Richard Herzinger:Der FDP fehlen Intellektuelle wie Ralf Dahrendorf

Dezember 3, 2009

 

                            „Der Minirock wurde nicht 1968 erfunden“

                                                     Ralf Darendorf      

                          Ramon Schack

Die fatale personelle Auszehrung unserer politischen Klasse, macht auch vor der FDP nicht halt. Trotz des spektakulären Sieges bei der Bundestagswahl, gelingt es dieser Partei kaum Politiker von Format zu präsentieren, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Bei der urbanen Intelligenz, in den bundesdeutschen Metropolen, kann die FDP nicht punkten. 

Der Liberalismus- sicherlich die attraktivste aller politischen Ideologien- der Parteibuch-Liberalen, erscheint sinnentleert, hohl und regt kaum zur geistigen Stimulation an.

Der FDP fehlen Intellektuelle wie Ralf Dahrendorf„, schreibt Richard Herzinger heute in der Welt.  http://www.welt.de/politik/deutschland/article5406053/Der-FDP-fehlen-Intellektuelle-wie-Ralf-Dahrendorf.html

FOTO:Rudi Dutschke und Ralf Darendorf 

Damit hat Herr Herzinger natürlich Recht. Doch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Ralf Dahrendorf über das inzwischen doch recht niedrige Niveau der Zeitung „Die Welt“ , der dort recht eingeschränkt praktizierten Meinungsfreiheit, sicherlich  erschüttert gewesen wäre. Auch die  innen-und außenpolitischen Verirrungen, mancher sich liberal dünkender Redakteure, wäre nicht nach dem Geschmack Dahrendorfs.

Lesen Sie dazu auch: https://ramonschack.wordpress.com/2009/06/18/der-minirock-wurde-nicht-1968-erfundensir-ralf-dahrendorf-1929-2009/

Vor einigen Wochen führte ich ein Interview mit Dr. Fritz Goergen, einem intimen Kenner der FDP: Lesebefehl:http://www.fassette.com/im-interview-dr-fritz-goergen/

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2 Responses to “Richard Herzinger:Der FDP fehlen Intellektuelle wie Ralf Dahrendorf”

  1. Udo Says:

    Stimmt ja eigentlich. Aber lieber die FDP ohne Intellekuelle Zugpferde, als die anderen Parteien.

  2. Astrid Bötticher Says:

    Hi Ramon
    Ich halte diese Kritik f… Mehr anzeigenür einen alten Hut. Bei den linksaffinen Intellektuellen gab es schon immer die Mär, die FDP bestünde aus >lauter Bäckern< (grünen Abgeordneter aus Hamburg). Einerseits kommt hier klar das Vorurteil zum Ausdruck, ein Bäcker könne nicht intellektuell sein, andererseits trifft es die Sache nicht. Die Liberalen sind eben nicht linksaffin und geben sich mit den versponnenen Thesen mit x Unterfunktionen einfach nicht ab (siehe etwa die erschreckende Liebe zu Foucault, der eigentlich nur ein versponnener Blender ist). Es gibt keinen Dahrendorf mehr und auch keine Gräfin – dies ist traurig. Sicherlich muss man sich hier mehr bemühen anziehend zu wirken. Das ist bisher unterblieben.
    Ansonsten: Guter Artikel;)

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