NPD:“Die Weißen kommen“- vor Gericht!Patrick Owomoyela verklagt die NPD-Spitze

März 25, 2009

                                     @Ramon Schack

NPD-Pressesprecher Klaus Beier ist äußerlich eine eher unauffällige  Person, mit einem etwas biederen Erscheinungsbild. Als Angestellter eines Supermarktes, im Arbeitskittel, mit einem Bleistift hinter dem Ohr, würde der gebürtige Franke nicht weiter auffallen.

Klaus Beier lernte ich vor knapp 3 Jahren kennen, bei einem Besuch in der Bundesgeschäftsstelle der rechtsextremen Partei, in Berlin-Köpenick. Beier empfing uns  an der- gut abgesicherten -Eingangstür dieses Hauptquartiers. Er erwähnte damals, er habe gerade das Buch „Die fünf Tibeter“ gelesen und verzichte seitdem auf den Genuß von Kaffe und Nikotin. 

Berlin Germany:The Life of a journalist: von Ihnen.

Foto:Ramon Schack im Gespräch mit Udo Voigt und Klaus Beier/NPD-Zentrale Berlin-Köpenick 2006

Während meines Interviews mit dem NPD-Vorsitzenden Udo-Voigt wirkte Beier angespannt.Er rutschte nervös auf dem Stuhl hin un her.Etwas später, bei einem Rundgang durch das Parteigelände, fragte ich Udo Voigt, ob er sich selbst als „verfassungsfeindlich“ definiere. „Wir haben doch gar keine Verfassung !“ gab mir Beier, statt des Vorsitzenden, schnell zur Antwort. „Wie kann man da verfassungsfeindlich sein?“ 

Lesen Sie dazu auch:  http://www.mbr-berlin.de/Aktuelles/Pressespiegel_MBR/228.html

Klaus Beier hat aus seiner völkischen Weltanschauung, wie auch andere führende NPD-Politiker, nie einen Hehl gemacht.

Beier wird in verschiedenen Berichten des Verfassungsschutzes von Brandenburg erwähnt.2006 agitierte er rassistisch gegen eine Veranstaltung von Jugendlichen mit dunkler Hautfarbe in seinem Wahlkreis. Im Vorfeld ließ er damals öffentlich verkünden, diesem Seminar, zusammen mit der dortigen NPD, einen Besuch abzustatten.Unter der Überschrift“Die Weißen kommen“ drohte Beier die Veranstaltung „aufmerksam begleiten“ und besuchen zu wollen, da dieses „deutschfeindlich“ sei, weil Deutsche nur weiß sein könnten.

Die Farbe „Weiß“ hat es Beier anscheinend angetan. „Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe!“, stand 2006 auf dem Weltmeisterschafts-Planer, mit dem die rechtsextreme NPD ihre Klientel auf das Turnier in deutschen Stadien einstimmen wollte. „Für eine echte NATIONAL-Mannschaft!“, war da außerdem zu lesen, und abgebildet war ein deutsches Trikot mit der Rückennummer 25. Die trug damals Patrick Owomoyela, und es war offensichtlich, dass die perfide Kombination rassistische Ressentiments bedienen sollte – auf Kosten des dunkelhäutigen Profis, der heute für Borussia Dortmund spielt.

 „Jetzt kommen die Weißen„-vor Gericht.

Der Nationalspieler Patrick Owomoyela hat die NPD-Politiker Udo Voigt, Klaus Beier und Frank Schwerdt wegen Volksverhetzung verklagt Lesen Sie dazu auch:  http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E6B812A68F2D44435B5BEC783660DD98D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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2 Responses to “NPD:“Die Weißen kommen“- vor Gericht!Patrick Owomoyela verklagt die NPD-Spitze”

  1. Tom Says:

    hoffentlich setzt das Gericht mal ein Zeichen und verurteilt die auch – und zwar nicht auf Bewährung! Es ist unglaublich dass solche Leute ungestraft Ausländer diskriminieren, die Ermordung der Juden verleugnen und die Gehirne vieler naiver, unwissender Menschen mit soviel Müll völlig verdrehen können. Es muss etwas dagegen getan werden


  2. […] Sie dazu auch:  https://ramonschack.wordpress.com/2009/03/25/npddie-weisen-kommen-vor-gericht/ Posted in Uncategorized | Leave a Comment […]

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