Frühling: Eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.

Henry David Thoreau
Berlin Germany:Spring in Schöneberg von Ihnen.
Berlin-Schöneberg-Ramon Schack

 

                              @Ramon Schack

Hartmut Mehdorn schien zum Schluß wirklich an seinem Stuhl zu kleben, ungeachtet aller Skandale und Skandälchen, nahezu unberührt von den immer lauteren Rücktrittsforderungen.

Jetzt ist es ihm so gegangen, wie einigen kleinen Schulkindern, die in der jüngeren Vergangenheit-von übereifrigen Bahnmitarbeitern- ohne gültige Fahrscheine angetroffen wurden. Hartmut Mehdorn wurde aus der Bahn geworfen, in Form eines Rücktritts.    

http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EC44DD785560F436EA33E1D1F12945A48~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die Menschen sind heutzutage nicht schlechter, als sie früher waren. Nur die Berichterstattung über ihre Taten ist gründlicher geworden.

William Faulkner

Ministry Of Sound: Jamiroquai – Seven Days In Sunny June

http://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_Garton_Ash

 

Timothy Garton Ash, einer der renomiertesten Historiker Europas, gab der Berliner Zeitung ein Interview.Wie steht es um Deutschland, wie steht es um Europa, 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der posstalinistischen Regime, nach  der Überwindung- der Spaltung des Kontinents? Wird 2009 das Jahr der „Roten Erika“?

Es wird unruhig werden?“ Sehr lesenswert:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0328/magazin/0001/index.html

Solange nichts geschieht, ist alles möglich

Graham Greene/Unser Mann in Havanna

Al Kooper

                                     @Ramon Schack

NPD-Pressesprecher Klaus Beier ist äußerlich eine eher unauffällige  Person, mit einem etwas biederen Erscheinungsbild. Als Angestellter eines Supermarktes, im Arbeitskittel, mit einem Bleistift hinter dem Ohr, würde der gebürtige Franke nicht weiter auffallen.

Klaus Beier lernte ich vor knapp 3 Jahren kennen, bei einem Besuch in der Bundesgeschäftsstelle der rechtsextremen Partei, in Berlin-Köpenick. Beier empfing uns  an der- gut abgesicherten -Eingangstür dieses Hauptquartiers. Er erwähnte damals, er habe gerade das Buch „Die fünf Tibeter“ gelesen und verzichte seitdem auf den Genuß von Kaffe und Nikotin. 

Berlin Germany:The Life of a journalist: von Ihnen.

Foto:Ramon Schack im Gespräch mit Udo Voigt und Klaus Beier/NPD-Zentrale Berlin-Köpenick 2006

Während meines Interviews mit dem NPD-Vorsitzenden Udo-Voigt wirkte Beier angespannt.Er rutschte nervös auf dem Stuhl hin un her.Etwas später, bei einem Rundgang durch das Parteigelände, fragte ich Udo Voigt, ob er sich selbst als „verfassungsfeindlich“ definiere. „Wir haben doch gar keine Verfassung !“ gab mir Beier, statt des Vorsitzenden, schnell zur Antwort. „Wie kann man da verfassungsfeindlich sein?“ 

Lesen Sie dazu auch:  http://www.mbr-berlin.de/Aktuelles/Pressespiegel_MBR/228.html

Klaus Beier hat aus seiner völkischen Weltanschauung, wie auch andere führende NPD-Politiker, nie einen Hehl gemacht.

Beier wird in verschiedenen Berichten des Verfassungsschutzes von Brandenburg erwähnt.2006 agitierte er rassistisch gegen eine Veranstaltung von Jugendlichen mit dunkler Hautfarbe in seinem Wahlkreis. Im Vorfeld ließ er damals öffentlich verkünden, diesem Seminar, zusammen mit der dortigen NPD, einen Besuch abzustatten.Unter der Überschrift“Die Weißen kommen“ drohte Beier die Veranstaltung „aufmerksam begleiten“ und besuchen zu wollen, da dieses „deutschfeindlich“ sei, weil Deutsche nur weiß sein könnten.

Die Farbe „Weiß“ hat es Beier anscheinend angetan. „Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe!“, stand 2006 auf dem Weltmeisterschafts-Planer, mit dem die rechtsextreme NPD ihre Klientel auf das Turnier in deutschen Stadien einstimmen wollte. „Für eine echte NATIONAL-Mannschaft!“, war da außerdem zu lesen, und abgebildet war ein deutsches Trikot mit der Rückennummer 25. Die trug damals Patrick Owomoyela, und es war offensichtlich, dass die perfide Kombination rassistische Ressentiments bedienen sollte – auf Kosten des dunkelhäutigen Profis, der heute für Borussia Dortmund spielt.

 „Jetzt kommen die Weißen„-vor Gericht.

Der Nationalspieler Patrick Owomoyela hat die NPD-Politiker Udo Voigt, Klaus Beier und Frank Schwerdt wegen Volksverhetzung verklagt Lesen Sie dazu auch:  http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E6B812A68F2D44435B5BEC783660DD98D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Foto des Tages

März 24, 2009

Bulgaria State Railways narrow-gauge 2-10-2T steam locomotive Number 609 76 pulls an  excursion train on the line from Septemvri to Bansko, February, 2007 von Ivan S. Abrams.

Bulgarien:Zwischen Septemvri und Bansko:Von Ivan S. Abrams

Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können.“

Theodor Fontane

Jamiroquai – Love Foolosophy (Live)

 

                                                               @Ramon Schack

Robert Lebeck, dem Mann mit der Kamera, bin ich den vergangenen Jahren öfter begegnet. Dieser ehemalige Starfotograf gehört zu der Sorte Menschen, die man so schnell nicht vergißt, die über den Durchschnitt hinausragen, die einen Eindruck hinterlassen.

