Liebe Leser,

besuchen Sie mich bitte zukünftig auf  http://www.ramon-schack.de/

Vielen Dank

Herzlich

Ramon Schack

Liebe Leser,

Sie müssen jetzt tapfer sein, dieses wird mein letzter Eintrag in diesem Blog sein.

Knapp 4 Jahre nach der Gründung von www.ramon-schack.de, habe ich mich entschlossen diese Website aufzugeben und WordPress zu verlassen.

Aber keine Sorge www.Ramon-Schack.de wird weiterleben, an anderer Stelle, in einem neuen Format.

Schon in wenigen Stunden, irgendwann zwischen Tagesschau und der Nachtruhe, werde ich Sie auf meiner neuen Website begrüßen können.

Aufgrund des großen und stetig anwachsenden Besucheransturms, habe ich mich zu diesem Umzug entschlossen.

Ich möchte diesen letzten Eintrag- an dieser Stelle- zum Anlass nehmen, um mich bei Ihnen zu bedanken .

In den vergangenen 4 Jahren haben hunderttausende von Menschen diese Website besucht, eine nicht unerhebliche Anzahl von Stammlesern war  hier fast täglich zu Gast.

Die Leser setzten und setzen sich aus allen Schichter der Bevölkerung zusammen, aus Deutschland, Europa und Weltweit.

Berlin Germany:Obama in Berlin von Ramon Schack.

www.Ramon-Schack.de wird gelesen von Politikern und Pädagogen, Bankkaufleuten und Bäckereifachverkäufern, Maurern und  Models, Harz4 Empfängern und Hegdefonds-Managern.Zahlreiche Prominente -aus Politik und Show-Biz-  sind hier auch regelmäßig zu Gast.

Gerüchte, wonach auch die Bundeskanzlerin hier regelmäßig vorbeischaut, möchte ich weder bestätigen noch dementieren.

 Wie ich neulich Erfahren durfte, habe ich sogar einige treue Leser in Afghanistan,Südafrika und der abgelegensten Großstadt der Welt, Perth-in West-Australien.

Der kosmopolite Anspruch meiner Website findet darin seinen Ausdruck.

 So soll es auch in Zukunft bleiben, so wünsche ich es mir.

Für Ihr Interesse, für Ihre Kommentare, Anregungen und Kritiken, sei Ihnen jetzt und zukünftig gedankt.

Ich freue mich darauf, Sie in Kürze auf meiner neuen Website begrüßen zu dürfen.

Herzlich

Ramon Schack 

Frank Sinatra My Way

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“

Marcus Aurelius

 

First Choice – The Player (Everybody Dance Mix)

                                      @Ramon Schack

Vor einiger Zeit las ich das Buch von Yasmina Reza“L´aube le soir ou la nuit“/Das Morgengrauen, der Abend oder die Nacht.“Dieser Bestseller gilt ja in Frankreich als Grundlagenlektüre, zum Verständnis der Person und der Politik von Sarkozy. Eine französische Bekannte hatte es mir empfohlen.Viel schlauer bin ich dadurch allerdings nicht geworden, was wahrscheinlich nicht nur an meinen, etwas eingerosteten, Französischkentnissen liegt.

Von Nicolas Sarkozy, dem kleingewachsenen Präsidenten Frankreichs,geht eine ungeheure Bündelung an Energie aus.

Eine Energie- die ihm ja auch erst den sensationellen Aufstieg- bis ans höchste Staatsamt- ermöglichte.Der Geburt in Frankreich und dem „jus soli“ verdankt  Sarkozy seine französische Staatsangehörigkeit.Sein Vater ist ein ungarischer Adliger, aber wer ist in Ungarn nicht alles adlig?

Seine Mutter stammt aus der uralten sephardischen Gemeinde von Saloniki .

Das die französische Rechte, die erkonservative Bourgeoisie, die ja in Frankreich noch immer über mehr Einfluß verfügt als  man glaubt, diesen Zuwanderer vom Balkan – der beginnt für viele Franzosen ja schon irgendwo hinter dem Rhein-nicht nur akzeptierte sondern auch aktiv unterstütze, stellt  die eigentliche Sensation da. Das Sarkozy auch noch eine jüdische Mutter hat, ergänzt dieses „politische Wunder“. 

Zur Zeit der Dritten Republik, soviel ist sicher,unter dem Einfluß von Charles Maurras und seiner reaktionären“Action francaise“wäre Sarkozy öffentlich als „Zigeunerbaron“ geschmäht wurden.Heutzutage empfindet sogar der nationalistische Polterer Le Pen, der ja von Sarkozy auf den Schrotthaufen der Geschichte getreten wurde, eine heimliche Sympathie für Sarko.

