Zitat des Tages

Februar 28, 2009

Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung   für sie.

Albert Einstein

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                           @Ramon Schack

Der Zionskirchplatz in Berlin-Mitte gilt als eine der angesagtesten Wohngegenden der Hauptstadt.

Berlin Germany Zionschurch von Ihnen.

Foto:Der Zionskirchplatz in Berlin-Mitte

Die dortigen Jugendstil-und Gründerzeit-Fassaden erstrahlen heute, knapp 20 Jahre nach dem Mauerfall, in pastellfarbenem Glanz. Galerien, Cafés und Kneipen dienen als Treffpunkt der selbsternannten Boheme, die sich dort, als angebliche Avantgarde von Neu-Berlin, gegenseitig auf den Füßen herumtrampelt.

In der berühmten Bar 030, ist beispielsweise fast immer der Schriftsteller Maxim Biller anzutreffen, beim seichten Geplänkel mit der weiblichen Bedienung.  

Gelegentlich, immer wenn mir danach ist, besuche ich die Zionskirche, nach der der ganze Platz benannt ist, steige die zahlreichen Treppen aufwärts, um die schöne Aussicht vom Kirchendach zu genießen.    

Berlin Germany view from the Zion Church von Ihnen.

Vor 20 Jahren sah es dort noch anders aus. Wie fast überall in der sterbenden, stagnativen DDR der späten 1980er Jahre, fiel der Putz  von den Wänden, die historische Bausubstanz bröckelte vor sich hin. Ruinen schaffen ohne Waffen, nannte man diese trübselige Tendenz im DDR-Volksmund. Statt schicken Restaurants, dominierten triste Eckkneipen, Kohlehalden und vernagelte Schaufenster das Bild.

Das SED-Regime konnte es kaum erwarten, die absterbenden Altbauten abzureißen, um dann, wie andernorts auch, hässliche Plattenbauten, die sogenannten Arbeiterschließfächer, zu errichten.

Die wenig später einsetzende Wiedervereinigung, machte diesen Plänen glücklicherweise einen Strich durch die Rechnung. 

1987 kam es in der Zionskirche zu einem Überfall von Neo-Nazis, gebilligt durch die Staatssicherheit. Der Mythos von der „antifaschistischen“ DDR, erlitt einen ernsthaften Schaden. Gab es Neo-Nazis bis dahin, nach der Propaganda der gleichgeschalteten DDR-Medien, nur in der Bundesrepublik, begann sich langsam ein Bewußtsein zu entwickeln, für die folgende Tatsache: Die DDR hatte ein riesengroßes Problem mit Neo-Nazis und Rassismus. Völkisches und chauvinistisches Gedankengut waren in großen Bevölkerungsschichten viel weiter verbreitet, als  beispielsweise in der Bundesrepublik.

 Die staatlich verordnete Tristesse, der institutionalisierte Provinzialismus, die mangelnden Reisemöglichkeiten, der allgegenwärtige Kasernenhof-Sozialismus, mit seinen Stechschritten, Fackelzügen und seinem Uniform-Fetischismus, flankiert von einem totalitären Überwachungssystem, diente als fruchtbarer Boden für diese Entwicklung.

 Dieses Phänomen ließ sich nun nicht mehr ignorieren, wie beispielsweise die DDR- Jugendselbstmordrate, die zeitweise die höchste der Welt war- 1977 veröffentlichte die DDR zum letzten Mal ihre Selbstmordstatistik- sondern fand ihre Resonanz in den West-Medien. Das Ansehen der DDR stand auf dem Spiel.

Anbei Teil 4, der fünfteiligen Dokumentation“Neonazis in der DDR“. Die anderen Folgen finden Sie auf Youtube.. Sehr sehenswert.  

Doku Nazis in der DDR der Fall Zionskirche Teil 4/5

Liebe Leser…..

Februar 27, 2009

Liebe Leser,

wir wünschen Ihnen ein wunderschönes Wochenende.

Nach einer arbeitsreichen Woche, stürzen wir uns jetzt in das brodelnde Nachtleben Berlins, zusammen mit Ramon Schack.

Auch in Zeiten der Krise, darf das Feiern natürlich nicht zu kurz kommen.

Jetzt geht es los…yuhuuuuuuuuuuu!

Liebe Grüße

Berlin Germany:A Party von Ihnen.

