Vera Lengsfeld CDU:Das Busenwunder von Berlin

August 11, 2009

                                  

                                             @Ramon Schack

  „Ich weiß, deshalb bewerbe ich mich auch noch einmal um eine Legislaturperiode im Bundestag„, sagte mir Vera Lengsfeld, gesch. Wollenberger, nach meinem Hinweis auf die angespannte Arbeitsmarktsituation, bzw die hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland . Etwas erstaunt nahm ich diese Aussage, bezüglich der politischen Motivation von Frau Lengsfeld, zur Kenntnis.

Das war im Jahr 2004, als ich Frau Lengsfeld zu einem Interview im Deutschen Bundestag aufsuchte.

Vor der politischen Biographie von Frau Lengsfeld, hatte ich immer den größten Respekt. Als ehemaliges SED-Mitglied, wandelte  sie sich zu einer der bekanntesten Bürgerrechtlerin in der DDR und schärfsten Kritikerin dieses totalitären Staatswesens.

1988 wurde sie verhaftet und wegen“ versuchter Zusammenrottung“ ,so nannte man im „Arbeiter und Bauernparadies“ den Straftatbestand, zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. In ihrem Buch „Mein Weg zur Freiheit“, schildert Lengsfeld die unmenschlichen Haftbedingungen.In diesem Werk kann man auch nachlesen, wie Gregor Gysi, damals einer der wenigen zugelassenen Anwälte in der DDR, sie überredete nach  England auszureisen und ihre Kinder in der DDR zu lassen, mit dem Versprechen verbunden, diese kurtze Zeit später nachzuschicken. Stattdessen wurden die Kinder in der DDR festgehalten. 

Aufgrund dieser Tatsache, kehrte Lengsfeld 1989, im Jahr des Mauerfalls, ausgerechnet am 09.November, in die sterbende DDR zurück.

Vera Lengsfeld blieb politisch aktiv. 1991 erfuhr sie , dass ihr Ehemann Knud Wollenberger, sie als IMDonald jahrelang für die Stasi bespitzelt hat . Sie ließ sich scheiden und nahm ihren Geburtsnamen wieder an.

Frei nach dem Motto, nur wer sich ändert, bleibt sich treu, wechselte sie 1996 von den Grünen zur CDU, unter großem medialen Aufsehen.

Zu dieser Zeit näherte  sich, die ehemals linke Bürgerrechtlerin,  radikalliberalen, abgeschwächt auch nationalkonservativen, politischen Positionen an. 2005 schied sie aus dem Bundestag aus .

Dieses Jahr kandidiert Vera  Lengsfeld allerdings wieder für den Bundestag, ausgerechnet im Berliner Szene-Kiez Kreuzberg-Friedrichshain, dort wo die CDU in der Regel nur  ca.12% erhält.

Vielleicht auch deshalb, hat sich Frau Lengsfeld für diesen Wahlkampf etwas besonderes einfallen lassen. Ein Wahlplakat, welches für Aufsehen sorgt.

 Die Kanzlerin ist „not amused“, die CDU auch nicht.

Busenwahlkampf in Berlin:Lesebefehl: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/busen-wahlkampf-in-berlin/

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7 Responses to “Vera Lengsfeld CDU:Das Busenwunder von Berlin”

  1. Lisa Says:

    Ich bin schwerstens enttäuscht. Oder besser “wenn man sonst nichts sinnvolles zu sagen hat…”

    Gerade wo Frau Merkel endlich den Durchbruch erreicht hat, als Frau in der Politik ohne Dekollete und Kussmund erfolgreich zu sein, zieht so ein Schlampenplakat alles in den Dreck.

    Es interessiert nicht, ob Brüste oder gefärbtes Haar, es interessiert wieviel Hirn dahinter steckt. Aber bei Frau Lengsfeld, da war Hirn wohl aus, aber Möpse gab es noch. Genau diese Botschaft kommt bei mir als Wähler an. Das ist in etwa das Niveau von Kader Loth in der Politik.

    Welcher PR Berater hat sich nur diesen Quatsch ausgedacht? Frau Lengsfeld, Sie sollten sich dringend überlegen, ob Sie gut beraten werden! Aufmerksamkeit um jeden Preis?

  2. Waschechter Berliner Says:

    s läßt ja tief blicken

  3. Ralf H. Says:

    Vera, Deine Werbetexter haben nichts kapiert. Anstatt gegenüber kleinbrüstigen Frauen „mehr bieten“ zu wollen, gäbe es auch aktuelle Themen, die die Kreuzberg/Friedrichshainer interessieren. Z.B., dass der ehemaliger Osthafen, der als Grenzgebiet Jahrzehnte gesperrt war, nun wieder zur verbotenen Zone wird, für Medienkonzerne reserviert wird und die Spreeufer blockiert.
    Willst Du uns mit „mehr zu bietenden“ Brüsten im Bundestag vertreten? Das bist nicht Du!

  4. Matsch Says:

    Wobei ich es aber bezweifle, ob die CDU-Kandidatin bei der Klientel, die „Spree für alle“ fordert (aber natürlich nur sich selbst im Sinn hat, also das Dauerpartyvolk von 16 bis maximal 30), nur den Hauch einer Chance hat.
    In Wahrheit nehmen diese Clubs – ob Bar25, das RAW-Gelände oder wie sie alle heißen mögen – in dreister Manier öffentliche Freiflächen für sich in Beschlag. Denen geht es nicht um den ‚Bürger‘.
    Mediaspree ist natürlich trotzdem kacke. Dafür muss man nicht die Spreeufer opfern.

  5. Genießer Says:

    Einen Blieck in den Ausschitt läßt einen großen wabbelnden Busen vermuten. Nun würde ich mich gerne auch an ihren Krampfadern ergötzen.


  6. Ich weiß nicht, ob man in diesem Fall von einem flachen Wahlkampf sprechen kann, eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Was aber müsste ich als Mann alles auf einem Plakat „heraushängen“ lassen, um Aufsehen zu erregen? ;.)

  7. Fionna Says:

    Jetzt gibts das Plakat von Lengsfeld persönlich handsigniert auf http://www.tamundo.de/auction-signiertes-cduwahlplakat-vera-lengsfeld-wir-haben-mehr-zu-bieten-2863368.html?m=0 zu ersteigern. Der Erlös kommt ihrem Bürgervein, der sich mit Opfern der SED-Diktatur auseinandersetzt zu Gute.

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