Das Ergebnis der ersten Runde der Regionalwahlen, ist eine schallende Ohrfeife für Sarkozy.Bei geringer Wahlbeteiligung, wurde seine Partei, die UMP, abgestraft. 

Lesebefehl: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E8A6CB86A5C4D47E9B04206FFEDEF0965~ATpl~Ecommon~Scontent.html

“ Bei den Heiligen habe ich immer meine Zweifel.Ich finde sie alle verdächtig.Ich finde, der jetzige Papst ist eine Olle im Fummel.Und ich mache keine Witze!“

Truman Capote

 

N*E*R*D – Provider

Wenn wir fähig sind anzugreifen, müssen wir unfähig erscheinen; wenn wir unsere Streitkräfte einsetzen , müssen wir inaktiv erscheinen ; wenn wir nahe sind , müssen wir den Feind glauben machen , daß wir weit entfernt sind. Lege Köder aus, um den Feind zu verführen! Täusche Unordnung vor und zerschmettere ihn! Wenn der Feind in allen Punkten sicher ist, dann sei auf ihn vorbereitet.

Wenn er an Kräften überlegen ist, dann weiche ihm aus.

Wenn Dein Gegner ein cholerisches Temperament hat, dann versuche ihn zu reizen.Gib vor, schwach zu sein, damit er überheblich wird. Wenn er sich sammeln will, dann gib ihm keine Ruhe. Wenn seine Streitkräfte vereint sind , dann zersplittere sie.Greife ihn an, wo er unvorbereitet ist; tauche auf, wo Du nicht erwartet wirst.!”

Aus den Anweisungen zur Kriegskunst des chinesischen Militärstrategen Sunzi

                                      @Ramon Schack

Am Beispiel Chinas offenbart sich mit betrüblicher Deutlichkeit, in welchem Ausmaß den Europäern und Amerikanern das geschichtliche Bewußtsein abhanden gekommen ist. Die Fehldiagnose des amerikanischen Politologen Fukuyama vom “End of History” war auf allzu fruchtbaren Boden gefallen.

So begegnet die westliche Welt dem phänomenalen Aufstieg Chinas in den Rang der zweiten Weltmacht mit einem Gemisch aus Arroganz und Missgunst.

Die explosive Dynamik Chinas erzeugt wachsende Furcht, ja die Ahnung des eigenen Rückfalls in unerträgliche Mittelmäßigkeit. 

Die an Sinophobie grenzende Abneigung, die immer wieder in der westlichen Berichterstattung  über China zu erkennen ist, hängt wohl auch damit zusammen.

Dabei ist der phämonale Aufstieg dieses Riesenreiches-in den letzten 30 Jahren- eine Erfolgsgeschichte ohne Gleichen.

Wäre es dem Westen denn lieber, in Peking würde immer noch ein totalitärer, unberechenbarer Herrscher regieren, dessen ideologischen Verirrungen   Millionen Menschen das Leben kosten würden? 

Viele der westlichen Wortführer, die heute mit der äußerst selektiven Menschenrechtskeule pseudodemokratische Reformen im Reich der Mitte einfordern, während im Westen die demokratischen Grundrechte sukzessive eingeschränkt werden, während auch viele Verbündete des Westens weit weniger demokratisch agieren als China, waren ja während der  Herrschaft von Mao recht schweigsam, bisweilen sogar heimliche Bewunderer dieses Herrschers. 

„Tausend Tode für China!“-Lesebefehl: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E29E93CFE15E048ECB20FBE86126D8873~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

 

                                        @Ramon Schack

Die fatale personelle Auszehrung, von der alle Parteien betroffen sind, erschüttert die SPD mit doppelter Wucht.

Nach dem katastrophalen Absturz bei der letzten Bundestagswahl, hat sich die älteste deutsche Partei noch lange nicht erholt.

Der Konkurrenz ,durch die Bluffpartei die LINKE, als auch den sich rasant veränderten sozio-demographischen Rahmenbedingungen, flankiert vom Abschmelzen parteipolitischer Biotope, stehen die Sozialdemokraten recht hilflos gegenüber. 

Inzwischen feiert man dort ja schon die Konsolidierung, auf ein knappes Viertel der Wählerstimmen, gemäß Umfragen, als Erfolg.

Die Auswahl des aktuellen Führungspersonals läßt erahnen, wie dünn die dortige Personaldecke besetzt sein muss.

