Die zweite Amtszeit:Angela Merkel und der Preis der Macht

Oktober 28, 2009

                                                @Ramon Schack

Bundeskanzlerin Angela Merkel beginnt heute ihre zweite, wahrscheinlich auch letzte, Amtszeit.

Der persönliche Wunsch der Kanzlerin, der Weltöffentlichkeit bis zum 9. November, dem 20. Jahrestag des Mauerfalls, die neue Bundesregierung zu präsentieren, hat sich damit erfüllt. Die neue Schwarz-Gelbe Regierungskoalition dürfte auch den Vorstellungen der Kanzlerin entsprechen. Einige Minister aus dem alten Kabinett wurden auf andere Posten abgeschoben, wie beispielsweise Wolfgang Schäuble-frei nach dem Motte“Unbeliebt ist er ja eh schon, da kann er auch Finanzminister werden“ . Der Koalitionspartner FDP erhält, basierend auf dem hohen Wahlergebnis, mehr Ministerposten als jemals zuvor in der Geschichte dieser Partei.   

Unabhängig davon, sei die Frage erlaubt, welche Zielsetzungen, welches politische Credo, strebt Angela Merkel in ihrer zweiten Amtszeit an?  

Diese mecklenburgische Pfarrerstochter, wahrscheinlich eine der mächtigsten Frauen der Welt, ist für uneingenommene Beobachter schwer einzuschätzen. Der Verdacht kommt auf, die raffinierte Taktik des Machterhaltes ersticke jeden Anflug gestalterischer Vision. Die trüben Erfahrungen, der intellektuelle Mief, mit denen sie im „Deutschen Arbeiter-und Bauernstaat“ aufwuchs, mögen bei ihr eine solche Allergie hinterlassen haben, daß sie allzu gutgläubig den Ritualen des parlamentarischen Demokratismus erlag. Andererseits solle man sich nicht täuschen, hinter der freundlichen, unverbindlichen Fassade,der Kanzlerin, verbirgt sich ein Konzentration von Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz, die vielleicht erst jetzt, in einer zweiten Amtszeit, ihren vollen Ausdruck erlangen könnte.Sicher ist das aber nicht.

Angela Merkel und der Preis der Macht:Lesebefehl:http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/angela-merkel-und-der-preis-der-macht;2474690

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2 Responses to “Die zweite Amtszeit:Angela Merkel und der Preis der Macht”

  1. Ex-Sozi Says:

    Ich als geborener und sozialisierter Linker (Jahrgang 1953) freue mich für die Mitbürger aus den sog. „unteren Schichten“, dass jemand aus der C-Partei Kanzler(in) geworden ist! Und ich freue mich ehrlich.
    Die Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten der SPD-Grüne-Regierung hat Frau Merkel den „normalen“ Menschen nicht angetan.
    Und sie scheint auch die Markt-Radikalos von der FDP, die eigentlich längst keine Liberalen mehr sind (wie Maihofer, Hirsch, Friderichs, Baum, ja auch Scheel – aber niemals Genscher, der selbst vom dubiosen Henry Kissinger als „slicky man“ apostrophiert wurde und dies zusammen mit Lambsdorf 1982 auch bewies) im Zaum zu halten.
    Glück auf, Frau Merkel.
    Ich bin ein nativ-Roter, aber der SPD wünsche ich: Unter 20%! Subito! Jedenfalls, so lange noch irgendeiner aus der Schröder-Junta Einfluss hat.

  2. Waschechter Berliner Says:

    Da ist die Merkelsche schon clever, muss man ihr lassen.
    Die einzige Konkurrenz 2013 wäre wohl zu Guttenberg, aber der wird ja jetzt erstmal als Verteidigungsminister „demoliert“…

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