Geopolitik:Britisches Institut sieht Macht der USA schwinden

September 15, 2009

                                 @Ramon Schack

Befinden sich die USA schon in dem unerbittlichen, historischen Prozess,  welcher den Aufstieg und den Niedergang großer Imperien begleitet?
 

 „Die USA befinden sich im Niedergang. Der Status der alleinigen Supermacht wird bald der Vergangenheit angehören.“

 So lautet eine Prognose des angesehenen britischen Institutes für Strategische Studien:  http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2132756/britisches-institut-sieht-macht-usa-schwinden.story

 

Noch ist der Status der  Weltmacht nicht ernsthaft in Frage gestellt. Die Hypermacht mit kontinentalen Außmaßen verfügt zudem über ein wirtschaftliches und militärisches Potential, dem seine Gegner und Partner nichts entgegenzusetzen haben.

Man sollte auch nicht die Fähigkeiten dieses 300 Millionen Volkes unterschätzen, sich trotz aller Krisen, Desaster und Katastrophen, die über die USA in der zweiten Amtszeit von George W. Bush hereingebrochen sind, zu behaupten.Militärisch sind die USA immer noch die mächtigste Kraft der Welt, zu Wasser, in der Luft, wenn auch schon lange nicht zu Lande. 

Wenn allerdings die Ära Bush mit einer massiven Verstaatlichung der Banken beendet wurde, mit ungelösten militärischen Konflikten, einem gescheiterten “War against Terror”, sei allerdings die Frage erlaubt, wie interpretierte dieser EX-Präsident diesen Fingerzeig Gottes, dem er sich angeblich verplichtet fühlte, bzw. dessen Bewegungen er zu folgen gedachte?   

Francis Fukuyama ,der nach dem Zusammenbruch des Weltkommunismus  noch vom Ende der Geschichte schwärmte,, bzw. von der ungehemmten Ausbreitung von Demokratie und Marktwirtschaft, hat sich inzwischen mit Grausen von dem Milieu der gescheiterten Neokonservativen abgewandt.

Inzwischen warnt Fukuyama von dem populistischen Zorn der amerikanischen Provinz und dem Verblassen des Mythos vom “American Dream” 

Barack Obama mag sich den Herausforderungen seiner Amtszeit bewußt sein.

Ob er sich dabei an dem sogenannten “New Deal” orientiert, wie einst Franklin D. Roosevelt, bzw. ob dieses staatliche Konjunkturprogramm auf die heutige Zeit übertragbar ist, bleibt zur Stunde noch ungewiss. 

Lesen Sie dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/international/obama-warnt-ignoranten-an-der-wall-street;2456698

Wahrscheinlich weiß es Obama selbst noch nicht genau. Roosevelt gelang es zu Beginn der 1930 er Jahre die Katastrophe einzudämmen, nachdem sein Vorgänger Herbert C. Hoover noch bis zuletzt beteuert hatte”Business as usual, prosperity is around the corner”.

Allerdings war die ökonomische Stabilisierung der Roosevelt-Politik nicht dauerhaft. Der Rückfall in die Stagnation wurde nur durch das zunehmende Eingreifen der USA in die kriegerischen Wirren Europas, bis hin zum totalen Kriegseintritt und die damit verbundene  Ankurbelung einer gigantischen Rüstungsindustire überwunden.

Die Losung “This country is built on an appetite for risk-Amerika ist aus einem Lust am Risiko hervorgegangen“, hat sich Obama angeblich zu eigen gemacht. Ob man in diesem Zusammenhang, das  sich abzeichnende Engagement der USA im Nordwesten Pakistans, als Zeichen an der Wand zu interpretieren hat? 

Sehen Sie dazu auch die fünfteilige Dokumentation“Zwischen den Fronten“ aus dem Jahr 2008.

ZDF Zwischen den Fronten – Die neuen Achsen der Macht 1/5

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2 Responses to “Geopolitik:Britisches Institut sieht Macht der USA schwinden”


  1. ungelöste Konflikte hatte auch Bush zur Genüge von seinen Vorgängern übernehmen müssen:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/08/25/die-ruckkehr-der-realpolitik/

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