Zu Guttenberg in Afghanistan

November 13, 2009

                                    @Ramon Schack

In Afghanistan gibt es keine NATO-Kontrolle über das ganze Land, weder im umkämpften Süden und Osten, noch im relativ ruhigen Norden, wo die Bundeswehr sich in ihren Schutzburgen eingegraben hat, von der trügerischen Hoffnung getragen, größere Verluste an Menschenleben und Material vermeiden zu können.

Nun reichen ein paar gescheiterte Sprenstoffanschläge auf   deutschem Boden, so wie einige Überfälle auf deutsche Soldaten am Hindukusch glücklicherweise nicht aus, um bei der breiten Bevölkerung Panik und Hysterie auszulösen.Dem Terrorismus, der unweigerlich und unvermeidbar auf uns zukommt, begegnet man am besten  mit klarer Entschlossenheit und-soweit es geht-mit Gelassenheit.

Viel beunruhigender ist hingegen der Mangel an Kompetenz, der medienbezogene Konformismus, etc., welcher die parlamentarische Debatte in Berlin so realitätsfern erscheinen läßt.

In der westlichen Öffentlichkeit findet bezüglich Afghanistan  seit 2002 eine permanente Desinformation statt. Wer will denn schon zur Kenntnis nehmen, dass das abscheuliche Attentat von NINE ELEVEN nicht das Werk indoraischer afghanischer Freischärler, sondern saudi-arabischer Studenten war. Al Qaida ist keine afghanische , sondern eine saudische Organiation. Finanziert wird sie – so berichten US-Medien- zu einem wesentlichen Teil durch den Trust „DAR-el Maal el Islami“ des hoch angesehenen Prinzen Mohammed el Faisal und seinesgleichen. Vergessen wir auch nicht, daß Osama Bin Laden seine „Grüne Fremdenlegion einst in enger Kooperation mit dem CIA rekrutierte, um sie gegen die damalige sowjetische Okkupation Afghanistans einzusetzen. Sogar an der Aufstellung der Taliban-Horden des Mullar Omar waren amerikanische und pakistanische Geheimdienstler maßgeblich beteiligt. Viel zu spät entdeckten sie , daß sie sich  mit unheimlichen Gesellen eingelassen hatten:Lesen Sie dazu auch:  https://ramonschack.wordpress.com/2007/10/26/sleeping-with-the-devil-mit-dem-teufel-schlafensaudi-arabien-und-die-usa/

In diesem Zusammenhang sind die Worte  des neuen Bundesveteidigungsministers Guttenberb eine lobende Ausnahme. Zum wiederholten Male, ganz im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger Jung, sprach Guttenbeg zumindest von kriegsähnlichen Zuständen. 

Zu Guttenberg hat gerade seinen Antrittsbesuch in Afghanistan absolviert.

Lesebefehl: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wie-ein-popstar-zu-guttenberg-wird-von-soldaten-gefeiert;2483437

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