Ich glaube nicht mehr daran, dass der Mensch gut ist

Peter Scholl-Latour in einem Gespräch mit Ramon Schack

 

L.T.D – Feel It

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Commercial Classics

Oktober 30, 2009

Levis Commercial „Fall“ (1994) Oilrig

                                    

                                              @Ramon Schack

Unsere Zeit ist eine kämpferische Zeit, sie braucht eine Jugend die kämpfen kann, wenn nötig, mit der Waffe in der Hand.“

 Margot Honecker, DDR-Volksbildungsministerin, 1989 

Margot Honecker war wohl die mächtigste Frau der DDR. 

Die gelernte Telefonistin war ja nicht nur die Volksbildungsministerin der DDR, sondern auch die Ehefrau von Erich Honecker, dem Generalsekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Staatsratsvorsitzenden der DDR, wie er sich bis 1989 offiziell tiulieren ließ. In der Bevölkerung war sie verhasst, gefürchtet, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen.

Der lila Drache wurde sie hinter vorgehalter Hand genannt, in Anlehnung an ihre damalige Haartönung.

Noch heute versuchen viele ehemalige SED-Pauker und Margot Honecker Pädagogen, im Osten der Republik, eine kritische Aufarbeitung der DDR-Geschichte zu verhindern. Lesen Sie dazu auch einen Artikel von Freya Klier:  http://www.welt.de/politik/article2882727/Der-lila-Drache-und-die-Maer-von-der-schoenen-DDR.html

Die stalinistische Prägung ihrer Jugendzeit hat Margot Honecker nie überwunden. 20 Jahre nach ihrem Sturz, feierte Margot Honecker kürzlich den fiktiven 60. Jahrestag der DDR, in ihrem Exil in Chile. Das Video ist jetzt auf Youtube aufgetaucht: Lesen Sie dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/margot-honecker-lobt-die-ddr;2475927

Ob Margot Honecker sich darüber im Klaren ist, dass es ihr auch hätte gehen können, wie Elena Ceaucescu? Lesen Sie dazu auch: https://ramonschack.wordpress.com/2009/10/15/7513/

DDR 60

                                   @Ramon Schack

Ob Karl-Theodor zu Guttenberg(CSU) sich schon jetzt nach seinem Posten als Bundeswirtschaftsminister zurücksehnt ?

Obwohl er erst seit wenigen Stunden als neuer Bundesverteidigungsminister im Amt ist, wird er unmittelbar mit der grausamen Realität des ISAF-Abenteuers in Afghanistan konfrontiert.

Kaum hatte Guttenberg seinen Vorgänger, den Totalversager Franz Josef Jung, bei einem Großen Zapfenstreich für dessen „Verdienste“ gewürdigt, da landete ein Flugzeug mit brisanter Post:Dem NATO-Untersuchungsbericht  zu dem von einem Bundeswehr-Oberst im September angeordneten Luftangriff mit vielen Toten in Afghanistan. Adressat: Karl-Theodor zu Guttenberg.

Ob Guttenberg, mit 37 Jahren der jüngste Verteidigungsminister der Bundesrepublik, angesichts dieser Herausforderungen noch länger der Liebling der deutschen Öffentlichkeit bleibt?Man sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen, der Posten des Bundesverteidigungsministers galt lange Zeit als Schleudersitz.

Droht die ISAF-Mission in Afghanistan zu scheitern? Ja, wenn man den Worten des obersten NATO-Kommandeurs in Afghanistan, dem amerikanischen General Stanley McChrystal, Glauben schenken möchte. McChrystal forderte im September eine deutliche Aufstockung der Truppen.Sollte in den nächsten zwölf Monaten keine Trendumkehr erreicht werden, riskiere man „ein Ergebnis, bei dem ein Sieg über den Aufstand nicht länger möglich ist“, hieß es in einer im September von der „Washington Post“ in weiten Teilen veröffentlichten Lageeinschätzung McChrystals für Verteidigungsminister Robert Gates. „Unzureichende Kräfte werden vermutlich zu einem Scheitern führen“, schrieb damals der General .

