Obama fährt nach Mexiko/Reise in einen „gescheiterten Staat“

April 16, 2009

                                           @Ramon Schack

US-Präsident Obama fährt nach Mexiko.Der südliche Nachbar der USA, die größte spanischsprachige Nation der Welt, wird vom US-State-Departement seit geraumer Zeit als „gescheiterter Staat“ bezeichnet.

Am Rio Grande , dem Grenzfluss zwischen der Supermacht und dem mittelamerikanischen Schwellenland, sieht sich Washington zwar nicht von dem revolutionären Islam herausgefordert, sondern von nicht mehr abreißenden Einwanderungsströmen, welche inzwischen den letzen Winkel der USA tangieren und die demographische Zusammensetzung , sowie die soziokulturelle Ausrichtung , der Supermacht nachhaltig verändern.

FOTO:Grenze zwischen den USA und Mexiko

 Schon in wenigen Jahren werden rund ein Fünftel der Bevölkerung hispanischer Abstammung sein, in den Metropolen und urbanen Ballungszentren stellen diese katholischen, spanischsprachigen und überwiegend indigenen Neueinwanderer schon die Mehrheit.     

KARTE:Prozentuale Verteilung der hispanischen Bevölkerung in den USA

Im Unterschied zu früherenen Einwanderungswellen, die europäische und asiatische beispielsweise, kommen die Einwanderer aus Mittelamerika nicht über einen Ozean, sondern über eine direkte Landgrenze, und lassen sich überwiegend, wenn auch nicht nur, in den Bundestaaten nieder, die einst zu Mexiko gehörten und im Zuge der territorialen Expansion der USA-im 19. Jahrhundert- okkupiert wurden. Gerade in den Grenzgebieten von Kalifornien, Texas, Arizona, Nevada und New Mexico, wird diese Tendenz von der schrumpfenden  weißen,anglophilen, Bevölkerung mit zunehmender Sorge betrachtet.Man spricht von einer „Requoncista“, einer Rückeroberung. Bezüglich des ökonomischen Powerhouses Kalifornien, sprechen Sozialwissenschaftler inzwischen schon von „Mexifornia“.    

Der inzwischen verstorbene  Politologe Samual P. Huntington forderte in seinem letzten Buch die Hispanics auf, den Amerikanischen Traum gefälligst auf englisch, nicht auf  spanisch zu träumen, ein „American Dream“ statt eines „Sueno Americano“ . Im Alltagsleben scheinen die Amerikaner diese Tendenzen weit gelassener hinzunehmen. Die Hispanisierung des American Way of Life wird überwiegend positiv wahrgenommen, besonders in der Gastronomie, Liebe geht halt durch den Magen, der Musik und in der Service-Industrie.   Im Zuge der Rezession, wird der Kampf um die knappen Arbeitsplätze, gerade im Niedriglohnsektor, natürlich härter.

Allerdings schaut man in Washington auch besorgt auf die innenpolitische Entwicklung in Mexiko. Das Land  droht in Kriminalität, Gewalt und Bürgerkrieg abzugleiten. Die Drogenmafia ist dabei die Macht zu ergreifen…  http://www.n-tv.de/1137641.html

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