Lesebefehl: http://www.faz.net/s/RubAB001F8C99BB43319228DCC26EF52B47/Doc~EE1DB6E759A6C458080800C2244354DE6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

„Gatsby  glaubte an das grüne Licht, an die rauschende Zukunft, die Jahr um Jahr vor uns zurückweicht.Sie ist uns gestern entschlüpft, doch was tut´s-morgen eilen wir rascher, strecken weiter die Arme aus…Und eines schönen Tages..

So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.“

F.Scott Fitzgerald-Der große Gatsby

 

THE FOUR TOPS-KEEPER OF THE CASTLE.LIVE 1974

 

                                      @Ramon Schack

An Wunder glaube ich nur sehr eingeschränkt, an Zufälle fast gar nicht.

Trotzdem läßt sich meine erste Begegnung mit Peter Scholl-Latour, vor etwas über 7 Jahren, als ein wundersamer Zufall beschreiben.

Ich war gerade- nach einem zweijährigen Aufenthalt- aus London zurückgekehrt, wohnte für einige Wochen übergangsweise in Hamburg,  stand kurz vor meinem Umzug nach Berlin, wo ich mich als freier Journalist  etablieren sollte.

Einige Wochen zuvor hatte ich mit dem Büro von Peter Scholl-Latour in Paris Kontakt aufgenommen. Im Auftrag einer Publikation, für die ich heute nicht mehr schreiben würde, bat ich damals um einen Interviewtermin.

An jenem Tag- im Februar 2003- kehrte ich gerade von einem Besuch bei meinen Eltern- im südlichen Schleswig-Holstein- zurück.

Wie es der erwähnte Zufall so will, hatte ich dort eines meiner alten Lieblingsbücher entdeckt und mitgenommen. Es handelte sich um das Buch”Begegnung mit der Islamischen Revolution” von Peter Scholl-Latour.

Mit diesem Buch in meiner Tasche, traf ich im Regionalexpress am Hamburger Hauptbahnhof ein, wo ich in die S-Bahn umsteigen wollte.

Beim Gang über den Bahnsteig bemerkte ich den abfahrbereiten ICE nach Berlin, zu meiner Linken. Gedankenverloren, eher flüchtig, schaute ich im Vorbeigehen in den Speisewagen.

Dort saß Peter Scholl-Latour, ich erkannte ihn sofort. Geistesgegenwärtig, obwohl der Zug wie erwähnt abfahrbereit war, betrat ich den Speisewagen.

Peter Scholl-Latour saß alleine dort, vertieft in eine Zeitungslektüre.

Ich sprach ihn an, kramte das erwähnte Buch aus meiner Tasche und bat um eine Signatur.

Während Scholl-Latour das Buch signierte, erwähnte ich meine Interviewanfrage an sein Büro. Scholl-Latour schaute interessiert auf, gab mir ohne Umschweife seine Privatnummer in Berlin, mit der Bitte ihn doch persönlich zu kontaktieren.  So geschah es dann auch.

 In den letzten Jahren bin ich Peter Scholl-Latour sehr oft begegnet, war häufig Gast in seiner Berliner Wohnung und führte mit ihm zahlreiche Interviews und Gespräche, die man eher als eine Art Tour d´horizon bezeichnen sollte, die immer ein Genuß waren und sind.  http://www.das-parlament.de/2006/48/DaspolitischeBuch/001.html

Sie haben wenigsten Ahnung von den Dingen!” sagte mir Scholl-Latour einmal. Ein Kompliment auf das ich wirklich stolz bin. 

Berlin Germany:Peter Scholl-Latour von Ihnen.

Peter Scholl-Latour ist einer der großen Chronisten unseres Zeitalters, eine Reporterlegende, wie es heute nicht mehr viele gibt.

Menschen wie er sind in der Lage, die dramatischen Verschiebungen des globalen Machtgefüges zu schildern, deren Zeugen wir sind, deren Folgen und Auswirkungen aber nur die wenigsten noch  erfassen können.

Sein Leben, welches 1945 beinahe in GESTAPO-Haft enden sollte, war immer auch eine Suche nach den starken Gefühlen, “les Émotions fortes”, wie es die Franzosen ausdrücken würden.

Wer kann schon von sich behaupten, alle Länder der Welt bereist zu haben, unzählige historische Ereignisse aus nächster Nähe erlebt zu haben, beziehungsweise zahlreichen historischen Persönlichkeiten begegnet zu sein?