McChrystal  kritisierte damit direkt  die Äußerungen von US-Präsident Obama, der erst dann weitere Truppen schicken möchte, wenn die richtige Strategie zur Bekämpfung der Taliban feststeht. Barack Obama hat bisher seiner Strategie, die er zu Beginn des Jahres formulierte, keine Taten folgen lassen.Damals signalisierte Obama Gesprächsbereitschaft, mit sogenannten gemäßigten Taliban. Gemessen an diesen Worten, hat Obama bisher versagt.

Inzwischen spricht man in der amerikanischen Militärführung, und nicht nur dort, von AfPak, bezogen auf diesen Kriegsschauplatz. Dieser geostrategische Neologismus basiert ja auf der Tatsache, dass ohne die Ausweitung, der bisherigen Kampfhandlungen, auf das Staatsgebiet Pakistans, die Taliban militärisch nicht zu besiegen sind. Allerdings sollte man sich verdeutlichen, dass  man sich bezüglich Pakistan mit einer Nation einlässt, die mehr Einwohner als Russland zählt, sich im freien Fall befindet, sowie auch noch über Atomwaffen verfügt.

Abgesehen davon, in der westlichen Öffentlichkeit findet bezüglich Afghanistan,  seit 2002, eine permanente Desinformation statt. Wer will denn schon zur Kenntnis nehmen, dass das abscheuliche Attentat von NINE ELEVEN nicht das Werk indoraischer afghanischer Freischärler, sondern saudi-arabischer Studenten war. Al Qaida ist keine afghanische , sondern eine saudische Organiation. Finanziert wird sie – so berichten US-Medien- zu einem wesentlichen Teil durch den Trust „DAR-el Maal el Islami“ des hoch angesehenen Prinzen Mohammed el Faisal und seinesgleichen. Vergessen wir auch nicht, daß Osama Bin Laden seine „Grüne Fremdenlegion einst in enger Kooperation mit dem CIA rekrutierte, um sie gegen die damalige sowjetische Okkupation Afghanistans einzusetzen. Sogar an der Aufstellung der Taliban-Horden des Mullar Omar waren amerikanische und pakistanische Geheimdienstler maßgeblich beteiligt. Viel zu spät entdeckten sie , daß sie sich  mit unheimlichen Gesellen eingelassen hatten:Lesen Sie dazu https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa

Die populistische Parole der Partei „Die Linke“, „Raus aus Afghanistan“, frei nach dem Motto-nach uns die Sinflut, ist sicherlich wenig hilfreich,  sondern dient nur der Stimmenmaximierung.Viel eher sollte man auf Experten hören, die über die benötigte Sachkenntnis verfügen, wie beispielsweise Peter Scholl-Latour:In diesem Zusammenhang verweise ich auf mein Interview mit Peter Scholl-Latour vom März dieses Jahres: Lesebefehlhttp://www.freitag.de/politik/0911-afghanistan-obama-taliban-verhandlungen

Zitat des Tages

Oktober 29, 2009

Unkraut wächst in zwei Monaten, eine rote Rose braucht dafür ein ganzes Jahr„.

Mevlana Celaleddin Rumi

                                                @Ramon Schack

Bundeskanzlerin Angela Merkel beginnt heute ihre zweite, wahrscheinlich auch letzte, Amtszeit.

Der persönliche Wunsch der Kanzlerin, der Weltöffentlichkeit bis zum 9. November, dem 20. Jahrestag des Mauerfalls, die neue Bundesregierung zu präsentieren, hat sich damit erfüllt. Die neue Schwarz-Gelbe Regierungskoalition dürfte auch den Vorstellungen der Kanzlerin entsprechen. Einige Minister aus dem alten Kabinett wurden auf andere Posten abgeschoben, wie beispielsweise Wolfgang Schäuble-frei nach dem Motte“Unbeliebt ist er ja eh schon, da kann er auch Finanzminister werden“ . Der Koalitionspartner FDP erhält, basierend auf dem hohen Wahlergebnis, mehr Ministerposten als jemals zuvor in der Geschichte dieser Partei.   

