Nach den Wahlen in Israel:Die israelische Linke im „Freien Fall“

Februar 12, 2009

                                       @Ramon Schack

 

Jahrzehntelang dominierte die Arbeiterpartei, im Verbund mit ihren linken Satelliten, die politische Landschaft Israels.

David Ben Gurion schloss einst eine Zusammenarbeit mit dem rechtskonservativen Spektrum, den Vorläufern des heutigen Likud, ebenso aus, wie eine Koalition mit den Kommunisten.

Mit ihrer extrem egalitären, utopisch sozialistischen, Kibbutz-Ideologie, drückte die Arbeiterpartei der israelischen Gesellschaft ihren Stempel auf.

Erst 1977, mit dem Wahlsieg von Menachim Begin, gelang es dem Likud diese Vorherrschaft zu beenden. Ausgerechnet die veränderten demographischen Rahmenbedingungen, im gleichen Jahr wuchsen die orientalischen Juden zur Bevölkerungsmehrheit an, verhalfen den Nationalliberalen zum Sieg.

משה יעיש-נהרי ז''ל הי''ד von wayupnorthtonowhere.

Foto:Ein jemenitischer Jude:1948 wanderte fast die ganze  jüdische Gemeinde des Jemens nach Israel aus

Aus Protest, gegen die gefühlte Diskriminierung durch die linke europäisch, ashkenasische Elite, hatten sich die jüdischen Einwanderer aus Marokko, aus dem Jemen, dem Irak,  die  sogenannten Sfaradim/Mitzrachim, der Partei der polnischen Krawattenträger, wie man den Likud damals scherzhaft nannte, zugewandt.   

When I was younger so much younger then today Tel Aviv Israel Spring 1999 von Ihnen.

Foto:Gesichter Israels:Sabre,Mitzrachim, Ashkenazim

Auf den vierte Platz,noch hinter der rechtspopulistischen Gruppierung von Liebermann, ist die Arbeiterpartei inzwischen abgerutscht.

Der bekannte Schriftsteller Amos Oz betrachtet die historische Rolle der Arbeiterpartei Awoda als für beendet.

Amos Oz traf ich vor einigen Jahren in der Stadt Dimona.

Dimona liegt im Süden Israels, im Norden der Negev-Wüste.

Es handelt sich um eine sogenannte “Entwicklungsstadt”, in der , nach der Staatsgründung Israels, unzählige Neueinwanderer, überwiegend Juden aus islamischen Ländern, angesiedelt wurden .

Dimona ist auch der Wohnort der sog. Black Hebrew Community,einer Gruppe von Afro-Amerikanern aus Chicago, die sich in den sechziger Jahren dort angesiedelt haben.

Nicht weit von Dimona liegt auch der Ort ,den es offiziell gar nicht gibt.Ein Atomreaktor , nach Schätzungen Standort von 200 Atombomben, der Lebensversicherung dieses Staates. Einer Lebensversicherung die hoffentlich niemals ausgezahlt wird.

Mit Amos Oz sprach ich damals auch schon über den Niedergang der israelischen Linken: http://www.hagalil.com/archiv/2005/06/oz.htm

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s