Ihr Team von Ramon Schack.de/4 Engel für Ramon

 

Rhythm Republic – Move Your Body

Mische ein bißchen Torheit
in dein ernsthaftes Tun und Trachten.
Albernheiten im rechten Moment
sind etwas Köstliches…

Horaz

Picture of My Life – Jamiroquai

                                          @Ramon Schack

 

Sag mir, wo du stehst..“, so lautet eine Liedzeile- in dem gleichnamigen Song- des ehemaligen SED/FDJ-Musikus Hartmut König.         

http://www.youtube.com/watch?v=tyShCNbsplI&feature=related

Ich mußte mich gerade an dieses ideologisch  vorbelastete Lied  erinnern, als ich die beiden folgenden Artikel las.

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-dissidentin-1/

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,609071,00.html 

Ja, es ist schon bezeichnend für diese Partei, welche Kandidaten bei der Listenplatzvergabe -für die bevorstehenden Europawahlen- begehrte Plätze ergattern.

Angesichts der Wirtschaftskrise sollte man diesen Urnengang mit großer Sorge entgegensehen. Im nächsten Europaparlament dürfte sich die Anzahl der Populisten, Extremisten, der links-und rechtsradikalen Gruppierungen, aus allen Ländern der EU, deutlich erhöhen. 

Während die Neo-Stalinistin Sahra Wagenknecht mit einem priviligierten Platz belohnt wird, werden die Partei-Reformer Andre Brie und Sylvia-Yvonne Kaufmann, aufgrund ihrer Pro-EU-Haltung, gemobbt.

Lesen Sie dazu auch..  http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/meine-haltung-missfaellt-der-partei/

 

Diese Entwicklung läßt linksnationalistische,bzw. nationalbolschewistische Tendenzen erkennen und lädt zu Spekulationen ein, nicht nur in diesem Zusammenhang, über die Regierungsfähigkeit dieser Partei. 

Wer immer sich die gestrige Rede von Oskar Lafontaine anhörte, zum sogenannten Politischen Aschermittwoch, sollte sich über diese trübselige Entwicklung keine Illusionen mehr machen. Lafontaine verdrehte und verdrängte, täuschte und verdeckte und schaffte es einmal mehr, rhetorisch geschickt, die Dinge ins Gegenteil umzudrehen.

 

                                            Hartmut König                                                               

1. Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst!
Zurück oder vorwärts, du mußt dich entschließen!
Wir bringen die Zeit nach vorn Stück um Stück.
Du kannst nicht bei uns und bei ihnen genießen,
denn wenn du im Kreis gehst, dann bleibst du zurück!
2. Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst!
Du gibst, wenn du redest, vielleicht dir die Blöße,
noch nie überlegt zu haben, wohin.
Du schmälerst durch Schweigen die eigene Größe.
Ich sag dir: Dann fehlt deinem Leben der Sinn!
3. Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst!
Wir haben ein Recht darauf, dich zu erkennen,
auch nickende Masken nützen uns nicht.
Ich will beim richtigen Namen dich nennen.
Und darum zeig mir dein wahres Gesicht!

Dummheit artet leicht in Unmoral aus. ”
Aus: Wladimir Tendrjakow: Auf der seligen Insel des Kommunismus

 

First Choice

                             @ Ramon Schack

Silvana-Koch-Mehrin ist nicht nur eine schöne Frau, sie ist auch intelligent. 

Die  FDP-Politikerin und Abgeordnete im Europäischen Parlament hat endlich das ausgesprochen- was die schweigende Mehrheit schon längst weiß und denkt:

Die vermeintlich verfassungsfeindliche Website PI-News.net, ist rechtsradikal.

 http://www.koch-mehrin.de/medial_blog_edit.php?id=401

Natürlich ist nicht jeder Leser und Kommentator dieser Website ein überzeugter Rechtsradikaler. Die meisten von ihnen benutzen PI als Plattform, um ihre privaten, psychologischen Probleme in die politische Debatte zu tragen, anstatt einen Therapeuten aufzusuchen, was wahrscheinlich hilfreicher wäre.  

Allerdings ist diese bizarre Website nicht nur tendenziell rechtsradikal, sondern stellt auch eine massive Gefahr für unsere Meinungsfreiheit da.

