ISAF-Afghanistan-Mission droht zu scheitern

September 21, 2009

 

                       @Ramon Schack

Droht die ISAF-Mission in Afghanistan zu scheitern? Ja, wenn man den Worten des obersten NATO-Kommandeurs in Afghanistan, dem amerikanischen General Stanley McChrystal, Glauben schenken möchte.

McChrystal fordert eine deutliche Aufstockung der Truppen.Sollte in den nächsten zwölf Monaten keine Trendumkehr erreicht werden, riskiere man „ein Ergebnis, bei dem ein Sieg über den Aufstand nicht länger möglich ist“, heißt es in einer am Montag von der „Washington Post“ in weiten Teilen veröffentlichten Lageeinschätzung McChrystals für Verteidigungsminister Robert Gates. „Unzureichende Kräfte werden vermutlich zu einem Scheitern führen“, schreibt der General .

http://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-mission-droht-zu-scheitern;2459015

McChrystal  kritisierte damit direkt  die Äußerungen von US-Präsident Obama, der erst dann weitere Truppen schicken möchte, wenn die richtige Strategie zur Bekämpfung der Taliban feststeht. Barack Obama hat bisher seiner Strategie, die er zu Beginn des Jahres formulierte, keine Taten folgen lassen.Damals signalisierte Obama Gesprächsbereitschaft, mit sogenannten gemäßigten Taliban. Gemessen an diesen Worten, hat Obama bisher versagt.

Inzwischen spricht man in der amerikanischen Militärführung, und nicht nur dort, von Afpak, bezogen auf diesen Kriegsschauplatz. Dieser geostrategische Neologismus basiert ja auf der Tatsache, dass ohne die Ausweitung, der bisherigen Kampfhandlungen, auf das Staatsgebiet Pakistans, die Taliban militärisch nicht zu besiegen sind. Allerdings sollte man sich verdeutlichen, dass  man sich bezüglich Pakistan mit einer Nation einlässt, die mehr Einwohner als Russland zählt, sowie auch noch über Atomwaffen verfügt.

Abgesehen davon, in der westlichen Öffentlichkeit findet bezüglich Afghanistan,  seit 2002, eine permanente Desinformation statt. Wer will denn schon zur Kenntnis nehmen, dass das abscheuliche Attentat von NINE ELEVEN nicht das Werk indoraischer afghanischer Freischärler, sondern saudi-arabischer Studenten war. Al Qaida ist keine afghanische , sondern eine saudische Organiation. Finanziert wird sie – so berichten US-Medien- zu einem wesentlichen Teil durch den Trust „DAR-el Maal el Islami“ des hoch angesehenen Prinzen Mohammed el Faisal und seinesgleichen. Vergessen wir auch nicht, daß Osama Bin Laden seine „Grüne Fremdenlegion einst in enger Kooperation mit dem CIA rekrutierte, um sie gegen die damalige sowjetische Okkupation Afghanistans einzusetzen. Sogar an der Aufstellung der Taliban-Horden des Mullar Omar waren amerikanische und pakistanische Geheimdienstler maßgeblich beteiligt. Viel zu spät entdeckten sie , daß sie sich  mit unheimlichen Gesellen eingelassen hatten:Lesen Sie dazu auch:  https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa/

Die populistische Parole der Partei „Die Linke“, „Raus aus Afghanistan“, frei nach dem Motto-nach uns die Sinflut, ist sicherlich wenig hilfreich,  so wie gesammte Programatik dieser Bluff-Partei.

Viel eher sollte man auf Experten hören, die über die benötigte Sachkenntnis verfügen, wie beispielsweise Peter Scholl-Latour:

In diesem Zusammenhang verweise ich auf mein Interview mit Peter Scholl-Latour: Lesebefehlhttp://www.freitag.de/politik/0911-afghanistan-obama-taliban-verhandlungen

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