USA:An den Rand gedrängt-Indianer in den USA

Dezember 10, 2009

                                      @Ramon Schack

Im Sommer 1993 befanden wir uns auf einer ausgedehnten Reise durch die USA.

Von Kalifornien ging es im Mietwagen, quer durch den Südwesten der Staaten, nach New Orleans.

Abschließend verbrachte ich noch einige Monate in New York City, aber das ist eine andere Geschichte.

Damals durchquerten wir auch New Mexico, nach meiner Meinung, einer der schönsten und interessantesten Bundesstaaten der USA.http://de.wikipedia.org/wiki/New_Mexico

 

New Mexico war schon damals einer der sogenannten multiminoritäten Staaten, indem keine ethnische Gruppe mehr die Bevölkerungsmehrheit stellt.

Dünn besiedelt, aber demographisch explodierend, ist New Mexico wohl bis heute der Staat, indem der hispanoamerikanische und indianische Einfluß am stärksten spürbar ist. Die unendlichen Einwanderungsströme aus Mittelamerika, die sich ja inzwischen bis in die entlegensten Bundesstaaten der Supermacht ausdehnen, verstärken diese Tendenz unaufhörlich.    

Inzwischen, 16 Jahre später, ist die Anzahl der multiminoritäten Staaten ständig am wachsen. Schon in wenigen Jahrzehnten, wird die US-Bevölkerung nicht mehr mehrheitlich aus Euroamerikanern bestehen.

In New Mexico, unweit der berühmten 4 Corners Region, hatten wir eine Autopanne, die auf der Begegnung- mit den Ausläufern eines Tornado- beruhte.

Während der Fahrt, durch die atemberaubende Wüstenlandschaft, verdunkelte sich das strahlende Blau des Sommerhimmels schlagartig zu einem düsteren Schwarz. Riesige Wolkenmassen ballten sich, jagten  in atemberaubender Geschwindigkeit über die Ebenen und weckten apokalyptische Ahnungen über die menschliche Vergänglichkeit. Schnell brachten wir das Auto von der Fahrbahn ab und rammten dabei einen Felsvorsprung.Trotz der Lebensgefahr genoß ich damals, in jenen jungen Jahren, das unheimliche Naturerlebnis. Diese maßlosen Urgewalten standen in einem scharfen Gegensatz zur krampfhaften Harmlosigkeit der ansässigen Bewohner, die dadurch wohl auch Zuflucht suchen, vor den  permanenten Ansprüchen und Herausforderungen des American Way of Life, aber auch vor den plötzlichen Naturkatastrophen, denen die riesige kontinentale Masse zwischen Atlantik und Pazifik ausgesetzt bleibt.    

Einige Navajos, aus einer benachbarten Siedlung, halfen uns bei der Instandsetzung unseres Autos. Wir verbrachten 2 unvergessliche Tage bei diesen gastfreundlichen Ureinwohnern, bevor wir unsere Reise in Richtung New Orleans forsetzten. 

Ich habe in jenen fernen Tagen darüber gegrübelt, welch ungeheuerliches demographische Phänomen dazu geführt hatte, daß im Verlauf des 19.Jahrhunderts die weiße Menschheit sich mit der Wucht eines Vulkanausbruchs über sämtliche Kontinente verteilte und riesige Terrirtorien-sei es in Nordamerika oder in Sibirien, in Australien oder in Neuseeland-nach Abdrängen der Ureinwohner in kümmerliche Randregionen in eigene exklusive Siedlungsgebiete verwandelte. Eine solche globale und rasante Völerwanderung hatte niemals zuvor stattgefunden.Die Ureinwohner der betroffenen Kontinente, konnten sich die Vermehrung ihrer Weißen Feinde niemals erklären  und waren schließlich zur Kapitulation gezwungen.Der fantastische, gleichzeitig beunruhigende ,Roman“Die Abendröte im Westen“, des US-Schriftstellers Cormac McCarthy. erstellt sicherlich ein relistisches Bild jener Zeit und ist ein Lehrstück über die wahre Natur des Menschen.Diese Zeit liegt lange zurück,inzwischen haben sich die demographischen Dinge ins Gegenteil umgekehrt. 

 

Wie stellt sich das Leben der Indianer in den USA heute da?

 Lesebefehl: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E1B45220B23614B07AAE4346734A9DDCC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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