Polemik des Tages:Deutschland einig Ossiland!Die Ossifizierung des Westens

März 23, 2009

                                      @Ramon Schack

Ist es nicht wunderbar? 20 Jahre nach dem Mauerfall, bzw. der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, haben wir endlich gleiche Lebensverhältnisse in Ost wie West. Nicht das der Osten endlich auf Westniveau wäre, weit gefehlt, dafür ist die ganze Bundesrepublik bald auf Ost-Niveau, bzw erlebt eine Neugeburt als neue, größere DDR. 

CIMG1085 von Ihnen.

In Berlin ist diese Tendenz besonders stark zu erkennen. Viele Gebiete West-Berlins sehen heute so aus, wie Ost-Berlin vor der Wende. Dank der starken Dominanz von Ossis, im öffentlichen Dienst von Berlin, herrscht endlich wieder ein zackiger Kasernenhof-Ton in den Ämtern und Dienststellen der Hauptstadt. Ausländische Besucher erfreuen sich regelmäßig, besonders wenn diese nicht europäisch aussehen, an den freundlichen Blicken in den öffentlichen Verkehrsmitteln  und am hilfreichen Personal der erwähnten Einrichtung, deren Englischkenntnisse so ausgeprägt sind, wie zu Kaiser-Wilhelms Zeiten. Ja es geht voran, die Ossifizierung in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf. 

Was hat uns der Osten nicht alles geschenkt, wir Wessis sollten dankbar sein. Angela Merkel als Bundeskanzlerin, Plattenbauten, die NPD in den Landesparlamenten, Jagdszenen in ostdeutschen Kleinstädten, eine neue Staatsgläubigkeit, Sächsisch, Rotkäppchen-Sekt, das Sandmännchen,  die LINKE,etc..und das alles für ein paar hundert Milliarden Euro, zum Preis des Niederganges des alten Westens, ein richtiges Schnäppchen..

Dank Euch Ihr Ossis..!

Außerdem, dank einiger Ossis, beziehungsweise einiger ossifizierter Wessis, hören wir jetzt jeden Tag wie schön es in der Zone war, wie gemütlich…

Inzwischen glaubt keiner mehr das Märchen, vom Zusammenbruch der morschen kommunistischen Regime in Osteuropa, von den Flüchtlingen, den Mauertoten(hatten doch selbst Schuld wenn sie mehr von der Welt sehen wollten als das Erzgebirge), der Stasi, den ökologischen und ökonomischen Verwüstungen, den ersten freien Wahlen, indem die Mehrheit der Ossis für einen schnellen Anschluß an den Westen votierte, nein, das gab es alles nicht, jetzt wissen wir es besser. 

In diesem Zusammenhang sollten wir Wessis uns nicht so anstellen, wenn man sich bald entschuldigen muss, westlich der Elbe das Licht der Welt erblickt zu haben..

Deutschland einig Ossiland!

Berlin Germany:Mitte von Ihnen.

 

Wie sagte mir doch der ukrainische Schriftsteller Jury Andruchowytsch, vor einigen Jahren? „Deutschland hat den Glanz des Westens verloren, ohne die Wärme des Ostens gewonnen zu haben!“ 

Lesebefehl: „Die Ossifizierung des Westens“   http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E268B034D9E5745B48131BFF63261828A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Advertisements

3 Responses to “Polemik des Tages:Deutschland einig Ossiland!Die Ossifizierung des Westens”

  1. Manfred Rattay Says:

    Die subjektiven und teilweise überzeichneten Eindrücke, die hier wiedergegeben werden, sind für Bürger in anderen Städten als Berlin sicherlich weniger nachvollziehbar. Beispielsweise existiert in Görlitz oder Aachen eine viel homogenere Bevölkerungsverteilung als das in Berlin der Fall ist. Ich selber wohne zwar in Steglitz, bin in der nächsten Nachbarschaft aber fast ausschließlich von ehemaligen DDR-Bürgern umgeben und ich muss zugeben, saß ich Herrn Billers Beobachtungen teile. Interessant fand ich den Vorschlag aus der Leserschaft, er solle doch den Prenzlauer Berg verlassen. Sicherlich würde er dann wieder zu einer viel positiveren Lebenseinstellung gelangen, wenn er in Hamburg oder München seinen Wohnsitz hätte und sich nicht mehr als Entwicklungshelfer für verhaltensgestörte, retardierte Antibürger betrachten würde. Aber um von der Polemik etwas wegzukommen, nur drei Zahlen: Im Human Development Report 1990 stand die Bundesrepublik auf Platz 12 und die DDR auf Platz 21, 2008 steht Deutschland auf Rang 22. Wem das nicht zu denken gibt, von dem weiß ich nicht, in welcher Parallelwelt er eigentlich lebt.

  2. Viola Says:

    Die DDR war ein Unrechtsstaat, denn wer seine Bürger ausspioniert, ihnen freie Meinungsäußerung verwehrt und sie einmauert, kann kein Rechtsstaat sein. Nur muss man sich heute die Frage stellen, ob die DDR nicht allzuviel abgefärbt hat, weil die alten Seilschaften noch überall tätig sind, anders kann man sich die Frechheit dieser Äußerung und die neusten Tendenzen, wie zum Beispiel der Ministerpräsident von Mecklenburg
    hier nicht erklären. Eine Aufarbeitung mit dem Stasistaat hat es nie gegeben.

  3. Matsch Says:

    Die Westberliner Idylle ist natürlich ein für allemal dahin. Bitter für alle zugezogenen Wessis, denen 1989/1990 die Geschäftsgrundlage, ohne sie nach ihrem Einverständnis zu fragen, unterm Arsch weggezogen wurde. Solange sind Sie aber noch nicht in der Stadt?

    In diesem Zusammenhang sollten wir Wessis uns nicht so anstellen, wenn man sich bald entschuldigen muss, westlich der Elbe das Licht der Welt erblickt zu haben

    Nanana Herr Schack, jetzt schwindeln Sie aber! Göteborg und das schöne Bad Oldesloe liegen wenn man so will doch auch östlich der Elbe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s