Was an Extremisten abzulehnen und gefährlich ist, ist weniger ihr Extremismus als ihre Intoleranz. Hier liegt das Übel nicht in dem, was sie über ihr eigenes Anliegen sagen, sondern in dem, was sie über ihre Gegner verbreiten”

Robert F.Kennedy

 

The Real Thing – Can You Feel The Force (1978)

                            @Ramon Schack

2006.My Year in Pictures:Tarifa Andalucia Spain. The southernmost City of the Europan Union von Ihnen.

Tarifa ist eine Stadt, genauer ein Städtchen, der Superlative. Es handelt sich nicht nur um die südlichste Stadt des europäischen Kontinents, auf einer Breite von 14 Kilometern trennt dort die Straße von Gibraltar, Europa von Afrika, Spanien von Marokko, die Islamische Welt vom Westen, sondern auch um das „Maui Europas“, die heimliche Surfer Hauptstadt unseres Kontinents.

Tarifa ist eine Stadt nach meinem Geschmack. Für viele Menschen gilt die andalusische Ortschaft als ein Traumziel. Für sonnenhungrige Nordeuropäer, für windhungrige Surfer, vor allem auch für die Flüchtlinge, die fast wöchentlich dort aus Afrika eintreffen, wenn sie denn die Überfahrt, auf klapprigen Nußschalen, überleben.  

In Tarifa traf ich sehr interessante Menschen.

Tarifa Spain:The most southern City of Europe von Ihnen.

 

Die Journalistin Maria, vom lokalen Fernsehsender Tele Tarifa, die Fischer, mit ihrem eigenen Lebensstil und Lebensgefühl. Michael, der jungen Amerikaner, Inhaber des Schirokko, einer kleinen Bar- direkt am Busbahnhof. Vor allem aber Senor Pepe…

Lesen Sie dazu auch…  

 http://www.berlinonline.de/berliner-zeit

Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht:Irgendeinem gefällt er.“

Friedrich Hebbel

 Barbara Tucker – Beautiful People

Liebe Leser,

angesichts der bevorstehenden Europawahl, am 7. Juni 2009, präsentieren wir Ihnen Wahlkampfspots ausgewählter Parteien.

Betrachten Sie diese Wahlwerbung bitte nicht als Wahlempfehlung, sondern als Hintergrundinformation.

Im Gegensatz zu der umstrittenen Website PI-News.net, wo zur Wahl der  abgetakelten Partei die Republikaner aufgerufen wurde, ein politisches Auslaufmodell empfiehlt ein anderes politisches Auslaufmodell, trauen wir unseren Lesern eine eigene politische Meinungsbildung zu.

Wir möchten Sie aber bitten, am 7. Juni, von Ihrem Wahlrecht gebrauch zu machen.

MfG

Ihr Team von Ramon-Schack.de

  

 

 FDP

Zitat des Tages

Mai 27, 2009

Ein kluger Mann widerspricht nie einer Frau. Er wartet, bis sie es selbst tut.

Humphrey Bogart

                                           @Ramon Schack

Nordkorea erwartet permanent den Krieg“ sagte mir Peter Scholl-Latour in einem Interview, vor einigen Jahren.

Anbei das Interview:  http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20060214 

Ich mußte mich heute wieder an diese Aussage erinnern.Unmittelbar nach der Bekanntgabe seines zweiten Atomtests hat Nordkorea, laut einem Bericht der südkoreanischen  Nachrichtenagentur Yonhap, offenbar eine Kurzstreckenrakete zu  Testzwecken abgeschossen.

Eine einzelne Boden-Luft-Rakete mit einer  Reichweite von 130 Kilometern sei aus der Nähe der -am  Japanischen Meer gelegenen- Stadt Musudan Ri abgefeuert worden,  berichtete Yonhap. Die staatliche nordkoreanische  Nachrichtenagentur KCNA hatte zuvor berichtet, das kommunistische  Land habe „erfolgreich“ einen unterirdischen Atomtest  vorgenommen. Nordkoreas erster Raketentest im Oktober 2006 hatte  eine internationale Krise ausgelöst.