Immer wieder versuchen die Autoren dieser Website Kritiker zum Schweigen zu bringen, allerdings ohne Erfolg:

Die schweizer Pfarrerin Christine Dietrich ist nur ein Fallbeispiel:  https://ramonschack.wordpress.com/2008/02/03/pi-newsnetein-freundlicher-hinweis-von-christine-dietrichchaos-bei-pi/

Diese bigotte Heuchelei durchzieht das Verhalten- der Verantwortlichen von PI- wie ein  brauner Faden. 

Ja, auf Kritik reagieren PI-Autoren wie einige Muslime auf die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen, mit Morddrohungen:    

 77.184.237.248
Lieber Ramon,

Jeder weiss doch, dass wir, die NVA-Offiziere, viele Kontakte zu Seilschaften haben, es ist in der Presse nachzulesen und die lügt ja bekanntlich nicht. Und, das kannst Du gut in ARD-Tatorts sehen, die schrecken vor nichts zurück. Nicht mal vor dem Herbeiführen tödlicher Unfälle. Und die ARD, die weiss Bescheid! Aus Spass habe ich mal einige Telefonate geführt, mit meinen Genossen, wie Du damals, beim Jens von Wichtingen. Du weisst schon, dem Du die Kriminellen in Südafrika auf den Hals gehetzt hast. Meine alten Freunde haben mir versprochen, dass die Angelegenheit nicht allzu schmutzig wird, für das Aufräumkommando und die Rettungskräfte. Ich bin ja kein Unmensch. Es wird also schnell und sauber zugehen und genug zum identifizieren da sein. Einen genauen Termin konnten sie mir nicht zusagen, es eilt aber auch nicht. Wir haben ja Zeit. Geniesse Dein Denunziantendasein, wer weiss, was es in der anderen Welt gibt. Und Deine Groupies , die haben schon ganz Recht mit ihren Vermutungen. Also, immer schön vor Fahrtantritt gucken, ob die Bremsen ok sind. Und immer den Rückspiegel im Auge behalten, lieber Ramon, ich will ja nicht, dass Dir was passiert. Und öfters mal umdrehen, beim Laufen. Ich mache das auch so. Ansonsten wünsche ich Dir noch ein schönes, restliches Leben. Tatsächlich. Und wenn es mal in der Nacht klingelt, keine Panik. Diese Leute klingeln nicht vorher, um das Opfer nicht zu beunruhigen. Erwarte auch keine Drohanrufe oder Mails oder sonstigen Kinderkram. Es soll ja eine Überraschung werden. Und damit bist Du für mich gestorben. In jeder Hinsicht.

Herzlichst
Dein Olaf61.

Ja, eine feine Gesellschaft hat sich da auf PI zusammengefunden.

Der Verfasser dieser Zeilen wurde natürlich schon längst seiner gerechten Strafe zugeführt.

Danke Frau Dr. Koch-Mehrin, für diese deutlichen Worte.Weiter so!

                            @Ramon Schack

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sägt am Stuhl des ZDF-Chefredakteurs  Nikolaus Brender.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Brender

Angeblich aufgrund personeller Schwächen, wohl eher weil über Koch angeblich zu kritisch berichtet wurde, bzw. weil es sich bei Nikolaus Brender um  einen unabhängigen Journalisten, bzw. einen Freigeist handelt.

Die Einflußnahme von Politikern und Parteien- auf die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten- ist ohnehin ein Dauerskandal in unserer Republik. Diese Schmierenkomödie dürfen wir Zuschauer auch noch durch überteuerte GEZ-Gebühren finanzieren.     

Dieses Phänomen ist nicht auf die CDU begrenzt. Vor einigen Jahren forderte Oskar Lafontaine einen Maulkorb für die Presse, als über seine mysteriösen Kontakte ins Rotlichtmilieu von Saarbrücken berichtet wurde. Per Gerichtsbeschluß ist es verboten, Gregor Gysi auf seine nebenberuflichen Tätigkeit, vor 1989, anzusprechen.

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.   

 Es geht dabei aber ums Prinzip, wie Stefan Niggemeier es formuliert:  http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E189126835EA244C69A0E259B8E8F1A6B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 Zu Nikolaus Brender sei angemerkt, wenn man von allen politischen Lagern kritisiert wird, scheint man als Journalist doch irgendetwas richtig zu machen.

