Afghanistan:Post für Karl-Theodor zu Guttenberg

Oktober 29, 2009

                                   @Ramon Schack

Ob Karl-Theodor zu Guttenberg(CSU) sich schon jetzt nach seinem Posten als Bundeswirtschaftsminister zurücksehnt ?

Obwohl er erst seit wenigen Stunden als neuer Bundesverteidigungsminister im Amt ist, wird er unmittelbar mit der grausamen Realität des ISAF-Abenteuers in Afghanistan konfrontiert.

Kaum hatte Guttenberg seinen Vorgänger, den Totalversager Franz Josef Jung, bei einem Großen Zapfenstreich für dessen „Verdienste“ gewürdigt, da landete ein Flugzeug mit brisanter Post:Dem NATO-Untersuchungsbericht  zu dem von einem Bundeswehr-Oberst im September angeordneten Luftangriff mit vielen Toten in Afghanistan. Adressat: Karl-Theodor zu Guttenberg.

Ob Guttenberg, mit 37 Jahren der jüngste Verteidigungsminister der Bundesrepublik, angesichts dieser Herausforderungen noch länger der Liebling der deutschen Öffentlichkeit bleibt?Man sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen, der Posten des Bundesverteidigungsministers galt lange Zeit als Schleudersitz.

Droht die ISAF-Mission in Afghanistan zu scheitern? Ja, wenn man den Worten des obersten NATO-Kommandeurs in Afghanistan, dem amerikanischen General Stanley McChrystal, Glauben schenken möchte. McChrystal forderte im September eine deutliche Aufstockung der Truppen.Sollte in den nächsten zwölf Monaten keine Trendumkehr erreicht werden, riskiere man „ein Ergebnis, bei dem ein Sieg über den Aufstand nicht länger möglich ist“, hieß es in einer im September von der „Washington Post“ in weiten Teilen veröffentlichten Lageeinschätzung McChrystals für Verteidigungsminister Robert Gates. „Unzureichende Kräfte werden vermutlich zu einem Scheitern führen“, schrieb damals der General .

McChrystal  kritisierte damit direkt  die Äußerungen von US-Präsident Obama, der erst dann weitere Truppen schicken möchte, wenn die richtige Strategie zur Bekämpfung der Taliban feststeht. Barack Obama hat bisher seiner Strategie, die er zu Beginn des Jahres formulierte, keine Taten folgen lassen.Damals signalisierte Obama Gesprächsbereitschaft, mit sogenannten gemäßigten Taliban. Gemessen an diesen Worten, hat Obama bisher versagt.

Inzwischen spricht man in der amerikanischen Militärführung, und nicht nur dort, von AfPak, bezogen auf diesen Kriegsschauplatz. Dieser geostrategische Neologismus basiert ja auf der Tatsache, dass ohne die Ausweitung, der bisherigen Kampfhandlungen, auf das Staatsgebiet Pakistans, die Taliban militärisch nicht zu besiegen sind. Allerdings sollte man sich verdeutlichen, dass  man sich bezüglich Pakistan mit einer Nation einlässt, die mehr Einwohner als Russland zählt, sich im freien Fall befindet, sowie auch noch über Atomwaffen verfügt.

Abgesehen davon, in der westlichen Öffentlichkeit findet bezüglich Afghanistan,  seit 2002, eine permanente Desinformation statt. Wer will denn schon zur Kenntnis nehmen, dass das abscheuliche Attentat von NINE ELEVEN nicht das Werk indoraischer afghanischer Freischärler, sondern saudi-arabischer Studenten war. Al Qaida ist keine afghanische , sondern eine saudische Organiation. Finanziert wird sie – so berichten US-Medien- zu einem wesentlichen Teil durch den Trust „DAR-el Maal el Islami“ des hoch angesehenen Prinzen Mohammed el Faisal und seinesgleichen. Vergessen wir auch nicht, daß Osama Bin Laden seine „Grüne Fremdenlegion einst in enger Kooperation mit dem CIA rekrutierte, um sie gegen die damalige sowjetische Okkupation Afghanistans einzusetzen. Sogar an der Aufstellung der Taliban-Horden des Mullar Omar waren amerikanische und pakistanische Geheimdienstler maßgeblich beteiligt. Viel zu spät entdeckten sie , daß sie sich  mit unheimlichen Gesellen eingelassen hatten:Lesen Sie dazu https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa

Die populistische Parole der Partei „Die Linke“, „Raus aus Afghanistan“, frei nach dem Motto-nach uns die Sinflut, ist sicherlich wenig hilfreich,  sondern dient nur der Stimmenmaximierung.Viel eher sollte man auf Experten hören, die über die benötigte Sachkenntnis verfügen, wie beispielsweise Peter Scholl-Latour:In diesem Zusammenhang verweise ich auf mein Interview mit Peter Scholl-Latour vom März dieses Jahres: Lesebefehlhttp://www.freitag.de/politik/0911-afghanistan-obama-taliban-verhandlungen

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One Response to “Afghanistan:Post für Karl-Theodor zu Guttenberg”

  1. Willy Says:

    Guttenberg wird scheitern.

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