Achse Iran-Lateinamerika:Achmedineschad in Brasilien

November 23, 2009

                                   @Ramon Schack

In Brasilien ist man nicht nur in der „Neuen Welt“ angekommen, dort begegnet man einer neuen Menschheit, und die Vermutung stellt sich ein, dieses könnte die Menschheit der Zukunft sein.

 Mit seiner vielfältigen Harmonie der Bevölkerungsgruppen, nimmt Brasilien eine ethnische Mischung vorweg, die für den ganzen Globus Gültigkeit gewinnen könnte.

Politisch ist in Brasilien ein grundlegender Wandel eingetreten. Seit 2003 übt Luiz Inácio Lula da Silva in der futuristischen Hauptstadt Brasilia die Präsidentschaft aus.

Dieser bärtige, wohlwollende blickende Mann aus dem Volk, der als historischer Führer der brasilianischen Linken gilt, betont seine totale Unabhängigket von den USA.

Bei den Yankee-Gegnern des Subkontinents findet er bereitwillige Verbündete und Sympathisanten.

In Brasilien ist jenseits des Atlantiks ein ins Monumentale verzerrte  Spiegelbild der ehemaligen Super-und Kolonialmacht Portugal entstanden, welche heute ein eher bescheidenes Dasein als EU-Mitgliedsstaat fristet. 

Das aufstrebende Brasilien orientiert sich an den Ambitionen der Lusiaden und erhebt innerhalb der munipolaren Welt unserer Tage den Anspruch auf einen Großmachtstatus. Unter der Abkürzung BRIC haben die Medien einen Sammelbegriff für jene Schwellenländer erfunden-Brasilien, Russland, Indien, China-, die Europas Bedeutung in den Schatten stellen und mit den USA zusehends auf Augenhöhe kommunizieren.Zu einem unbeschreiblichen Taumel sollte sich der patriotische Überschwang steigern, als Rio de Janeiro die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2016 zugesprochen bekam.Es stimmt nachdenklich, dass Barack Obama mit seinem Einsatz zugunsten Chicagos so  ruhmlos scheiterte.

Seit vor der Atlantikküste reiche Erdölfelder geortet wurden, steht Brasilien im Begriff, zu einer der maßgeblichen Wirtschaftsmächte aufzusteigen.

„Lula“, wie er allgemein genannt wird, läßt sich von niemandem reinreden, tritt in diversen Regionalkonflikten  als Schlichter auf und baut die brasilianischen Streitkräfte zum beherrschenden Militärfaktor Lateinamerikas aus. Brasilien, so verraten die Experten, wäre binnen kurzer Frist in der Lage, nuklear aufzurüsten und seine eigenen Atombombe zu bauen.   Diese neue brasilianische Selbstbewußtsein, spiegelt sich auch in der Außenpolitik wieder.

Im Rahmen seiner Lateinamerika-Reise, auf der Suche nach neuen Verbündeten, ist der umstrittene  iranische Präsident Achmedineschad in Brasilien eingetroffen. Lesebefehl:  http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~ED64D1C50013E485998480F77E6750086~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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2 Responses to “Achse Iran-Lateinamerika:Achmedineschad in Brasilien”

  1. EWA Says:

    Wow, ein brillianter Artikel, sehr interessant.Danke

  2. Astrid Says:

    Interessanter Artikel. Die Zusammenarbeit zwischen Südamerika und Iran wird leider von den meisten Medien nicht aufgegriffen. Der Artikel ist so auch ein Finger in der offenen Wunde. Es bleibt zu sagen: Bitte mehr davon!

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