Prof. Dr.Peter Scholl-Latour feiert heute seinen 86. Geburtstag.”Bleiben Sie uns bitte noch lange erhalten“, wünschte ich ihm gerade am Telefon.

 Herzlichen Glückwunsch- Peter Scholl-Latour  

 

 

Peter Scholl-Latour – Mein Leben (1/4)

                                             @Ramon Schack

Der irakische Diktator Saddam Hussein, dessen Gefangennahme im Dezember 2003 als billige Schmierenkomödie inszeniert und dessen Hinrichtung  durch den Strang unter skandalösen Begleitumständen vollstreckt wurde, war alles andere als ein islamischer Fundamentalist.

Wie sein Erzfeind und ideologischer Parteigänger in Damaskus, der inzwischen verstorbene Diktator Syriens Hefez el Assad, der der Sekte der Alawiten angehörte-wie übrigens alle Machtträger dort- und die aufsässigen Muslim-Brüder zu Zehntausenden massakrieren ließ, kannte auch der Diktator von Bagdad keine Gnade, wenn er irgendwo eine religiöse Verschwörung aufspüren ließ.    

 

Bei der Minderheit der Sunniten, der Saddam ja auch selbst angehörte, duldete er höchstens die mystischen Übungen der Derwisch-Orden,als Lokalkolorit und Folklore. Für Wahhabiten, die sich an das fundamentalistische Saudi-Arabien, dem islamischen Gottesstaat Nr 1 und engsten Verbündeten der USA, orientierten  , oder gar für salafistische Elemente, die im Verbund mit Dschihadisten ein neues Kalifat herbeibomben wollten, gab es kein Pardon. 

Hart ging Hussein auch gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit vor, die er instinktiv als potentielle Gegner und Agenten des ihm verhassten Iran ansah.Als glühender arabischer Nationalist, hatte er für sein arisch-iranisches Nachbarvolk nur Verachtung übrig, welche sich in seinem berüchtigtem Zitat aus der Zeit des ersten Golfkrieges wiederspiegelte.“Allah hat drei Plagen geschaffen-Perser, Juden und Fliegen! “  

Nachdem Ende der Saddam-Herrschaft und dem Zusammenbruch seines säkular nationalsozialistischen BAATH-Regimes, wurde-mit Ausnahme von Syrien- das letzte Regime beseitigt,welches sich noch auf den arabischen Nationalismus berief, der in den 1960er Jahren noch die Massen von Casablanca bis nach Aden in Wallung brachte. 

Statt eines Leuchtturmes der Demokratie im Irak, wurde eine neue Vormachtstellung des Irans errichtet, die im schiitischen Gürtel, der die syrische Wüste überwunden hat, und im Libanon, in unmittelbaren Kontakt mit Europa gerät, ihren Ausdruck findet.

Heute macht man in Washington dicke Backen, wenn man sich des unaufhaltsamen Aufstieges des Irans zur führenden Regionalmacht bewußt wird, als wäre diese Tendenz nicht vorher schon erkennbar gewesen. Seit 2002 haben die Amerikaner in ihrem „War against Terror“, die schlimmsten Feinde Teherans beseitigt, die Taliban in Afghanistan und eben Saddam Hussein im Irak.  Statt der pseudodemokratischen Phraselogie der Bush-Administration, hätte man seinerzeit in Washington lieber auf die dort ansässigen Orient-Experten hören sollen, um nach einem neuen starken Mann in Bagdad ausschau zu halten. In diesem Zusammenhang sei noch einmal daran erinnert, dass der Irak kein historisch gewachsener Nationalstaat ist, sondern von der reiselustigen und altjüngferlichen  britischen Agentin Getrude Bell erfunden wurde.  

Demzufolge ist es auch unmöglich, die Aufsplitterung  des Iraks, in seine ethnischen und religiösen Grundbausteine, durch „freie Wahlen“ zu verhindern. Lesen Sie dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/international/irak-der-kampf-nach-dem-krieg;2541772

Der Horror, der den Irak seit dem Frühjahr 203 heimsucht, hat bei der Masse der Bevölkerung keine Saddam-Nostalgie aufkommen lassen.Dafür hatten seine Schergen zu blutig unter dem geprüften Volk gewütet.Doch die Frage sei erlaubt, wer ist heute in der Lage, die zentrifugalen Kräfte des Zweistromlandes, dort wo einmal die Wiege der Menschheit lag, zu bändigen und zusammenzufügen ? 

 

Mit Offenen Karten „Irak“ Entstehung des Staatsgebietes