Die internationale Staatengemeinschaft ist besorgt. Wer hält in dem orwellschen Staatsgebilde die Macht in den Händen? Der „liebe Führer“, oder doch eine Militärjunta? Lesen Sie dazu auch… https://ramonschack.wordpress.com/2009/03/17/5651/

In diesem Zusammenhang empfehle ich auch gerne die Website von Dr. Malte Herwig: http://malteherwig.wordpress.com/

                                         @Ramon Schack

Als Jugendlicher, in den 1980er Jahren, habe ich die Einfahrt nach West-Berlin, nach der Anreise auf der Transitstrecke Hamburg-Berlin, beziehungsweise dem Passieren der letzten DDR-Grenzkontrollen, immer als eine Art Befreiung empfunden.  Ähnlich erging es mir nach Besuchen, in der sogenannten“ Hauptstadt der DDR“.

 

Die DDR wirkte auf den flüchtigen Besucher, längere Aufenthalte, bzw. spontane Erkundigungen, wären ja auch schnell unterbunden wurden, dermaßen abstoßend und ungastlich, dass man sich manchmal fragt, von welchem Lande, nachdem sich angeblich so viele Menschen zurücksehnen, eigentlich die Rede ist. Mit der real existierenden DDR, hat diese Sehnsucht auf jeden Fall nichts zu tun, eher mit psychologischen Problemen, bzw.  mit einem geistigen  und moralischen Versagen, derjenigen- die sich so äußern.

Nun gut, die Geschichte hat es ja auch bewiesen.

Aber zurück nach West-Berlin, „Die Stadt der Glücklichen“, wie man vor 1989 sagte. Inzwischen ist das alte West-Berlin natürlich längst untergegangen, lebt vielleicht noch in irgendwelchen Nischen fort, oder in den Erinnerungen der „Insulaner“, wie man die Bewohner West-Berlins zu nennen pflegte.   

Der schwedische Schriftsteller Lars Gustafsson schrieb zu Beginn der 70er Jahre über West-Berlin und die Bundesrepublik:

“Zwei Länder können sich nicht mehr voneinander unterscheiden als das narbige, das kluge Berlin mit seinen lebhaften , scharfen Intellekt, mit seinen revolutionären Gruppen, marxistischen Kinderläden, mit seinen blauen, roten, weißen Pamphleten, seinen Straßencafés und Buchhandlungen, Berlin, diese geheimnisvolle Schmiede zukünftiger Kräfte, eingesperrt hinter hohen Mauern und Minengürteln inmitten einer feindseligen , lehmgrauen Militärdiktatur mit endlosen Kartoffeläckern, dieses Berlin, das alles weiß, alles erfahren und seit langem seinen Zustand akzeptiert hat, und die dumme, geldstrotzende Bundesrepublik mit ihren Supermärkten, ihren transportablen Fernsehgeräten und ihren knarrenden Prachtmöbeln, schweren Teppichen und Sesseln aus schwarzem Leder und Stahlrohr

In unserem trübseligen Zeitalter, einer schwülstigen, reaktionären, Ostalgie, ist es ja auch mal eine Abwechslung, an die alte Bundesrepublik  , bzw. an das alte West-Berlin, zu erinnern, die 1989 ebenso untergegangen sind, wie die DDR.