Robert Lebeck und Ramon Schack von Ihnen.

FOTO:ROBERT LEBECK UND RAMON SCHACK.

Vor rund zwei Monaten frühstückte ich gemeinsam mit Robert Lebeck, dem wohl bedeutendsten Fotografen Deutschlands.

Seine Fotografien haben Geschichte geschrieben.


Jackie Kennedy und Lee Radziwill am Sarg von Robert Kennedy, New York 1968. © Robert Lebeck

Robert Lebeck ist fast allen Persönlichkeiten -in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts- begegnet. Nahezu die ganze Welt hat er bereist.

Er  fotografierte die Großen, Schönen, Mächtigen, immer besonders, immer ungewöhnlich.


Alfred Hitchcock, Hamburg 1960. © Robert Lebeck

 Als ein “Menschensammler” wurde er bezeichnet, als ein “charmanter Dieb des Augenblicks”, oder einfach als Robert “Bob” Lebeck, der Mann  mit der Kamera.

Mit Romy Schneider verband ihn eine ganz besondere Beziehung.  Lesen Sie dazu auch: http://www.welt.de/kultur/article902192/Der_Tod_und_das_Maedchen_Rosemarie.html

Romy Schneider, Berlin 1976. © Robert Lebeck

Vor  30 Jahren saß Lebeck, wie auch Peter Scholl-Latour, in der Maschine nach Teheran, die Khomeini aus dem Exil zurück in den Iran brachte. Der Shah hatte einige Tage zuvor das Land verlassen.

Robert Lebeck setzte sich einfach neben den Ayatollah und began zu fotografieren.

Es sind die einzigen Fotos auf den Khomeini lächelnd zu sehen ist. Khomeini ging wohl davon aus, die Maschine würde bei der Landung von Shah -treuen Kräften abgeschossen, eine Aussicht die ihn, gemäß seines schiitischen Glaubensbekentnisses, nur erfreuen konnte.

Später, in Teheran schoss Lebeck ein Foto von Khomeini ohne Turban. Bei dem Gedränge in der Masse ging der Ayathollah zu Boden. Seine besorgten Anhänger halfen ihm wieder auf die Beine. Robert Lebeck zeigte mir das Foto und  deutete auf einen jungen Mann, ganz links im Bild. Ich erkannte  ihn sofort. Es handelte sich um Achmedinedshad , den heutigen Präsidenten des Irans.

Erlebte Weltgeschichte!

Robert Lebeck feierte am 21.März seinen 80. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Photograph Robert Lebeck Retrospektive

                                      @Ramon Schack

Ist es nicht wunderbar? 20 Jahre nach dem Mauerfall, bzw. der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, haben wir endlich gleiche Lebensverhältnisse in Ost wie West. Nicht das der Osten endlich auf Westniveau wäre, weit gefehlt, dafür ist die ganze Bundesrepublik bald auf Ost-Niveau, bzw erlebt eine Neugeburt als neue, größere DDR. 

CIMG1085 von Ihnen.

In Berlin ist diese Tendenz besonders stark zu erkennen. Viele Gebiete West-Berlins sehen heute so aus, wie Ost-Berlin vor der Wende. Dank der starken Dominanz von Ossis, im öffentlichen Dienst von Berlin, herrscht endlich wieder ein zackiger Kasernenhof-Ton in den Ämtern und Dienststellen der Hauptstadt. Ausländische Besucher erfreuen sich regelmäßig, besonders wenn diese nicht europäisch aussehen, an den freundlichen Blicken in den öffentlichen Verkehrsmitteln  und am hilfreichen Personal der erwähnten Einrichtung, deren Englischkenntnisse so ausgeprägt sind, wie zu Kaiser-Wilhelms Zeiten. Ja es geht voran, die Ossifizierung in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf. 

Was hat uns der Osten nicht alles geschenkt, wir Wessis sollten dankbar sein. Angela Merkel als Bundeskanzlerin, Plattenbauten, die NPD in den Landesparlamenten, Jagdszenen in ostdeutschen Kleinstädten, eine neue Staatsgläubigkeit, Sächsisch, Rotkäppchen-Sekt, das Sandmännchen,  die LINKE,etc..und das alles für ein paar hundert Milliarden Euro, zum Preis des Niederganges des alten Westens, ein richtiges Schnäppchen..

Dank Euch Ihr Ossis..!

Außerdem, dank einiger Ossis, beziehungsweise einiger ossifizierter Wessis, hören wir jetzt jeden Tag wie schön es in der Zone war, wie gemütlich…

Inzwischen glaubt keiner mehr das Märchen, vom Zusammenbruch der morschen kommunistischen Regime in Osteuropa, von den Flüchtlingen, den Mauertoten(hatten doch selbst Schuld wenn sie mehr von der Welt sehen wollten als das Erzgebirge), der Stasi, den ökologischen und ökonomischen Verwüstungen, den ersten freien Wahlen, indem die Mehrheit der Ossis für einen schnellen Anschluß an den Westen votierte, nein, das gab es alles nicht, jetzt wissen wir es besser. 

In diesem Zusammenhang sollten wir Wessis uns nicht so anstellen, wenn man sich bald entschuldigen muss, westlich der Elbe das Licht der Welt erblickt zu haben..

Deutschland einig Ossiland!

Berlin Germany:Mitte von Ihnen.

 

Wie sagte mir doch der ukrainische Schriftsteller Jury Andruchowytsch, vor einigen Jahren? „Deutschland hat den Glanz des Westens verloren, ohne die Wärme des Ostens gewonnen zu haben!“ 

Lesebefehl: „Die Ossifizierung des Westens“   http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E268B034D9E5745B48131BFF63261828A~ATpl~Ecommon~Scontent.html