Unabhängig davon, sei die Frage erlaubt, welche Zielsetzungen, welches politische Credo, strebt Angela Merkel in ihrer zweiten Amtszeit an?  

Diese mecklenburgische Pfarrerstochter, wahrscheinlich eine der mächtigsten Frauen der Welt, ist für uneingenommene Beobachter schwer einzuschätzen. Der Verdacht kommt auf, die raffinierte Taktik des Machterhaltes ersticke jeden Anflug gestalterischer Vision. Die trüben Erfahrungen, der intellektuelle Mief, mit denen sie im „Deutschen Arbeiter-und Bauernstaat“ aufwuchs, mögen bei ihr eine solche Allergie hinterlassen haben, daß sie allzu gutgläubig den Ritualen des parlamentarischen Demokratismus erlag. Andererseits solle man sich nicht täuschen, hinter der freundlichen, unverbindlichen Fassade,der Kanzlerin, verbirgt sich ein Konzentration von Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz, die vielleicht erst jetzt, in einer zweiten Amtszeit, ihren vollen Ausdruck erlangen könnte.Sicher ist das aber nicht.

Angela Merkel und der Preis der Macht:Lesebefehl:http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/angela-merkel-und-der-preis-der-macht;2474690

Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen,
was sie nicht hören wollen…

George Orwell

 

Chaka Khan – Ain’t Nobody (HQ audio) —– with subtitles !

                                                  @Ramon Schack

Jürgen Rieger, der stellvertretende NPD-Vorsitzende, liegt angeblich im Sterben. Der Hamburger Anwalt gilt als er der bekanntesten und einflußreichsten Neo-Nazis der Bundesrepublik

Rieger habe in einer NPD-Bundesvorstandssitzung am Samstag einen Schlaganfall erlitten und sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Dortmunder NPD hatte bereits eine Todesanzeige veröffentlicht, sie dann aber jedoch zurück genommen. Er habe in  Parteivorstandsitzung in der Parteizentrale der NPD über Beschwerden geklagt und mit Verdacht auf einen Schlaganfall in ein Berliner Krankenhaus eingeliefert worden.

Eine Blutung im Hirn soll dann in der Nacht zum Sonntag zum Hirntod des 63jährigen geführt haben. Derzeit kämpfen die Ärzte noch um sein Leben.

Rieger zählt zu den bekanntesten und einflußreichsten Personen der rechtsextremen Szene und hat sich vor allem als Finanzier und Anwalt einen Namen gemacht. Darüber hinaus sorgte er als passionierter Rassentheoretiker und Sammler von NS-Devotionalien für Schlagzeilen. Erst im Sommer wurde bekannt, daß Rieger ein Kraft-durch-Freude-Museum in Wolfsburg plant.

In den vergangen 5 Jahren kam es  zu einem wahren Massensterben unter hohen NPD-Funktionären.

2005 verstab die NPD-Bundestagskandidatin Kerstin Lorenz: http://de.wikipedia.org/wiki/Kerstin_Lorenz

2006 verunglückte der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Uwe Leichsenring  bei einem Verkehrsunfall tödlich.http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Leichsenring

Vor einigen Monaten kam der DVU/NPD-Politiker Günther Schwemmer bei einem Autounfall ums Leben.

Lesen Sie dazu auch:  https://ramonschack.wordpress.com/2009/03/25/npddie-weisen-kommen-vor-gericht/

“  Das Schicksal Martin Luther Kings hängt als düstere Mahnung über diesem Mann, der entgültig der Erkenntnis zum Durchbruch verhalf, daß die politische Ausrichtung der USA nicht mehr durch eine Bevölkerungsminderheit definiert wird, die sich rühmte „White Anglo Saxon  and Protestant“ zu sein. Welches auch immer das Schicksal des jetzigen Präsidenten sein mag, hier ist ein Deich gebrochen.“ 

Peter Scholl-Latour- Die Angst des weißen Mannes  -Ein Abgesang /Propyläen

 

                                  @Ramon Schack

Heute vor 80 Jahren-am 25.Oktober 1929-brach die Welt zusammen. Es war der Tag des großen Börsensturzes von New York City.