 Holger Schmale erinnet heute -in der Berliner Zeitung- an West-Berlin:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0523/berlin/0019/index.html

Die Insel West-Berlin 1/5

                              @Ramon Schack

Alice Schwarzer war schon da. Sehr zu meinem Unbehagen erblickte ich die Godmother des bundesdeutschen Feminismus, auf der Tribüne für die Ehrengäste. Frau Schwarzer war nicht alleine, zu ihrer Linken saß die Schauspielerin Iris Berben, welche ihre gelifteten Gesichtszüge hinter einer übergroßen Sonnenbrille verbarg und leblos, in einer fast erstarrten Haltung, den Ausführungen ihrer Sitznachbarin ausgeliefert schien. Beide Damen waren in schwarz gekleidet.Was bei Iris Berben elegant erschien, wirkte bei Alice Schwarzer, wie das Outfit einer überalterten Kaffehaus-Tante.  Frau Schwarzer plapperte unentwegt auf Frau Berben ein, die dabei gelangweilt lächelte, sich gelegentlich hilflos umschaute, so als suchte sie nach Bekannten aus der Medien-und Schickeria-Welt, die sie von den nervtötenden Monologen der Schwarzer, wenigstens für einen Augenblich, auf eine Bussi-Länge, erlösen könnten. 

Iris Berben schaute aber in die falsche Richtung. Nicht weit von ihr entfernt, nur durch einen schmalen Gang getrennt, saß Thomas Gottschalk, mit einem Fünftage-Bart versehen und blickte mißmutig auf die Gäste in der vorderen Sitzreihe. Dort hatten sich der Hessische Ministerpräsident Roland Koch und Bundesbildungsministerin Schawan niedergelassen. Gottschalk kniff die Augen zusammen. Möglicherweise hatte er Frau Schawan zunächst mit seinem Vorgänger bei Wetten Dass, den Moderatoren Frank Elstner, verwechselt. Eine gewisse  äußerliche Ähnlichkeit, zwischen der Ministerin und dem TV-Mann Elstner, kann man ja nicht bestreiten.

Ich hatte diesesmal auf eine Akkreditierung verzichtet, mischte mich stattdessen unter das Volk und schaute mir das Spektakel, auf der erwähnten Ehrentribüne, die man wie ein abgestürztes Raumschiff, in unmittelbarer Nähe vom Bundestag, westlich vor dem Brandenburger Tor, gegenüber vor der Konzertbühne, in sicherem Abstand, wohl aber in Sichtweite, zum Volk, aufgebaut hatte, aus der Entfernung an.

Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich abertausende Besucher, aus allen Winkeln der Republik, aus Europa und der Welt, auf den historischen Plätzen der Hauptstadt, eingefunden.Die Stimmung war heiter, wenn auch nicht ausgelassen, eher feierlich, dem Anlass angemessen. Schwarz/Rot/Gold die Farben der Republik ,waren weit seltener zu sehen, als beipielsweise auf der Fußball-WM vor drei Jahren. 

Wie so häufig in diesen Tagen, beim Bummel durch Berlin, erklang ein babylonisches Sprachengewirr, als Ausdruck für die ungebrochene Beliebtheit der deutschen Hauptstadt, als internationales Kurzreiseziel.

Man konnte den Eindruck gewinnen, an diesem Nachmittag, an diesem Ort, die Bevölkerung verfüge über ein ausreichendes historisches Bewußtsein, um dankbar zu sein, dafür 6 Jahrzehnte keinen Krieg mehr erlebt zu haben, ein Faktum welches keiner deutschen Generation zuvor vergönnt war, sowie-trotz aller Probleme- in dem besten deutschen Staatswesen zu leben, welches es jemals gab.  

Ich schaute noch einmal auf die Tribüne, zu den Ehrengästen. Inzwischen hatten sich die Reihen gefüllt. Guido Westerwelle war eingetroffen, sprühte vor Energie und guter Laune, in Begleitung seines Lebensgefährten.

 Auch der Lebensgefährte von Iris Berben, der Stuntman Heiko Kiesow, saß jetzt auf seinem Platz, kritisch beäugt von Alice Scharzer, die immer noch wie ein Wasserfall quasselte.

Berlin Germany:Alice Schwarzer spricht mit einem Mann von Ihnen.

