischen Welt wurde dieser unberechenbare Paranoiker als „Mahbul“, als Verrückter,bezeichnet. Gaddafi mag für seine Untertanen ein weniger blutrünstiger veranlagter Despot sein, als Sadam Hussein es war. Aber harmlos ist dieser Autokrat nicht. Im Gegensatz zu Sadam Hussein, der die eigene Bevölkerung drangsalierte und zahllose Morde im Inland befahl, sich aber niemals als internationaler Terrorist betätigt hat.

Gaddafi hingegen hat Verschwörer, Attentäter, Aufständische und Bombenleger weltweit unterstützt-von Nordirland bis zu den südlichen Philippinen. 

In diesen Tagen entblödet sich eindrucksvoll die völlig verfehlte Nahost-Politik des Westens im Allgemeinen, bzw. der USA im Speziellen.

http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E1B8615E2EC9E4C0B8816F0BB14F46C17~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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