Die Gaddafis-eine libysche Familie

September 10, 2009

 

                                    @Ramon Schack

Muammar el Gaddafi ist im Westen schon immer weit überschätzt worden. Er war nie ein großer arabischer Volksheld, als der er gern gegolten hätte. Ein paar einfältige Sensationsreporter konnte er mit seinen theatralischen Beduinenauftritten beeindrucken. Der inzwischen verstorbene Jörg Haider, der in seiner Heimat-dem zweiten deutschen Staat- ja nur zu gerne xenophobe Tendenzen instrumentalisierte wenn es ihm nützte, war ja auch ein enger Freund der Gaddafis.

 In den übrigen Staaten der arabisch-islamischen Welt wurde dieser unberechenbare Paranoiker als “Mahbul”, als Verrückter,bezeichnet.

Inzwischen schwingt sich sich Gaddafi, der neue Darling des Westens, zum Anwalt der Palästinenser auf, obwohl in Libyen der jahrzehntelang propagierte “Panarabismus” inzwischen einem diffusen “Panafrikanismus” als ofizielle Staatsdoktrin abgelöst hat.

Gaddafi mag für seine Untertanen ein weniger blutrünstiger veranlagter Despot sein, als  esSadam Hussein beispielsweise war. Aber harmlos ist dieser Autokrat nicht. Im Gegensatz zu Sadam Hussein, der die eigene Bevölkerung drangsalierte und zahllose Morde im Inland befahl, sich aber niemals als internationaler Terrorist betätigt hat. Gaddafi hingegen hat Verschwörer, Attentäter, Aufständische und Bombenleger weltweit unterstützt-von Nordirland bis zu den südlichen Philippinen.Von seiner Beteiligung an dem Lockerbie-Attentat -von 1988 -ganz zu schweigen:

In diesem Zusammenhang darf es nicht verwundern, wenn dem inzwischen freigelassenen Lockerbie-Attentäter in Libyen ein begeisteter Empfang bereitet wird.  Lesebefehl:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,644245,00.html

An diesem Beispiel entblödet sich die Außenpolitik des Westens, gegenüber der islamischen Welt im Allgemeinen, sowie der Arabischen im Speziellen, zum wiederholten Mal auf eindrucksvolle Weise.Seinen gefährlichsten Gegnern kriecht der Westen in den Hintern,neben Libyen wäre vor allem Saudi-Arabien zu nennen, während potentielle Verbündete wie der Iran zum  Teufelsstaat Nr. 1 erklärt werden .

Kürzlich sorgte Gaddafi wieder einmal fürSchlagzeilen. Der Vater von 7 Kindern forderte dazu auf die Schweiz aufzulösen, beziehungsweise unter ihren Nachbarstaaten aufzuteilen. Grund: Im vergangenen Jahr wurde der Gaddafi-Sohn Hannibal in Genf verhaftet:

Lesebefehl:   http://www.faz.net/s/Rub501F42F1AA064C4CB17DF1C38AC00196/Doc~E8F4E67039CD04C27913C9961FE7E83EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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