Nach der Bundestagswahl 2005 griff der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder Nikolaus Brender direkt an…

Gerhard Schröder in der Elefantenrunde

Zitat des Tages

Februar 23, 2009

Alle Augen schauen, wenige beobachten, sehr wenige erkennen.

Albert Sànchez Pinol

                                        @Ramon Schack

 

Gerhard Schröder bin ich nur einmal begegnet, vor vielen Jahren.Schröder war damals noch nicht Bundeskanzler, sondern Ministerpräsident von Niedersachsen. Ich hatte in jenem Jahr einen interessanten Studentenjob beim NDR in Hamburg, in der Sendung DAS. Eine der Moderatorinnen dieser Live-Sendung war übrigens Eva Herman. Lesen Sie dazu auch:  https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/10/eine-schabige-schmierekomodie-mein-jahr-mit-eva-herman/

Ich hatte an diesem Tag die Aufgabe Gerhard Schröder im Studio zu begrüßen und in die Maske zu begleiten. Er strahlte große Energie aus, eine innere biologische Kraft, eine unermüdliche, rastlose Triebkraft. Durschnittliche Menschen scharen sich um solche Gestalten,weil ihnen diese die beruhigende Gewißheit verleihen, sie würden “ es schon schaukeln!“ Er wird es  für uns  und, was mindestens ebenso wichtig ist, an unserer Stelle  schaukeln.

Schröder ist gut gebaut, trotz eher unterdurchschnittlicher Körpergröße, elegant(ein diskretes, doch sichtbares Make-up), mt den Bewegungen eines selbstsicheren Menschen, der den sozialen Aufstieg geschafft hat.

Er war nur für eines zugänglich:Für die Bitten, Zurufe und Anweisungen der Kameraleute vom Fernsehen, ein richtiger Bühnenmensch, ein Schauspieler. Auf ihren Befehl stellte er sich seitlich hin, dann wieder en face, einmal sah er ernst drein, dann nachdenklich und schließlich lächelte er,genau so, wie ihn die knipsende und drängende Meute in ihren Objektiven sehen wollte. Ein ideales, williges und telegenes Objekt.Er schien sogar enttäuscht zu sein, als die Scheinwerfer und Blitzlicher erloschen, nach Sendeschluß, die  Kameraleute sich eilig davonmachten.

Wenig später tauchte Gerhard Schröder in der Kantine auf, in Begleitung von einigen NDR- Redakteuren. Ich saß nur einige Sitzplätze von ihm entfernt.Schröder bestellte Orangensaft, er trank das Glas in einem Zug leer, und dann noch ein Glas und noch eines. Er saß müde, mit gesenktemKopf da und beteilige sich missmutig an der Konversation. Plötzlich wirkte er nicht mehr energetisch und dynamisch, sondern müde und ausgelaugt. Gerhard Schröder, vor und hinter der Kamera, das waren zwei verschiedene Menschen: der eine war fröhlich, freundlich, lebhaft, mit einer kräftigen Stimme, der andere schwerfällig, launisch, mit einem erloschenem Gesicht.      

„Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen…“ lautet eine alte deutsche Volksweise.

Auf die jüngste Reise von Gerhard Schröder, in den Iran, ist dieses Sprichwort aber nur sehr bedingt zu übertragen.

Schröder hat nichts zu erzählen, was man nicht unbedingt als Nachteil interpretieren sollte . Sowohl der Altkanzler, als auch seine iranischen Gesprächspartner, sind in ein mysteriöses Schweigen verfallen.

Lesen Sie dazu: http://www.handelsblatt.com/politik/international/schroeders-raetselhafter-iran-besuch;2167640

Zumindest sprach Gerhard Schröder diesesmal nicht öffentlich von einer „Lupenreinen Demokratie“, wie bei vergangenen Reisen, die man nachträglich getrost als Vorstellungsgespräche interpretieren darf.

Hatte Gerhard Schröder vielleicht die Absicht, sich im Iran nach vakanten Stellenangeboten in der dortigen Gas-Industrie zu erkundigen? Immerhin kann er ja auf eine inzwischen mehrjährige Berufserfahrung- beim russischen Konzern GASPROM- zurückblicken . Man darf ja auch nicht unberücksichtig lassen, mit der russischen Wirtschaft geht es aktuell abwärts, während der Iran als kommende Macht angesehen wird. Lesen Sie dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-ist-eine-insel-der-stabilitaet;2125354

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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