Lesen Sie dazu auch:http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/vor_80_jahren_brach_die_welt_zusammen_1.3924259.html

Dieses Datum sollte die historische Entwicklung des vergangenen 20.Jahrhunderts dramatisch beeinflussen. Ohne den Börsensturz wäre Hitler niemals an die Macht gekommen, den 2. Weltkrieg hätte es in der bekannten Form niemals gegeben.   

In den USA gelang es dem neuen Präsidenten Roosevelt zu Beginn der 1930 er Jahre die Katastrophe einzudämmen, nachdem sein Vorgänger Herbert C. Hoover noch bis zuletzt beteuert hatte”Business as usual, prosperity is around the corner”.

Allerdings war die ökonomische Stabilisierung der Roosevelt-Politik nicht dauerhaft. Der Rückfall in die Stagnation wurde nur durch das zunehmende Eingreifen der USA in die kriegerischen Wirren Europas, bis hin zum totalen Kriegseintritt und die damit verbundene  Ankurbelung einer gigantischen Rüstungsindustrie überwunden.

Die Losung “This country is built on an appetite for risk-Amerika ist aus einem Lust am Risiko hervorgegangen“, hat sich Obama angeblich zu eigen gemacht. Ob man in diesem Zusammenhang, das angekündige militärische Engagement der USA im Nordwesten Pakistans, als Zeichen an der Wand zu interpretieren hat?  

Um die damaligen Ereignisse zu verstehen, beziehungsweise die Folgen für die Menschen zu erfassen, lohnt sich ein literarischer Ausflug in die Vergangenheit.

 „Der grosse Gatsby “sei zu nennen, das Werk von F. Scott Fitzgerald, der zusammen mit seiner Frau Zelda, als das Traumpaar des JAZZ-AGE, der roaring Twenties, der wilden Zwanziger Jahre, bzw. als Angehöriger der sog. verlorenen Generation-  zwischen den beidenWeltkriegen- galt.

In diesem Buch geht es um das hedonistische Lebensgefühl jener Zeit bis zum Börsensturz von 1929. Lesen Sie dazu :http://www.zeit.de/2006/22/L-Fitzgerald_xml?page=all

Zu Lebzeiten verkaufte sich das Buch nicht sehr erfolgreich. Fitzgerald verstarb 1940, seine Frau Zelda kam 1948 bei einer Brandkatastrophe  ums Leben.

Erst in den 1970er Jahren erlangte das Werk Fitzgeralds einen Kultstatus.

 Der Song „Being Boring“ der Pet Shop Boys bezieht seinen Titel aus einem Fitzgerald zugeschriebenem Zitat über seine Frau Zelda: „She refused to be bored chiefly because she wasn’t boring.“   http://www.youtube.com/watch?v=2cbD0zHYC4k

 

Vor einigen Tagen sah ich den Film „Splendor in the Grass“. Ein Meisterwerk. Auf Deutsch erschien dieser Film seinerzeit unter dem idiotischen Titel“Fieber im Blut“. 

Vor dem Hintergrund der „Roaring Twenties“, der „Goldenen Zwanziger“, über den „Schwarzen Freitag“ von 1929, bis hin zur großen Depression, wird eine tragische Liebesgeschichte geschildert

http://de.wikipedia.org/wiki/Splendor_in_the_Grass

Anbei ein Filmausschnitt aus „Splendor in the Grass“. Meiner bescheidenen Meinung nach, handelt es sich um einen der besten 10 Filme des 20. Jahrhunderts.

 

Splendor in the Grass Pt.10 of 12