Margot Honecker lobt die DDR

Oktober 30, 2009

                                    

                                              @Ramon Schack

Unsere Zeit ist eine kämpferische Zeit, sie braucht eine Jugend die kämpfen kann, wenn nötig, mit der Waffe in der Hand.“

 Margot Honecker, DDR-Volksbildungsministerin, 1989 

Margot Honecker war wohl die mächtigste Frau der DDR. 

Die gelernte Telefonistin war ja nicht nur die Volksbildungsministerin der DDR, sondern auch die Ehefrau von Erich Honecker, dem Generalsekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Staatsratsvorsitzenden der DDR, wie er sich bis 1989 offiziell tiulieren ließ. In der Bevölkerung war sie verhasst, gefürchtet, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen.

Der lila Drache wurde sie hinter vorgehalter Hand genannt, in Anlehnung an ihre damalige Haartönung.

Noch heute versuchen viele ehemalige SED-Pauker und Margot Honecker Pädagogen, im Osten der Republik, eine kritische Aufarbeitung der DDR-Geschichte zu verhindern. Lesen Sie dazu auch einen Artikel von Freya Klier:  http://www.welt.de/politik/article2882727/Der-lila-Drache-und-die-Maer-von-der-schoenen-DDR.html

Die stalinistische Prägung ihrer Jugendzeit hat Margot Honecker nie überwunden. 20 Jahre nach ihrem Sturz, feierte Margot Honecker kürzlich den fiktiven 60. Jahrestag der DDR, in ihrem Exil in Chile. Das Video ist jetzt auf Youtube aufgetaucht: Lesen Sie dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/margot-honecker-lobt-die-ddr;2475927

Ob Margot Honecker sich darüber im Klaren ist, dass es ihr auch hätte gehen können, wie Elena Ceaucescu? Lesen Sie dazu auch: https://ramonschack.wordpress.com/2009/10/15/7513/

DDR 60

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2 Responses to “Margot Honecker lobt die DDR”

  1. Henning Says:

    Sie hat Familien brutal auseinandergerissen.
    Sie hatten Kinder verschwinden lassen.
    Sie hat 10tausende von Menschen mit einem Trauma zurückgelassen, dass die psychologisch nie verarbeiten werden.
    Sie hat Menschen ins Gefängnis schicken lassen, wenn sie (ausversehen) angemerkt haben, dass in der DDR auch nicht alles immer so toll ist. Ich kenne Zeugen und Überlebende (viel haben die DDR – Kerker nicht überlebt).
    Sie war eine Verbrecherin am Volk. Wer sie nicht liebte , war zu vernichten.
    Sie stand für einen Sozialismus in seiner brutalsten Form und befürwortete die Massenmorde Stalins, weil der Sozialismus (sobald er die Macht dazu hat) ja immer auch den Mantel des Todes überstreift, denn wer die schlimmen Folgen des Sozialismus bennennt, hat das Recht weiterzuleben verloren.
    Das gilt im rechten, wie im linken Sozailismus.
    M.H. war eine gute Schülerin (aber leider nur in diesem Sinne)!

  2. Else Says:

    Was erwarten Sie eigentlich, dass ein Mensch seine Ideologie, an die er sein ganzes Leben lang geglaubt und die er gelebt hat, im Alter noch aufgibt bzw. verrät ? Das ist in der Regel doch nur menschlich und bei Personen gegensätzlicher politscher Ideologie, wie z.B. bei gewissen Altnazis, kein bißchen anders.
    Im übrigen habe ich bei aller Distanz zu der Ideologie dieser Menschen, die auch dann noch zu ihrer Überzeugung stehen, wenn ihnen der Wind des Zeitgeistes ins Gesicht bläst, mehr Respekt, als vor gewissen charkterlosen Wendehälsen, die ihre Fahne aus Karriere- und anderen opportunistischen Gründen stets nach dem jeweils herrschenden Regime ausrichten

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