Afrikanische Totenklage-ein Film von Peter Scholl-Latour

August 3, 2009

                               @Ramon Schack

„Teneo te, Africa“ (ich halte dich fest, Afrika) soll Cäsar gesagt haben, als er erstmals seinen Fuß auf heute libyschen Boden setzte, als Ausdruck  des globalen Machtanspruches der damaligen-westlichen- Supermacht, dem Römischen Reich.

Für  den  heutigen Westen, vor allem aber für Europa, scheint dieser Ausspruch keine Gültigkeit mehr zu haben.Im Gegenteil(ich halte dich von mir fern, Afrika), scheint das Motto unserer Tage zu sein. Dabei grenzt Afrika ja fast direkt an die EU. Bei Tarifa, im südlichsten Punkt des europäischen Festlandes, werden beide Kontinente ja nur auf eine Länge von 15 Kilometern, durch die Straße von Gibraltar, getrennt. Lesen Sie dazu auch: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0530/horizonte/0087/index.html

Hierbei handelt es sich nicht nur um eine moralische Bankrotterklärung, sondern auch um eine geopolitische Stümperei ersten Grades

Das Engagement der USA in Afrika ist wesentlich größer, als das der EU. Auch in der europäischen Berichterstattung erscheint der „Schwarze Kontinent“ als eine Terra Inkognita“ wie zu Zeiten des Julius Cäsars.

Wen darf es da wundern, wenn die Volksrepublik China die Gunst der Stunde nutzt um Afrika zu kolonisieren, wie die Europäer in früheren Zeiten. Lesen Sie dazu mein Interview mit Adama Gaye:  http://ramon-schack.de/uploads/gaye_interview_sz.pdf 

Vor einigen Tagen traf ich mich mit Prof. Dr. Peter Scholl-Latour.Mit dem bekannten Publizisten und letzem großen Chronisten unserer Zeit, bummelte ich die Friedrichstraße entlang. Wir unterhielten uns angeregt über die aktuelle Weltlage- führten einen Tour d´Horizon.  Auf der Straße blieben die Leute stehen und drehten sich nach uns um-sie erkannten ihn. Zwei Jugendliche fragten nach einem Autogramm.   Die Sonne schien, und die ganze Sache war irgendwie locker und spritzig, vor allem aber unterhaltsam. Schließlich kehrten wir in einem Café ein. Der Geschäftsführer eilte an unseren Tisch und sagte“Sie bringen Glanz in unsere bescheidene Hütte“   

Scholl-Latour erzählte mir von seiner Zeit im Kongo, als er 1960-im Alter von 36 Jahren- den journalistischen Durchbruch erlangte. „Ich habe inzwischen die ganze Welt bereist, jeden Staat der Erde. Nach Afrika werde ich wohl nicht mehr zurückkehren. Diesem geschundenen Kontinent habe ich 2001 zum letzten Mal bereist und mit meinem Film, wie auch mit dem gleichnamigen Buch“Afrikanische Totenklage“ gewürdigt„, sagte mir Scholl-Latour. 

Afrikanische Totenklage, ein Film von Peter Scholl-Latour, sehr sehenswert:

 

Afrikanische Totenklage 1/5 DOKU

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