Schließlich tauchte der Bundesinnenmister auf, dann die Kanzlerin, die in Begleitung ihres Ehemannes, milde in die Menge winkte, danach zielstrebig ihren Platz ansteuerte, einmal kurz die illustre Runde, bestehend aus Gästen aus der Elite von Medien, Wirtschaft, Politik und Hochfinanz, überblickte, dabei einige der Anwesenden freundlich übersah, zum Beispiel Claudia Roth, die gerade etwas ungeschickt durch die Reihen stolperte, auf der Suche nach ihrem  Sitzplatz, um dann festzustellen, dass man sie auf den hinteren Bänken plaziert hatte,  während sie andere mit einem kurzen, knappen Gruß bedachte.

Berlin Germany:Angela Merkel von Ihnen.

Die Menge nahm das Schauspiel mit großem Interesse auf, viele Kurzurlauber äußerten sich begeistert, die politische Prominenz  einmal aus der Nähe sehen zu dürfen „Guck mal Mutti, die Merkelsche!“

Wie immer, wenn ich der Kanzlerin begegne, vor einigen Jahren titulierte ich sie einmal als „Frau Merkel“, auf einer öffentlichen Veranstaltung, was bei ihr eine gewisse Belustigung auslöste, nicht ohne dabei lächelnd einen herben Charme zu versprühen, der der breiten Masse verborgen bleibt, spürte ich die stille Faszination, die von Angela Merkel ausgeht.

Diese mecklenburgische Pfarrerstochter, wahrscheinlich eine der mächtigsten Frauen der Welt, ist für uneingenommene Beobachter schwer einzuschätzen. Der Verdacht kommt auf, die raffinierte Taktik des Machterhaltes ersticke jeden Anflug gestalterischer Vision. Die trüben Erfahrungen, der intellektuelle Mief, mit denen sie im „Deutschen Arbeiter-und Bauernstaat“ aufwuchs, mögen bei ihr eine solche Allergie hinterlassen haben, daß sie allzu gutgläubig den Ritualen des parlamentarischen Demokratismus erlag. Andererseits solle man sich nicht täuschen, hinter der freundlichen, unverbindlichen Fassade,der Kanzlerin, verbirgt sich ein Konzentration von Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz, die vielleicht erst in einer zweiten Amtszeit, möglicherweise in einer Koalition mit der FDP, ihren vollen Ausdruck erlangen wird.

Unterdessen hatte es sich unter den Besuchern herumgesprochen. Horst Köhler wurde in seinem Amt bestätigt, sogar im ersten Anlauf. Jetzt war auch das Geheimnis, für die gute Laune von Merkel und Westerwelle, ersichtlich.

Wenige Minuten später traf der Bundespräsident, in Begleitung von seiner charmenten Gattin, ein, und wurde von den Besuchern mit  starken Applaus begrüßt. Das neue und alte Staatsoberhaupt nahm neben der Kanzlerin platz, die ihm, ohne ihn dabei anzuschauen, einige Freundlichkeiten zuflüsterte.  

Inzwischen hatte Dainel Barenboim  die Konzertbühne betreten , das Konzert, anlässlich des 60. Jahrestages der Verabschiedung des Grundgesetzes, begann. Die Bundeskanzlerin, wie auch der Bundespräsident, schauten jetzt glücklich aus. Unter den Anwesenden verbreitete sich eine feierliche Grundstimmung, die Musik erklang. In diesem Augenblick schien es mir, als gäbe es keine Weltwirtschaftskrise, keine Verwerfungen, keine drohenden Herausforderungen, keine Politikverdrossenheit und keinen Anlass, an der Stabilität unserer Republik zu zweifeln.. 

Das Grundgesetz trat am 23. Mai 1949 in Kraft. Dieses Datum gilt als Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland.

Lesen Sie dazu auch….http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E319BE3E8D42E47168FFEC62B1049E47B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Ich habe immer mehr den Eindruck, dass man Freiheit mit Frechheit verwechselt.

Gino Cervi

Masters at work and La India „I can`t get no sleep“

http://www.morgenpost.de/berlin/article1097885/Ganz_Deutschland_feiert_in_Berlin.html