Sri Lanka:Tod eines Journalisten

Januar 15, 2009

Lasanthe Wickrematunge 

Nahezu unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, überschattet von anderen Krisenherden, nähert sich der jahrzehntelang andauernde Bürgerkrieg in Sri Lanka seinem blutigen Höhepunkt.

Der Regierung ist es  in den letzten Tagen gelungen, den Rebellen der Tamil Tigers schwere Verluste zuzufügen.

Seit Jahrzehnten kämpft ein Teil der hinduistisch drawidischen Minderheit , gewaltsam gegen die Hegemonie der  indoarischen, buddhistischen  Singhalesen.

Dieser Bürgerkrieg fordert nicht nur unzählige Menschenleben, er zerstört auch die Gesellschaft Sri Lankas.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerkrieg_in_Sri_Lanka

In diesem Zusamenhang sei noch vermerkt, die hinduistischen Tamil Tigers verübten die ersten Selbstmordanschläge der jüngeren Vergangenheit .

Seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Mahinda Rajapaksa   http://de.wikipedia.org/wiki/Mahinda_Rajapaksa hat sich der Ton verschärft.

Sukzessive werden die Bürger-und Menschenrechte eingeschränkt, bzw.die Pressefreiheit abgebaut.

Lasanthe Wickrematunge  gehörte zu jener Sorte Vollblutjournalisten, die sich mutig dieser traurigen Tendenzen entgegenstellen.

 „Wenn ich schließlich getötet sein werde, ist es die Regierung gewesen, die mich getötet hat“, schrieb der srilankische Journalist Lasantha Wickrematunge.

Am vergangenen Donnerstag wurde er ermordet. Die Regierung weist jede Schuld von sich.

Wer davon schwafelt der Buddhismus sei von Natur eine friedfertige Religion, wie es einfältige Kreise im Westen gerne propagieren, der schaue nach Sri Lanka und nicht nur dorthin. Jede Religion läßt sich zum Blutvergießen animieren. 

Wickrematunge, der den „Sunday Leader“ vor fünfzehn Jahren gegründet und seither geleitet hat, war bekannt für seine furchtlosen Angriffe auf den Staatspräsidenten, den er persönlich kannte und mit Vornamen ansprach. Er kommentierte die Korruption in der Regierung und den Krieg gegen die tamilischen Rebellen, der sich Mittel bedient, die einem demokratischen Staat nicht angemessen sind.

Ein Freund der Rebellen war Wickrematunge nicht; als „blutdurstig und skrupellos“ bezeichnet er sie in seinem letzten Artikel, der am Sonntag posthum veröffentlicht wurde. Der Text, der einem Vermächtnis gleichkommt , nennt seine Mörder beim Namen. Er ist ein Dokument mutigen Journalismus, entstanden in einem Staat, der im Schatten der Weltöffentlichkeit die offene Gesellschaft demontiert.

Lesebefehl:“Als sie mich holten..“

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E368D438E58CA4FAEA5216E59BCAB53F1~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton

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2 Responses to “Sri Lanka:Tod eines Journalisten”

  1. Timo Says:

    Dieser Buddhisten-Fimmel geht mir schon länger auf den Zeiger. Gut das es hier einmal angesprochen wird, wenn auch nur am Rande…


  2. […] sondern ein fanatischer singhalesischer Nationalist und Machtmensch. Lesen sie dazu auch: https://ramonschack.wordpress.com/2009/01/15/sri-lankatod-eines-journalisten/ Posted in Uncategorized | No Comments […]

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