USA-IRAN:Zeit für einen Neuanfang:Die Video-Botschaft des Barack Obama

März 20, 2009

                                              @Ramon Schack

Vor Beginn des „Persischen Neujahrsfestes“, hat sich Barack Obama -in einer aufsehenerregenden Video-Botschaft- an das säkularste und amerikafreundlichste Volk der Region gewandt, an die Iraner. http://www.handelsblatt.com/politik/international/obama-bietet-iran-neubeginn-an;2208687

Diese Botschaft wurde zeitlich gut gewählt, nicht nur aufgrund des erwähnten Feiertages, welcher übrigens aus der vorislamischen Zeit des Persisches Imperiums stammt  http://de.wikipedia.org/wiki/Nouruz , sondern auch aufgrund der bevorstehenden Wahlen im Iran.

Die US-Politik gegenüber dem Iran steht vor einem Neuanfang. Galt das Regime in Teheran bisher als der schlimmste aller Schurkenstaaten, setzt sich in Washington-und nicht nur dort- inzwischen die Einschätzung durch, ohne die aufstrebende Regionalmacht Iran wird es keine Sicherheit und Stabilität in der Region geben.Vor allem nicht in Afghanistan und dem Irak.

Die USA und der Iran haben zahlreiche gemeinsame Interessen, vor allem aber gemeinsame Feinde, wie zum Beispiel die Al Kaida und die Taleban. Zur Erinnerungen, schon 1998, 4 Jahre vor der Operation Enduring Freedom,  kam es fast zu einem Krieg zwischen dem Iran und Taleban-Afghanistan . Der schiitische Iran steht genauso auf der Terrorliste der sunnitisch-fundamentalistischen Kaida, wie die Staaten des Westens. 

Zunehmend scheint man sich in Washington wieder daran zu erinnern, welche Staatsbürgerschaft  die meisten Attentäter vom 11. September 2001 besaßen, die Saudi-Arabiens, beziehungsweise welches ideologisch, religiöse Gedankengut diese Massenmörder fanatisierte,nämlich der in Saudi-Arabien vorherrschende sunnitisch-wahabitische Fundamentalismus in radikalisierter Form.

Der ehemalige CIA-Agent Robert Baer, einer der renomiertesten Islam-Experten der Welt, warnte schon seit langem vor der unheiligen Allianz zwischen den amerikanischen Neokonservativen und den Wahabiten von Riad, die ihre Ideologie des Steinzeitislamismus- basierend auf ihren Petro-Dollars- ungehindert in der ganzen Welt verbreiten konnten.   Besonders unter der Amtszeit von Bush-Cheney gerieten diese Beziehungen fast zu einer Art perversen Komplizenschaft.   

 Lesen Sie dazu auch: Sleeping with the devil: https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa/

Anfang des Jahres traf ich Robert Baer in New York City: „Der Iran ist eine Insel der Stabilität“ sagte er mir damals.

Lesen Sie dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-ist-eine-insel-der-stabilitaet;2125354

Robert Baer erzählte mir übrigens auch, dass Barack Obama sein Buch gelesen habe, und ihn anschließend telefonisch um einige Ratschläge bat.   

Was nun eine Gefährdung Israels angeht, durch ein iranisches Atomprogramm, so sollte man in Tel Aviv und Jerusalem endlich einmal die Ratschläge renomierter Experten zur Kenntnis nehmen. Die Äußerungen, des schon einmal als Premierminister gescheiterten Benjamin-Bibi-Nethanjahus, kann man dabei getrost übergehen.Vielmehr bedarf es der Analyse, von dem intellektuellen Gewicht eines Mannes, wie beispielsweise des israelischen Militärhistorikers Martin van Crefeld: „Israel kann mit einer iranischen Atombombe leben“  http://blog.zeit.de/joerglau/2007/09/27/israelischer-militarexperte-wir-konnen-mit-der-iranischen-bombe-leben_791

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3 Responses to “USA-IRAN:Zeit für einen Neuanfang:Die Video-Botschaft des Barack Obama”

  1. EWA Says:

    Obama wird es schon richten!

  2. Popeye Says:

    Na, da bin ich doch mal gespannt, wie die iranische Führung diesmal reagiert. Die letzte Abfuhr scheint Obama noch nicht von seinem Weg abgebracht haben.
    Die Adelung des Iran und die fehlende Unterscheidung zwischen iranischem Volk und der Führung in diesem Artikel finde ich falsch und realitätsfern.
    Gerade das Neujahrsfest zeigt es:
    „Die Nahrungsmittelpreise explodieren, morgen ist Norooz – das neue Jahr – und die meisten Perser können ihr traditionelles Fest nicht feiern, weil ihnen das Geld fehlt um die nötigen Besorgungen zu machen. Den Mullahs kommt es gerade Recht, denn dieses Neujahrsfest, das von allen Persern gefeiert wird unabhängig von ihrer religiösen und ethnischen Zugehörigkeit, stammt noch aus der Zeit des Persischen Reiches und diesen Teil der persischen Geschichte bemühen sich die Machthaber seit 30 Jahren auszulöschen.“

    Vielleicht sollten Sie mal den gesamten Blog lesen.
    http://iranbato.wordpress.com/

    „Wenn uns die eine Diktatur nicht passt, nehmen wir uns ne andere!“ – das war doch immer der große Kritikpunkt an der USA-Politik und jetzt wird dazu aufgefordert?

  3. Tina Says:

    Ich bin begeistert von Barack Obama!

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