Die Münchner Sicherheitskonferenz“Träume sind Schäume“

Februar 8, 2010

             @Ramon Schack

Auf der- regelmäßig unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfindenden- Münchner Sicherheitskonferenz, stand der Iran im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Das Thema die“ Iranische Atombombe“ hat sich im Westen inzwischen zu einer bedauerlichen Zwangsneurose entwickelt, flankiert von einer niveaulosen medialen Milchmädchen-Berichterstattung, selbst in Blättern die man gerade noch so überfliegen kann, wie beispielsweise die FAZ.

Dort las ich heute den folgenden Satz „Auf der Münchner Sicherheitskonferenz zerstört Teheran die Träume von einer atomwaffenfreien Welt!“

Ich weiß wirklich nicht, ob der zuständige Redakteur beim Verfassen dieser Zeilen, die aus der Feder einer frustrierten Hausfrau aus Käseburg hinter dem Wald stammen könnten, unter dem Einfluss psychedelischer Drogen stand , aber nachdem ich neulich das Verhalten einer verhuschten FAZ-Redakteurin auf einer Veranstaltung aus nächster Nähe erleben durfte,  die ihre Umgebung mit nervtötenden Fragen und Kommentaren terrorisierte, anstatt den Gast des Abends zu Wort kommen zu lassen, wundert mich eigentlich gar nichts mehr. 

Aber zurück zu diesem Satz“ Auf der Münchner Sicherheitskonferenz zerstört Teheran die Träume von einer atomwaffenfreien Welt!“

Wie rührend, als ob das angebliche oder tatsächliche Atomwaffenprogramm Teherans, persönlich habe ich keinerlei Zweifel das der Iran tatsächlich – zumindest mittelfristig- eine nukleare Bewaffnung anstrebt, eine atomwaffenfreie Welt in Frage stellen würde.

Rund 2 Jahrzehnte nach dem Ende des „Kalten Krieges“, des „Gleichgewichts des Schreckens“, hat niemand eine „Atomwaffenfreie Welt“ angestrebt, zumindest nicht die Staaten mit einem Atomwaffenarsenal, außer in Sonntagsreden, die von Barak Obama ja wie am Fließband produziert werden.

Stattdessen wird die Gefahr einer iranischen Bombe theatralisch inszeniert, flankiert von einer Art Endzeitstimmung, die in ihrer Hysterie nur noch von der Klimawandel-Lobby  übertroffen wird, wie kurz vor Beginn dieses eiskalten Jahrhundert-Winters.   

Ich schreibe diese Zeilen nicht, weil ich mich aktuell um ein Visum für eine bevorstehende Reise in den brodelnden Iran bemühe, was momentan nicht allzu einfach ist, mir deshalb auch im klaren bin, dass gewisse Kreise hier fleißig mitlesen könnten,  besonders nach meinem Besuch in der Botschaft der Iranischen Republik, sondern weil ich felsenfest davon überzeugt bin, dass ein nuklear bewaffneter Iran nicht gefährlicher ist als ein nuklear bewaffnetes Frankreich. Sicherlich wäre es mir auch lieber, wenn es gar keine Atomwaffen gebe, aber es gibt sie nun einmal. Das im Iran einiges im Argen liegt, milde ausgedrückt, steht hier gar nicht zur Diskussion, aber die Zustände dort sind keineswegs unerträglicher als bei den  engen Verbündeten des Westens dort. Die Bundesregierung hatte ja auch nicht den ägyptischen Botschafter geladen, als Hosni Mubarak, zum Wiederholten Male, mit 99, 9% wiedergewählt wurden ist.

Diesbezüglich halte ich es mit den Worten von Martin Van Crefeld, dem herausragenden israelischen Militärhistoriker, der feststellte, „Israel kann mit einer iranischen Atombombe leben“ 

Anscheinend ist der Einfluss der saudischen Lobby in Washington D.C doch so umfangreich, wie es der ehemalige CIA-Agent und renommierte Experte Robert Baer in seinem Buch „Die Saudi- Connection -Wie Amerika seine Seele verkauft“ glasklar analysierte.

Die Bücher Robert Baers sorgen regelmäßig für großes Aufsehen.

Baers Werke See No Evil und Sleeping with the Devil lieferten die Vorlage für den 2005  fertiggestellten Film Syriana.

 Die Person des Film-Charakters Bob Barnes  George Clooney wurde Robert Baer nachempfunden.

Vor rund einem Jahr,  in dem schummrigen  Hinterzimmer eines Kolumbianischen Restaurants in New York City, habe ich mit Robert Baer ein Interview geführt. 

https://ramonschack.wordpress.com/2009/01/06/4772/

Das Interview erschien damals im Handelsblatt

Lesebefehl:http://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-ist-eine-insel-der-stabilitaet;2125354

Syriana

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One Response to “Die Münchner Sicherheitskonferenz“Träume sind Schäume“”


  1. Hallo Ramon,

    „Felsenfeste Übezeugungen“ lassen sich nur schwer ändern – ich wünsche Dir auf alle Fälle viel Glück für die Reise.

    Trotzdem bitte ich Dich, vorher dieses Buch zu lesen:

    http://www.matthiaskuentzel.de/contents/die-deutschen-und-der-iran

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