Boracay -die Perle der Philippinen

Oktober 25, 2009

 

                                          @Ramon Schack

Neulich fragte mich ein guter Freund, welcher Punkt der Erde mir persönlich am schönsten erschienen sei und eine besondere Empfehlung verdiene.

Ich ließ mir mit meiner Antwort ein wenig Zeit, während ich an meine 1990er Jahre dachte, als ich mich exzessiv der Droge Fernreisen hingab. 

Schließlich  antwortete ich, daß die idyllischsten Plätze, denen man sich auch sentimental verbunden fühlt, eigentlich nur in der Erinnerung existieren. Wehe dem, so fügte ich hinzu, der an den Ort früheren Entzückens zurückkehrt.  

Wenn es aber einen Ort auf der Erde gibt, mit dem mich nahezu paradiesische Erinnerungen verbinden , dann handelt es sich um die philippinische Insel Boracay, im Südchinesischen Meer.

Vor knapp 12 Jahren, im Januar 1998, waren wir nach einer abenteuerlichen zweitätigen Anreise, auf Boracay angekommen. Diesem Aufenthalt ging damals eine mehrwöchige Reise durch das philippinische Inselarchipel voraus. Auf der Insel Panay hatten wir eine Gruppe von Fischern getroffen, mit deren Barkasse wir die Überfahrt auf  das sagenumwobenen Eiland Boracay antreten wollten.

When I was younger so much younger then today:Philippines. January 1998 von Ihnen.

Bis zur Abfahrt  vergingen allerdings einige Stunden. Der malerische Hafen lag im roten Licht der Abendsonne. 

Wir bummelten über das kleine Hafengelände, wo sich sogenannte See-Zigeuner sammelten und uns blendend weiße Korallenbüsche anboten. Die großen Segler mit dem knallbunt bemalten Bug wirkten extisch und fremd.

Es war schon dunkel als wir endlich die Überfahrt antreten konnten. Eine mysteriöse chinesische Dame, mit Kurzhaarschnitt, die Zigarillos rauchte, gehörte zur Reisebegleitung. Während der kurzen Überfahrt kamen wir mit der Dame ins Gespräch, die sich als Hotelbesitzerin ausgab und uns ein Cottage direkt am Strand anbot. Bei unserer Ankunft bot sich ein faszinierendes Schauspiel. Die Palmenhaine wehten sanft in der Dämmerung, der breite  schneeweiße Sandstrand leuchtete  im hellen Mondlicht. Wie die Entdecker voriger Jahrhunderte, mußten wir einige Meter vor dem Strand das Boot verlasssen, um im knietiefen Wasser and Land zu waten.   Die chinesische Dame führte uns zu unserer Behausung.

Als ich am nächsten Morgen erwachte- fühlte ich mich in eine wahrhaft paradiesische Umgebung versetzt, in eine Art Südseetraum.

Boracay Philippines 1998 von Ihnen.

Die Begegnung mit dieser Insel und ihren Einwohnern war damals nicht nur ein exotisches, sondern auch ein erotisches Erlebnis, aber das gehört jetzt nicht hierher. Von den Auswüchsen des Massentourismus war Boracay damals noch weitgehend verschont, der Fremdenverkehr war damals erst im zarten Aufbau begriffen.

When I was younger so much younger then todayBoracay Philippines January 1998 von Ihnen.

In jedem Dorf das wir durchquerten, fanden irgendwelche religiösen Feierlichkeiten statt. Bronzefarbene schöne Menschen, in bunter fast mediteraner Kleidung, begrüßten uns freundlich mit  Mabuhay und“Hello Joe“, wie man auf den Philippinen Fremde zu nennen pflegt. Das Erbe der Hispanität war auf Boracay noch lebendig und war Bestandteil der Alltagskultur der malayo-polynesischen Bevölkerung.

when I was younger.. so much younger then today. Boracay Philippines 1998 von Ihnen.

 Mit den Kellnern, die uns  in unserem Stammrestaurant Langusten und Seefrüchte servierten, konnten wir uns in fast reinem Kastillianisch/Spanisch verständigen, was in den übrigen philippinischen Provinzen-trotz jahrhundertelanger spanischer Kolonisation, längst nicht mehr möglich war. 

Inzwischen hat sich der Massentourismus der Insel bemächtigt . Wir verbrachten insgesamt nur 10 Tage auf Boracay, weil es uns wieder nach Manila trieb.  Boracay wird mir aber immer als „Insel aus Träumen geboren„, in Erinnerung bleiben.

 

Boracay – ONLY IN THE PHILIPPINES!

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